Minijob - Stunden werden nicht angerechnet

18. September 2013 Thema abonnieren
 Von 
Robben
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Minijob - Stunden werden nicht angerechnet

Hallo zusammen,

ich gehe im Moment einen befristeten Minijob nach. Dieser endet Dezember 2013, selber kann ich nicht kündigen da ich sonst kein ALG erhalten würde. (Mein richtiger Job beginnt im Feb. 2014 d.h. übergangsweise einen Minijob).

Ich Versuche das Problem mal zu schildern, wenn fragen auftauchen einfach fragen. Brauche wirklich hilfreiche Antworten da ich nun dagegen vorgehen möchte.

Mein Vertrag umfasst 46 Arbeitsstunden in der Woche bei einem Lohn von 460,00 Euro. Ausgezahlt ca. 410,00 Euro. Tätig bin ich im Bauwesen bzw. Tiefbau. Zur Firma gehören Arbeitgeber und meine Wenigkeit. Wie dem auch sei ist es so das ich fast den Gesamten Monat mit unterwegs bin und die Stunden so gerechnet bzw. abgezogen werden das ich Tatsächlich nur auf diese 46h/Monat komme.

Hier ein Beispiel:

Die fahrt geht morgens um 07:30 Uhr los. Wir fahren ca. 10 KM zum Baustoffhandel und beladen dort unseren Hänger mit Steine. Der Sohn vom Chef ist dabei und wurde gegen 08:15 an der Schule raus gelassen da dort unser Weg vorbei führt. Halb 9 kommen wir auf der Baustelle an und Planen womit wir anfangen bzw. womit es einfacher wäre anzufangen. Denke mal einige kennen das, Chef packt eine Tasse Kaffee aus und genießt diese dabei wobei ich schon Vorbereitungen treffe. Gegen um 9 ist der Chef dann soweit und ab dann wird auch erst meine Zeit angezählt wobei ich dennoch seid 07:30 Uhr unterwegs war. An diesem besagten tag kam ich halb 6 Abends total K.O. nachhause und mir wurde am ende 4,5h angerechnet. Feste Pausenzeiten gibt es bei uns nicht, mal einen happen essen während des arbeiten geht klar, hinsetzen und mal eine Stulle genießen und ein Kaffee ist ein No Go was ich jedoch trotzdem mal mache und direkt bei (10 Minuten) 1h einbüßen muss. Ich bin Machtlos da ich nicht Kündigen kann.

Noch ein Beispiel ist das der Hänger z.B. mit Bauschutt beladen war. Wurde fühs um 7 abgeholt und wir haben den Hänger zur Kippe gebracht und all den Schutt abgeladen. (2t). Gegen 8 Uhr waren wir dann beim Kunden und die Zeit schrieb er für meine Person erst ab 8:15 auf. Da ist doch irgendwas Faul. Gibt es irgendwelche Rechstbeschlüsse im Internet die ich ggf. ausdrucken und ihm unter der Nase reiben kann? Wäre sehr dankbar wenn mir jemand mal Tipps geben kann bzgl. dem allen. Er meint Anfahrten zur Baustelle, Materialien kauf etc. gehört nicht zur Arbeitszeit. In einem Praktikum damals habe ich das aber noch anders in Erinnerung ...

Vielen lieben Danke im voraus

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Jennerwein
Status:
Praktikant
(510 Beiträge, 159x hilfreich)

auf gut deutsch : dein Chef verar...dich nach Strich und Faden

§ 612 BGB
Vergütung

(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

von dir zu erwarten, den ganzen Tag mit dem Chef herumzuziehen, Material einkaufen, Vorbereitungen treffen, Schutt entsorgen,
ohne diese Zeit vergütet zu bekommen, kann nicht funktionieren,
du erfüllst dadurch "fremde Bedürfnisse", und zar die, deines Arbeitgebers

Arbeit ist jede Tätigkeit, die als solche der Befriedigung eines fremden Bedürfnisses dient (BAG 8. März 1961 - 4 AZR 71/59 - BAGE 11, 23 , 26; 11. Oktober 2000 - 5 AZR 122/99 - BAGE 96, 45 , 51; 16. Januar 2002 - 5 AZR 303/00 - zu I 1 a der Gründe, AP EntgeltFG § 2 Nr. 7 = EzA EntgeltfortzG § 2 Nr. 2; 14. November 2006 - 1 ABR 5/06 - BAGE 120, 162 , 169)





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"Tra il dire e il fare c’è di mezzo il mare.
(Zwischen Reden und Tun liegt das Meer) ital.Sprichwort"

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#2
 Von 
Robben
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Soweit so gut,

danke für deine Antwort. Wie sieht es jedoch mit den Anfahrtswegen aus? In der Firma wo ich mal ein Praktikum gemacht habe war Arbeitsbeginn um 7 Uhr. Versammelt waren die Mitarbeiter schon vorher im Lager und dann punkt um 7 stiegen auch erst alle in ihre Autos um auf die jeweiligen Baustellen zu fahren. Eine Aufklärung und Rechtsspruch wäre toll.

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#3
 Von 
Juergen703
Status:
Schüler
(217 Beiträge, 68x hilfreich)

ich würde die AFA oder ARGE informieren.

So etwas muß man sich nicht gefallen lassen.

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"Jürgen"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2525x hilfreich)

quote:
Mein Vertrag umfasst 46 Arbeitsstunden in der Woche bei einem Lohn von


quote:
Wie dem auch sei ist es so das ich fast den Gesamten Monat mit unterwegs bin und die Stunden so gerechnet bzw. abgezogen werden das ich Tatsächlich nur auf diese 46h/Monat komme.


???

quote:
Ich bin Machtlos da ich nicht Kündigen kann.


Welche Wunschantwort möchtest Du gerne haben?

quote:
Gibt es irgendwelche Rechstbeschlüsse im Internet die ich ggf. ausdrucken und ihm unter der Nase reiben kann?


Und das soll helfen? Führst Du denn wenisgtens genau Buch über die Stunden und Tätigkeiten?

quote:
Tätig bin ich im Bauwesen bzw. Tiefbau.


Also richtige Arbeiten im Bauhauptgewerk?

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#5
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17785 Beiträge, 8026x hilfreich)

Die Fahrt geht im Unternehmen los?
Dann zählt ab dem Moment die Zeit als Arbeitszeit.

Ausführlich zu den Wegezeiten:

http://www.kh-giessen.de/archiv-newsletter-templ/september-2010/wegezeit.html

Im ersten Schritt sollten Sie dem Arbeitgeber erklären, dass Sie erwarten, dass die Wegezeiten und Rüstzeiten bezahlt werden.

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#6
 Von 
Robben
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Juergen703,

Es ist so das er sich die Zeiten so zusammenlegt das ich auf 46 / Monat komme. Jedoch wären es mit Sicherheit 120 oder mehr. Dinge wie Materialien Beschaffungen, Arbeitswege, Dinge während der Arbeit wie Schnüre spannen, auf höhe bringen etc. wird mir alles abgezogen. Laut seinen Aussagen sind das ja keine arbeiten und wir verdienen kein Geld in diesem Zeitraum ... Und wegen der Kündigung, ich kann nicht kündigen da ich sonst 3 Monate kein Geld bekomme vom Amt.

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#7
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1258x hilfreich)

/// ... ich kann nicht kündigen da ich sonst 3 Monate kein Geld bekomme vom Amt

Du solltest jedenfalls deine Erfahrungen sorgfältig dokumentieren und dem Sachbearbeiter vorlegen. "Einfach so" kündigen verstehen die bei der AA natürlich nicht, wie auch.

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#8
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6990 Beiträge, 3901x hilfreich)

Mal abgesehen davon, dass es bei einem Minijob sowieso keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld gibt.

Wenn man weiß, wie lange man gearbeitet hat, dann kann man doch errechnen, was man eigentlich hätte bekommen müssen und den Differenzlohn einklagen. Im Bauhauptgewerbe gibt es allerdings allgemeinverbindliche Tarifverträge, die Verfallfristen vorsehen. Weit zurück wird man daher nicht kommen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Robben
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Habe noch gute 7 Monate Rest Anspruch auf ALG.

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