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Minijob Urlaubsanspruch??

 Von 
some
Status:
Schüler
(194 Beiträge, 25x hilfreich)
Minijob Urlaubsanspruch??

Hallo,

ich habe folgendes Problem: Ich arbeite schon seit mehr als 1 Jahr in einem Minijob, bisher habe ich keinen Urlaub beansprucht, weil mein Arbeitgeber meinte, ich müsse dann selber eine Urlaubsvertretung stellen (die dann natürlich MEIN Geld bekommt).

Nun habe ich aber gelesen, dass dies gar nicht der Fall IST, wie verhalte ich mich nun?

Ich arbeite auf Stundenbasis, jede Stunde die ich arbeite muss ich mit Unterschrift versehen lassen und bekomme sie dann vergütet( habe ich nicht gearbeitet, gibt es kein Geld) In der Woche arbeite ich Mo, Di, Do und Fr, jeweils 1-2 Stunden.

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Geld Problem Urlaub Urlaubsantrag


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17328 Beiträge, 7632x hilfreich)

Sie sollten einen Urlaubsantrag stellen!
Wenn andere Arbeitnehmer in dem Betrieb beschäftigt sind, haben Sie denselben Urlaubsanspruch wie diese.
Ihr Mindesturlaubsanspruch beträgt 4 Wochen. Auf Lohnfortzahlung besteht auch ein Anspruch.

Infos dazu:
http://www.400-euro.de/400/arbeitsrecht.html

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#2
 Von 
some
Status:
Schüler
(194 Beiträge, 25x hilfreich)

Frage ist nur, was mache ich, wenn ich kein Geld bekomme? Es ist ja dann auch ganz einfach, mich zu kündigen, die nächste Aushilfskraft kommt bestimmt :(

Mein Mann arbeitet auch bei dem gleichen AG, ihm habe ich auch schon gesagt, dass wir Anspruch auf bezahlten Urlaub haben. Wir haben noch einen Vertreter über uns, an den hat sich mein Mann schon gewandt, wegen Urlaub. Aber wohl erfolglos. Ich bin jedenfalls nicht mehr gewillt, das so hin zunehmen. Wir haben diesen Monat auch für jmd Urlaubsvertretung gemacht und da mein Mann noch einen Hauptjob hat, kamen wir zeitlich ganz schön in Schleudern. Lange macht mein Mann diese Doppelbelastung auch gesundheitlich nicht mehr mit!!

Ich weiß echt nicht weiter. Konnte leider gestern nicht weiterschreiben, da ich weg musste.

Wir haben leider auch keinen Arbeitsvertrag, nur eine Bescheinigung, in der aber weiter nichts steht.
Unser Vorarbeiter ist fest angestellt und hat erst vor kurzem Urlaub gehabt.

Habe mal bei der Knappschaft gestöbert und dort stand ja auch , dass wir Urlaubsanspruch haben und dass wir keine Urlaubsvertretung stellen müssen.

Nur was passiert, wenn die nicht zahlen wollen und wir dann vielleicht noch gekündigt werden??

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#3
 Von 
nutellamonster
Status:
Schüler
(217 Beiträge, 28x hilfreich)

Ein Urlaubsantrag ist ja nun kein Kündigungsgrund, sondern das Recht eines jeden Arbeitnehmers. Sollte also eine Kündigung ausgesprochen werden, und (am besten noch vor Zeugen) gesagt werden, dass diese auf Grund des Urlaubsantrages geschieht, dann Kündigungsschutzklage!

Ansonsten (meine ganz private Meinung) würde ich es mir sehr gut überlegen, ob das bißchen mehr an Geld solche Unzumutbarkeiten (die ja nach Deiner Schilderung schon in gesundheitlichen Problemen enden) rechtfertigt... Ich weiß, man muss sehen, wo man bleibt, aber Arbeitgeber müssen eben auch sehen, dass sie nicht für alle Schikanen einen Deppen finden, der's mitmacht (das soll keinesfalls Euch meinen!!)

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#4
 Von 
some
Status:
Schüler
(194 Beiträge, 25x hilfreich)

Problem ist ja leider das liebe Geld, aufgrund der beiden Minijobs haben wir es geschafft, nicht auf das Amt angewiesen zu sein. Es ist zwar immer noch sehr wenig Geld, aber es ist zu schaffen.

Mein Mann sucht auch dringend eine Vollzeitstelle, nur ohne Ausbildung und in seinem Alter ist dies ein Problem. Dass ich Vollzeit arbeite will er auch nicht!

Leider musste man in den 70ern und 80ern
nicht unbedingt eine Ausbildung haben und wer konnte da schon voraussehen, dass man nach 20 Jahren dann doch, allerdings aus beruflichen Gründen, kündigen muss und dann solche Schwierigkeiten hat, einen gutbezahlten Job zu finden.

So schlägt man sich also mit 3 Jobs durch und muss trotzdem auf alles verzichten.

Trotzdem lassen wir mal lieber nicht den Kopf hängen, danke für eure Antworten, mal sehen, was bei rauskommt!

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#5
 Von 
Dr. Eschflegel
Status:
Lehrling
(1055 Beiträge, 307x hilfreich)

Ich kenne das leider auch und diese frühkapitalistischen Verhältnisse trifft man leider vieler Orten an. Die AG, die das hier lesen, aber ihren "Deppen" weder den ihnen zustehenden Urlaub anbieten (geschweige denn einen ordentlichen Urlaubsplan für alle Mitarbeiter anlegen, das müssen sie nämlich nicht..) werden sich ins Fäustchen lachen. Denn: Mokiert sich jemand, kann er sicher den Urlaubsantrag nicht als Kündigungsgrund angeben, das ist wohl wahr. Aber die AG haben soviele Möglichkeiten, Abmahnungsgründe (die dann reguläre Kündigungsgründe darstellen und für die man kaum Gegenbeweise antreten kann) zu erfinden, dass es für sie ein leichtes Spiel ist, jemanden wieder loszuwerden. Außerdem sind es ja meist auch diese herrlichen "befristeten Arbeitsverträge", die dann eben auslaufen, wenn man sich nicht an die (wiederrechtlichen)"Gepflogenheiten" hält. Ist man auf das Geld oder alleine das Glücksgefühl, in der Gesellschaft gebraucht zu werden, angewiesen, macht man alle ******* wohl oder übel mit. Man kann die Minijobzentrale informieren oder beim Arbeitsgericht Klage einreichen. Aber den Job ist man los. Wenn mehrere Minijobber da sind kann ich nur empfehelen: Der nächste, der rausfliegt, mit dem sollte man sprechen und ihn davon überzeugen, dass er fehlenden Urlaub usw. meim Arbeitsgericht einklagt. Vielleicht hat der AG dann ein Einsehen.

Für alles andere gilt: Klappe halten. Personalräte gibts kaum noch. Also Augen zu und durch.

Natürlich kann man mal höflich anfragen, wie das mit bezahltem Urlaub ist und ob man denn endlich mal eine Monatslohnbescheinigung bekommt, aus der normaler Weise in irgendeiner Spalte der Anspruch der Anzahl der Urlaubstage hervorgeht. Aber die AG haben nun mal alle Freiheiten, der Arbeitnehmer nicht. Trotz CDU und SPD !

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