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Minijob-Vereinbarung

27.5.2019 Thema abonnieren
 Von 
birgit12345
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Minijob-Vereinbarung

Guten Tag!

Ist ein Minijob der folgenden Art zulässig:

Eva schließt mit Firma X einen unbefristeten Minijob-Vertrag
mit den folgenden Konditionen:
Monatsentgelt: 450 Euro
Arbeitszeit: 12 Tage a 8 Stunden, die NUR im Januar geleistet werden.

Mit anderen Worten: Eva arbeitet NUR im Januar, bekommt jedoch jeden Monat des Jahres 450 Euro überwiesen.

(Nehmen wir einfach an: Eva ist IT-Spezialistin - und der Tagessatz von 450 Euro ist für beide Parteien lukrativ).

Vielen Dank!
VG

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ratlose mama
Status:
Praktikant
(625 Beiträge, 305x hilfreich)

Und was ist die Frage?

Beim Minijob müssen doch die geleisteten Stunden nachgewiesen werden.

Das geht für den Januar und man bekommt 450 €, in den anderen Monaten bekommt man die 450 € wofür? Und ist das dem AG bewusst?

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#2
 Von 
holwir
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zu Ihrer Frage: "Und was ist die Frage?"

Habe ich mich so undeutlich ausgedrückt?

Eva leistet im Januar im Voraus alle Arbeitstage für das komplette Jahr,
bekommt Ihr Gehalt jedoch in 12 Monats-Raten a 450 Euro.

Das war meine Frage!
Ob ein solches Konstrukt zulässig ist!?

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17114 Beiträge, 7533x hilfreich)

Es handelt sich hier um keinen Minijob und das Konstrukt entspricht nicht den gesetzlichen Regelungen. Ganz gut erklärt ist das hier:
minijob-zentrale.de:

Zitat:
Beschäftigen Sie Ihren Arbeitnehmer nur wenige Monate im Jahr in Vollzeit, das restliche Jahr aber so stark reduziert, dass sein Jahresverdienst die 5.400-Euro-Grenze nicht übersteigt, handelt es sich um eine erhebliche Schwankung. Damit ist Ihr Arbeitnehmer nicht durchgehend ein Minijobber.
Beispiel
Ein Arbeitnehmer verdient von Januar bis März monatlich 1.500 Euro und von April bis Dezember monatlich 100 Euro. Insgesamt beträgt sein Jahresverdienst 5.400 Euro. Von Januar bis März liegt kein Minijob vor, sondern nur von April bis Dezember.
Obwohl der Arbeitnehmer die jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro einhält, entspricht ein derartig schwankender Verdienst nicht dem natürlichen Verlauf eines Minijobs. Der Arbeitgeber hat die kurze dreimonatige Vollzeitbeschäftigung künstlich in die Länge gezogen, damit diese auf Jahressicht als geringfügig gilt. Bei einer Überprüfung kann so ein Fall beanstandet werden und es drohen Nachzahlungen.

-- Editiert von altona01 am 27.05.2019 15:27

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#4
 Von 
Ratsuchender@123net
Status:
Lehrling
(1095 Beiträge, 229x hilfreich)

Was würde IT-Spezialistin Eva denn sagen, wenn das Arbeitsverhältnis aufgrund einer im Februar arbeitgeberseitig ausgesprochenen Kündigung ein jähes Ende nehmen würde?

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(25978 Beiträge, 14281x hilfreich)

und der Tagessatz von 450 Euro ist für beide Parteien lukrativ Das wage ich zu bezweifeln - Firma X legt hier noch 30 % Nebenkosten drauf: Da ist nichts Lukratives dran...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(68167 Beiträge, 31815x hilfreich)

Je nach Größe werden die Firmen ja von der Rentenversicherung und dem Zoll regelmäßiger kontrolliert.

Dann werden Arbeitgeber und Arbeitnehmer Probleme bekommen, bei der Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben sind die Gerichte nicht sehr tolerant.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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