Minusstunden bei festen Arbeitstagen

15. April 2021 Thema abonnieren
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)
Minusstunden bei festen Arbeitstagen

Hallo,folgendes bei mir ,arbeite 18h in der Woche an 2 Arbeitstagen ( diese sind vertraglich Festgehalten )
15Jahre kein Problem gewesen ,jetzt Zeitabrechnungssystem eingeführt und ich schreibe nur noch Minus ,wenn ein Feiertag auf einen Arbeitstag fällt.Nach Rücksprache hieß es,ich werde zukünftig 1/5 Abgerechnet .Das heisst Feiertag 3.5h rest Minus.
Jetzt bekomm ich aber auch schon Minus an Feiertage die gar nicht meine Arbeitstage sind ?Alles rechtens sagt mein A G.wegen der 1/5 berechnung. Für was habe ich 2Feste Tage schriftlich vereinbart? AG sagt diese sind nicht bindent ,weil er das wie er will,bestimmen darf .urlaubstage habe ich übrigens 12 /Jahr .Kann mir vielleicht jemand helfen,da durchzublicken?[email=]

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



31 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107844 Beiträge, 38079x hilfreich)

Da hat wohl jemand die Software falsch programmmiert...



Zitat (von Schildi123mitglied):
ich werde zukünftig 1/5 Abgerechnet

Und welche Rechtsgrundlage wurde da angeführt als Begründung?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo danke erstmal. Ich komme noch nicht klar hier.
Begründung ist vomAg er darf das .Ich muss dazu sagen vor Jahren war eine Änderung ,diese wurde von anderen 2,3 Tageskräften unterschrieben ( diese bekommen jeden Feiertag gewisse Stunden und haben 30 Tage Urlaub) ich habe dies nicht unterschrieben ,wegen den 2 festen Tagen . Jetzt sagt er ,wegen mir programmiert man sicher nicht um ..das ist so und er ist im Recht .Mittlerweile habe ich 70minusstunden.Sogar in kurzarbeit 0 bekomme ich bei Feiertagen Minus ,des kann doch nicht sein.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107844 Beiträge, 38079x hilfreich)

Zitat (von Schildi123mitglied):
Jetzt sagt er ,wegen mir programmiert man sicher nicht um

Er ist also zu dumm oder zu faul, die Software an Deinen Arbeitsvertrag anzupassen ...



Zitat (von Schildi123mitglied):
Mittlerweile habe ich 70minusstunden.

In diesem Falle würde ich den Chef einmalig, schriftlich und mit Fristsetzung nach Datum (14 Tage) und Zustellnachweis auffordern, die fehlerhafte Zeitberechnung zu korrih´gieren.
Danach würde ich Klage vor dem Arbeitsgericht erheben.

Ich nehme an, das es auch keine vertragliche Vereinbarung über ein Arbeitszeitkonto gibt?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Könnt sein.
Hab ich schon gemacht ,in schriftlich aufzufordern ,prallte ab. Ich habe Agumentiert die 15 Jahre war auch alles o.k mit Stundenrechnung .Geschweige den ,die schriftlich vereinbarten 2 festen Tage .Aussage er als AG darf bestimmen wie ,wann wo wer arbeitet.Da verlier ich vor jedem Gericht ,seine Aussage.
Also vor der elektronischen Erfassung ,haben wir uns in Listen jeden Tag eingeschrieben .kommen ,gehen ,Pause.Bin jetzt 30 Jahre in dieser Firma und maßlos enttäuscht wie man jetzt behandelt wird .Den natürlich durch Ansprache von den Ungereimtheiten ,ist man jetzt ein Störenfried.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hab auch schon gegoogelt,vom den Gesetzen her ,definiete ich ,ich habe Recht .Als ich von Vollzeit auf Teilzeit reduziert habe ,habe ich diese 2 Tage geäußert und er hatt schriftlich zugestimmt und es wurde schriftlich im Vertrag festgehalten. Die 2 Tage werden seit dem auch so(15 Jahre) im Dienstplan geschrieben, nur wenn jetzt ein Feiertag ist bekomm ich -.Normal müsst ich doch die Stunden trotzdem bekommen ,laut Gesetzgebung, da es 2 feste Tage sind und ich auch nur an diesen Geplant bin.Auf versuche dieses zu bereden mit AG redet er soviel, das man am Schluss gar nichts mehr kapiert. Hab ich Chancen vorm Arbeitsgericht ? Sorry ,wenn es bisschen wirr ist, bin sehr aufgewühlt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107844 Beiträge, 38079x hilfreich)

Zitat (von Schildi123mitglied):
Auf versuche dieses zu bereden mit AG redet er soviel, das man am Schluss gar nichts mehr kapiert.

Deshalb nicht mehr reden, nur schreiben.

Vor allem nichts unterschreiben ohne vorherige Prüfung.



Zitat (von Schildi123mitglied):
Hab ich Chancen vorm Arbeitsgericht ?

Ja.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

3x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44643 Beiträge, 15899x hilfreich)

Zitat:
Begründung ist vomAg er darf das .


Tolle Begründung.

Nein, er darf das nicht und dazu möge er doch bitte einen Blick in den § 2 EntgFG werfen.

Zitat:
Hab ich Chancen vorm Arbeitsgericht ?


Ja, die liegen bei 100%.

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

Ich fasse Mal zusammen:
1. Wöchentliche AZ
Du hast einen AV über 18 Wochenstunden, verteilt auf 2 festgelegte Tage. Wenn ein Feiertag unter der Woche anliegt, an dem du arbeiten müsstest, schreibt die Zeiterfassung dir aber nur 3,5 Stunden gut,
Weil dein Chef mit 1/5 Wochenarbeitszeit rechnet, als mit einem Durchschnittswert (Mittelwert). (Wobei die Sache schon lange laufen muss, wenn 70 Minusstunde zusammengekommen sein sollen - das wären ja 20 Feiertage und so viele Feiertage im Jahr fallen nun auch nicht auf bestimmte Wochentage.)

Ganz klar: zu bezahlen bist du für tatsächlich geleistete AZ (Urlaub und Krankehti Mal außen vor gelassen. Folglich liegst du ganz richtig, dass es nicht stimmen kann, dir an Feiertagen nur 3,5 Stunden gutzuschreiben. Und Minus 3,5 Stunden schon gar nicht für Feiertage, an denen du gar nicht arbeitspflichtig wärest.

Im Mittelwert oder richtiger, indem dein Chef ihn so anwendet, liegt schon Mal der vmtl. grundlegende Fehler: es ist von der tatsächlichen AZ auszugehen. und ich frage mich, wie dein Chef rechnet, wenn du in Urlaub gehst oder krank wirst - das solltest du überprüfen,
(Angemerkt: wieso 3,5 ?? 18/5 ergibt 3,6 - also schon damit geht der Beschiss los.)

2. Urlaub
Du bekommst 12 Urlaubstage/Jahr bei 2 Wochentagen Arbeit, Leute, die 5 Tage arbeiten, haben 30 Tage.
Das passt, denn 12/2*5 ergibt auch für dich 30 Tage, gerechnet eben auf eine 5-Tage-Woche.

3. Dein Chef
Der liegt aber sowas von daneben mit seinen Behauptungen. Auch er hat sich an Vereinbarungen zu halten und es ist ein Glück für dich, dass du die beiden Tage schriftlich bestätigt bekommen hast. Wenn er gar so sicher ist, im Recht zu sein, kann er ja nichts dagegen haben, wenn du die Sache vor Gericht bringst. Das Arbeitsgericht wird ihm schon zeigen, woher der Bartel den Most holt.
Übrigens: die 70 Minusstunden können dir als bloße Zahl eigentlich egal sein - 'spannend' wird die Sache erst, wenn dein Chef Konsequenzen fordert, etwa, dass du die Zeit nacharbeiten sollst, oder dass er dir deswegen Lohn einbehalten will.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Blaubär, danke für dein Feedback.
Zu 1 :ja richtig 18h ,2Tage
Die 70Minus kommen zu stande, da mein Arbeirstag 9h hatt ,somit schreibe ich dann 5,5 h Minus .Da ich fr-Sa arbeite hatt sich bis dato ( Letztes Jahr auch) das summiert (viele Ft.Fr-Sa).Neu ist das ich jetzt bei Ft..Mittwoch z.b auch 5.5- habe ,da er hier auch plötzlich 3.5 rechnet ( auf Nachfrage, ist so ,macht Gerät ,kann man nicht ändern)
12 Urlaubstage stimmen ja ,hab es AG erklärt das alleine spricht (Zusätzlich mit festverankerten Tagen)dafür das er eben nicht .mich mit 1/5 rechnen darf (meine Meinung,hoffentlich richtig)
Ich weiss nicht wie ich argumentieren soll,wenn er die -Stunden einfordern will..ich denke ich brauch einen Anwalt .den über meine schriftlichen sowie mündlichen Aufforderungen ,lacht er nur u d stellt mich als doof hin..

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

/// ( auf Nachfrage, ist so ,macht Gerät ,kann man nicht ändern)
Dummes Zeug. Computer zeichnen sich dadurch aus, dass man im Prinzip alles programmieren kann.

/// Ich weiss nicht wie ich argumentieren soll, wenn er die -Stunden einfordern will. ...
Die Argumentation bedienst du doch schon die ganze Zeit; es lautet: die scheinbaren Minusstunden kommen von einer falschen Zeiterfassung. Und Nein - ich werde nicht nacharbeiten und nichts zahlen.
'Lachen' mag er, so viel er will - du weißt doch: wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Und du brauchst keinen Anwalt, wenn du vors Arbeitsgericht gehst / wirst gehen müssen. Den Anwalt würdest du übrigens selbst zahlen müssen.
Deine Aufzeichnungen sind schon Mal prima, sie sollten einigermaßen ordentlich geführt sein.
Was du schon wissen musst: ein Arbeitsgericht sucht sich die Wahrheit nicht aus einem Wust von Daten heraus, es erwartet eine schlüssige Darstellung dessen, worin man sich in seinen Rechten geschmälert sieht. Klingt bombastischer, als es ist. und ist in deinem Fall ganz einfach: Der AG bringt dich durch die Art der Zeiterfassung um geleistete Stunden und um den Lohn dafür, indem er dir Stunden für Feiertage unter der Woche kürzt.

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9806 Beiträge, 4014x hilfreich)

Es ist doch erstmal "relativ" egal welch beknackte Zahlen die Zeiterfassung auswirft, viel wichtiger ist was am Ende des Monats auf der Abrechnung steht.
Werden dort die fehlerhaften Zahlen ebenfalls berücksichtigt?



-- Editiert von spatenklopper am 16.04.2021 12:50

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke blaubär,auf den Mund gefallen bin ich ehrlich nicht (natürlich gepaart mit Höflichkeit) ihr macht mir Mut das durchzuziehen.

spatenklopfer:Gehalt bekomme ich wie immer.Da wird nichts abgezogen .

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Übrigens hab ich schon Rechtschutz,die würden das übernehmen .Ich hab dort schon mal angerufen,hatte aber immer noch eine Hemmschwelle ..Jetzt dank euch ,nicht mehr.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

.... dann bist du ja schon ein Stück weiter.

Einen kleinen Fehler möchte ich korrigieren: ich hatte die 70 Minusstunden durch 3,5 geteilt gehabt und mich über das Ergebnis gewundert. Aber die 3,5 h sind ja der Wert, der dir gutgeschrieben wird, während dir 5,5 Stunden vorenthalten werden. 70/5,5 ergibt dann 12,72 Tage. Es sollten allerdings glatte Stunden herauskommen oder halbe bei ungeraden Zahlen (5,5*12 = 66,0 oder 5,5*13=71,5 usw). Da muss also noch was anderes sein, das die Angabe mit genau 70 Minusstunden erklärt.

Du wirst die Feiertage seit Einführung der Zeiterfassung auflisten müssen, an denen du um deine AZ gebracht worden bist (, wenn du es nicht schon hast). Ggf. hilft dir die Suche nach Wochenfeiertagen via Suchmaschine.

Zur Berechnung des Lohns an Feiertagen lies
https://www.papershift.com/blog/feiertage-in-der-stundenabrechnung

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(26680 Beiträge, 4959x hilfreich)

Zitat (von Schildi123mitglied):
Gehalt bekomme ich wie immer.Da wird nichts abgezogen .
Da ist zunächst doch auch weder eine RS-Versicherung oder gar ein Anwalt nötig.

Zitat (von Schildi123mitglied):
jetzt Zeitabrechnungssystem eingeführt
Was ist JETZT? Seit wann denn?

Du hast seit der *neuen Systemzeit* also weder weniger Lohn erhalten noch irgendwelche Stunden nacharbeiten müssen?
Warum lacht dein Chef ?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke Blaubär,hab ich gemacht.
Anami:Eingeführt Januar 2020
Seit dem Streitigkeiten. Sollte etwas Unterschreiben das 1/5berechnung rechtfertig(quasi er kann mich dann einteilen,wie er mag) habe ich nicht getan .Darauf hin würde gesagt, man finde mittel und Wege ,mich zu kündigen. Trotz das ich nicht unterschrieben habe,erfolgt diese 1/5 Abrechnung .Stunden habe ich verweigert zu nacharbeiten,weil ich sage ,das stimmt nicht .AG hatt bis dato noch nichts gegen mu h ei geleitet.Würde ich Abmahnung swegn bekommen ,würde ich sicher zum Anwalt gehen .Darum bin ich hier gelandet ,es muss mal klipp und klar eine Ruchtung her .Ich erfülle meinen Vertrag ,den wor schriftlich festgehalten haben,also er doch bitte auch. Er ignoriert einfach die 2fixen Tage und das darf er nicht .Dann hätten wir sie ja nicht vertraglich festhalten brauchen .u d das entgeldfortzablungsgesetz sagt ja eigendlich klipp und klar,das ich von den h so zu berechnen bin ,als hätte ich gearbeitet. Mit 70- schulde ich ja quasi AG schon ein Monatslohn.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

/// Darauf hin würde gesagt, man finde mittel und Wege ,mich zu kündigen

.... das ist im Prinzip leider möglich und setzt einiges an Böswilligkeit voraus. Tröstlich für dich, dass er offenbar doch noch nix in der Art unternommen hat.

/// Er ignoriert einfach die 2 fixen Tage ...

Was genau heißt das: ignoriert? Lässt er dich an anderen Tagen als den vereinbarten arbeiten?

Und - da das jetzt ja schon seit bald anderthalb Jahren geht - schau doch bitte in deinen AV. Steht da ein Passus, eine Klausel Ausschlussfrist?
Und zur Vervollständigung des Bildes: Wie groß ist der Betrieb?

-- Editiert von blaubär+ am 16.04.2021 16:01

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry ,wenn ich mich doof ausdrücke.mit Ignorieren meine ich korrekte Stunden rechnen,nein er teilt mich nicht an anderen Tagen ein.liegt jetzt aber nicht an mir ,will er nicht (das ist ja fast skurille) da hält er sich wirklich seit 15 Jahren korrekt dran.Nur die Verrechnung stimmt nicht mehr .Vor der elektr.war alles in Ordnung .stundenabrechnung korrekt samt Feiertagen ect.
Im Av steht nichts von Ausschlussfrist. Der ist auch 30 Jahre alt. Und in den Vertragsanhang als ich teilzeit ging ,nur die Stunden und die 2 Tage an denen ich sie arbeite.
Grosse Firma ,hier 35Mitarbeiter
Filialen Deutschlandweit

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

Gut. Dann ist geklärt, dass es 'nur' um den Stundenklau geht, der allerdings bis heute ohne Folgen für dich bleibt.
Dass es keine Ausschlussfrist in deinem AV gibt, bedeutet, dass die gesetzliche Verjährung von 3 Jahren gilt. Heißt für dich, dass du ggf. die angeblichen Minusstunden der ganzen Zeit nachfordern kannst, sollte deinem Chef eben doch Mal einfallen .... ich wiederhole mich.
Die Größe des Betriebs sichert immerhin, dass das Kündigungsschutzgesetz greift und eben dessen Regeln gelten - gar so leicht ist Kündigung dann nicht zu machen.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107844 Beiträge, 38079x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Da ist zunächst doch auch weder eine RS-Versicherung oder gar ein Anwalt nötig.

Wie kommt man eigentlich auf so einen gefährlichen Unfug?

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Harry van Sell,ich werde nächste Woche Anwalt dazu ziehen ,für das hatt man ja Rechtschutz,hab eh schon zu lange zugeschaut. Anami hatt es lieb gemeint ,aber ich gehe den sicheren Weg(für mich) .Durch das ganze Stundendurcheinander und den ganzen Gesetzen verlier ich eh schon den Überblick.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107844 Beiträge, 38079x hilfreich)

Zitat (von Schildi123mitglied):
Durch das ganze Stundendurcheinander und den ganzen Gesetzen verlier ich eh schon den Überblick.

Dann besser Fachleute ranlassen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

Schildi - mich überrascht, dass du jetzt nun so in die Vollen gehen willst.
Meine Konsequenz für den aktuellen Stand wäre auch eher zu entspannen und ruhig zu bleiben.
Du kannst dich eigentlich zurücklehnen, denn du weißt jetzt, was Sache ist: Es gibt eine falsche Stundenbuchführung, ja. Aber das ist ein Papiertieger.

Es bleibt eine gewisse Enttäuschung über die Firma, über den Chef - der ist in Sachen Arbeitsrecht offenbar gar nicht gut informiert und scheint auch in anderer Hinsicht 'schief gewickelt'. Aber nicht wirklich gefährlich, jedenfalls derzeit nicht. Was du 'Stundendurcheinander' nennst, hast du doch im Griff! Und Gesetze musst nicht du kennen, die kennt der Richter, wenn die Zeit kommt.
Also raus aus dieser ganzen Erregungsspirale und einen Gang zurückschalten. Die Enttäuschung wirst du runterschlucken müssen - die Vertreibung aus dem Paradies ist schon lange Realität.

Akut wird die Sache erst, wenn man von dir verlangt, die Stunden einzuarbeiten oder finanziell auszugleichen - aber vorher, rate ich, besser die Füße still und die Klappe zu halten. Denn die sinnlosen Diskussionen mit dem Chef kannst du dir auch schenken und in dich hinein schmunzeln: soll er doch reden ...
Allenfalls alle Vierteljahre einen Zweizeiler an die Zeiterfassung, dass man die angeblichen Fehlzeiten nicht anerkennt und für einen Buchungs- bzw. Systemfehler hält.

Da bin ich nun eher bei anami: Derzeit brauchst du keinen Rechtsschutz und keinen Anwalt, hast aber die Sicherheit, dass du darauf zurückgreifen kannst, wenn die Zeit reif ist. Wenn du jetzt mit einem Anwalt auftrumpfst, kann das auch vollkommen ungeplante Nebenwirkungen haben. Das mögen AG und speziell solche Chefs nicht, das empfinden sie als Kriegserklärung.
Aber es ist deine Entscheidung.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Blaubär, in Prinzip geb ich dir vollkommen recht ,aber ich bin es Leid .Der Umgang mit mir seit diese h Differenzen sind ,ist..sagen wir mal unterirdisch, Bosheit,bloss stellen )und das ehrlich gesagt ,geht mir in punkto ,weil ich ja vorher schon irgendwie wusste das es nicht richtig ist ,innerlich an die Substanz. Bin nicht zartbeseitet,kann einiges wegstecken, aber glaub mir ,es ist viel böses dadurch entstanden,daß ich "gewagt " habe ,schriftlich wie mündlich um Berichtigung zu bitten .In AG Sicht hab ich eine Kriegserklärung dadurch ausgelöst.
Ach ,alles kompliziert.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

Deine Hoffnung scheint zu sein, dass eine richterliche Klarstellung der Sachlage auch diese Schieflage behebt - wie man mit dir umgeht etc. - solche Hoffnung könnte trügen. Bei allem Verständnis: Gerade dann, wenn man die Situation so richtig satt hat, ist ein kühler Kopf angeraten. Du wirst ja noch ein paarmal darüber schlafen ....

1x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(26680 Beiträge, 4959x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wie kommt man eigentlich auf so einen gefährlichen Unfug?
Ich sehe hier JETZT noch immer nichts Gefährliches und auch keinen Unfug. Auch keinen gefährlichen Unfug.
Hat sich seit gestern auch nicht geändert.
Wie kommt man eigentlich darauf, dass der Chef zu doof sei?

WAS bitte sollte die RSV tun? WAS bitte sollte ein Anwalt tun?
Sollte ein RA die TE beraten, sollte ein RA das ZE-System des Betriebes prüfen?
Sollte die RSV dann diese Beratung zahlen bzw. durch Zusage solche Kosten decken?

Das Wort ---zunächst--- bedeutet : ---Jetzt--- noch nicht.
-----------------------------------------
@TE: Natürlich steht es dir frei, alle Mittel zu nutzen, die dir zu Verfügung stehen.
Was du nun in #24 schreibst---ist aber eine vollkommen andere Kiste.
Diese Kiste hat weder etwas mit Minusstunden noch einem evtl. falsch geführten Erfassungssystem zu tun.

Insofern: Ich meine nichts lieb. Ich schreibe meine Meinung zu dem, was ich hier als Sachverhalt erkenne.

Man könnte jetzt von #24 deine Antworten rückwärts lesen und es käme heraus:

-Du hast das System nicht verstanden, aber auch keinen Lohn-oder Zeitverlust.
-Du hast dir mit dem Verlangen nach Berichtigung ein Eigentor geschossen.
-Du wirst vom AG korrekt für 2 Tage/Woche bezahlt, gem. bestehendem AV.
-Der AG teilt dich nicht an anderen Tagen ein---ist sein Problem.
-Der AG hat bisher nicht verlangt, die Minusstunden rauszuarbeiten.

Man kann es auch so ausdrücken: Seit Januar 2020 hat dein AG dir Arbeitslohn für ca. 70 Stunden geschenkt.

Ganz was anderes: Hast du seit 01/2020 auch mal Plusstunden gemacht und diese irgendwann *abgefeiert/abgebummelt*?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Anami ,ich denke ich habe das System schon kapiert.Aber durch meine 2 festgelegten Tage ,wäre ja die Abbrechnung klar ,für AG eben nicht. Er behandelt mich wie eine Vollzeitkraft ,als würde ich ihm jeden Tag zu Verfügung stehen .nochmal ich habe keine Vertragsänderung .
Naja wie man sieht er mir 70h geschenkt? Ich sehe das so ,das ich ihm diese schulde,und er sie jederzeit einfordern kann,das heisst für mich Stunden zu arbeiten die ich nicht verantwortet habe ,nur weil ein Feiertag auf einen geplanten Arbeitstag von mir fällt. Endgeldfortzahlungsgesetz sagt doch das gleiche?
Und nein hatte noch nie Plusstunden ( und vorher eben auch keine -)da es immer diese 18h waren.und vor der elektronischen Einführung ein FT am Fr -oder Sa
Mit 9h verrechnet wurde ,hatt sich dann quasi aufgehoben.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

Es gibt doch keine offenen Fragen mehr derzeit.
Wozu also einen toten Gaul noch länger reiten wollen.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Schildi123mitglied
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Mit AG schon ,den die 2Feiertage diesen Monat lassen die h wieder steigen.Mich machen diese- kirre.
Sicher, mein Problem
Ich weiss was ihr meint .

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15266 Beiträge, 5862x hilfreich)

//// Mich machen diese- kirre.

Das ist mittlerweile wohl das größere Problem, dein Nervenkostüm, denn die Sache selbst ist ausdiskutiert und zwar voll in deinem Sinne. Nur hilft gegen dieses miese Gefühl im Bauch, diesen Zorn und dieses Ohnmachtsgefühl kein Rechtsforum und auch kein Anwalt.
Wie du wieder ins innere Gleichgewicht kommen kannst und zu der erforderlichen Gelassenheit, ist vll. mit einem richtig guten Freund, geduldigem Zuhören oder mit Hilfe einer quasi 'seelsorglichen' Betreuung zu machen.

1x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 241.287 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
98.671 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.
Geschlossen Neuer Beitrag
12