Minusstunden trotz AU-Bescheinigung?

10. April 2010 Thema abonnieren
 Von 
Was weiss ich?
Status:
Student
(2270 Beiträge, 786x hilfreich)
Minusstunden trotz AU-Bescheinigung?

Liebe User!

Eine Kollegin hatte ihren Wochenenddienst mit einem Kollegen aus der anderen Schicht getauscht.

An dem Donnerstag vor dem Wochenende, wo sie also hätte arbeiten müssen, hat sie verhoben (Pflegedienst) und sich für Freitag krank gemeldet (an diesem Tag ist sie dann auch zum Arzt hin). Der Arzt hat sie arbeitsunfähig krank geschrieben und zwar für 1 Woche, beginnend ab dem Freitag.

Nun ist sie trotzalledem am Samstag zur Arbeit gegangen, einfach, weil sie die Kollegen nicht hängen lassen wollte, merkte jedoch, dass sie wirklich nicht arbeiten konnten und blieb dann am Sonntag zu Hause (da sie ja die AU-Bescheinigung bereits abgegeben hatte).

Wieder im Dienst stellte sie fest, dass man ihr für den Sonntag Minusstunden eingetragen hat. Auf Nachfrage erklärte man ihr, dass sie hätte arbeiten müssen (weil sie ja den Dienst getauscht hatte) und die AU-Bescheinigung in einem solchen Falle nicht gelten würde. Für die anderen Wochentage, an denen sie krank geschrieben war, hat man ihr keine Minusstunden eingetragen.

Frage: Der AG erzählt uns immer gerne viel (Mist). Keinen Betriebsrat, da privater Anbieter von Pflegedienstleistungen. Trotzalledem: Welche Möglichkeiten hat die betreffende Kollegin sich gegen diese Willkür zu wehren?

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"Scientia potentia est.
Mein Beitrag darf gerne bewertet werden."

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2450x hilfreich)

quote:
Welche Möglichkeiten hat die betreffende Kollegin sich gegen diese Willkür zu wehren?


- Rumjammern
- Meckern und Schimpfen

oder wirkungsvoll

- Klagen

Wer krank ist wird so gestellt als würde er gerade seine normale Arbeit verrichten.

K.

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"Legasteniker, Dumm und mit angelesenem Halbwissen - Na und mir machts Spaß !!"

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#2
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1992x hilfreich)

1. das mit dem br ließe sich ändern, wenn die voraussetzungen stimmen (größe des betriebs) und die beschäftigten sich einig sind.
2. der tausch von schichten scheint vom AG doch anerkannt zu sein, so dass ein ursprüngliches frei im sollplan durch den tausch doch zu einer arbeitspflicht geworden ist. folglich müsste eine (wenn auch unerwartete) krankmeldung m.e. auch anerkannt werden. also: beharrlich bleiben, nach der rechtsgrundlage fragen.

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"... nach bestem Wissen :) .
"Das ganze Leben ist ein Quiz ...""

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