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Mobbing durch Arbeitgeber???

10.7.2011 Thema abonnieren
 Von 
smartie211
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Mobbing durch Arbeitgeber???

Hallo! Ich habe da einiges zu berichten über meinen Arbeitgeber, vielleicht hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht und weißt was man dagegen unternehmen kann.
Also ich arbeite in dem Lebensmittelmarkt seit 3 Jahren, es wurde schon immer verlangt daß wir 30 Minuten vor offiziellen Arbeitsbeginn erscheinen sollen um nötige Arbeiten zu erledigen, wie gesagt 30 Minuten unbezahlt, da ich als Kassiererin arbeite muß ich natürlich auch die Kassenabrechnung nach Feierabend machen, was auch so 15 Minuten unbezahlt bedeutet, und jetzt kommt es, unsere Chefin hat dem Filialleiter ausdrücklich befohlen die Ausgangstür nach 20 Uhr (Ladenschluss) abzuschließen! Angeblich zur unserer Sicherheit damit wir nicht überfallen werden! Ist doch Bull****, den ganzen Tag stehen uns auch keine Sicherheitsleute zur Verfügung, auch sonst steht die Tür stundenlang auf, auch bei Abrechungen die Mittags erfolgen. Ich weiß daß es nicht erlaubt aber was sollen wir machen? Betriebsrat haben wir nicht, Gewerbeaufsichtsamt rührt sich nicht, auch IHK unternimmt nicht viel. Hat jemand so etwas schon mal erlebt und wie ist das ausgegangen?


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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5012 Beiträge, 2476x hilfreich)

quote:
Betriebsrat haben wir nicht,

Die Antwort haben Sie sich bereits selbst gegeben.

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#2
 Von 
smartie211
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ach ja, ich vergass, wir werden dann nicht bis zum nächsten Morgen eingesperrt, wenn alle mit der Arbeit fertig sind dürfen wir gehen, aber am manchen Tagen macht das 60 Minuten für den Arbeitgeber....

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Unparteiischer
(9986 Beiträge, 4384x hilfreich)

das geht schon in richtung freiheitsberaubung. auf verlangen muss man euch gehen lassen. dass man den kundeneingang schließt, versteht sich eigentlich, aber man muss euch öffnen, wenn ihr es verlangt, oder es sollte einen hinterausgang geben, der von außen nicht geöffnet werden kann.
punkt eins wäre in meiner sicht, dass ihr möglichst kollektiv gegen den einschluss vorgeht. punkt zwei: polzei rufen, wenn man euch festhalten will.
natürlich geht es auch nicht, euch vor und nach der bezahlten arbeitszeit für lau arbeiten zu lassen. die längerfristige lösung heißt auch hier solidarisierung, mitglied werden in der zuständigen gewerkschaft.

n.b.: der mobbingbegriff taugt für diesen sachverhalt nicht.

-- Editiert am 10.07.2011 15:46

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#4
 Von 
kriegsrat
Status:
Praktikant
(540 Beiträge, 167x hilfreich)


eine vergütungspflicht für diese "gratis"-arbeiten ergibt sich schon
aus dem § 612 BGB

ob das versperren der ausgangstüre als "freiheitsberaubung" zu sehen wäre, möchte ich nicht unbedingt so werten,
da es ja sicher nicht der einzige "ausgang" wäre
auf jeden fall müsste es zusätzlich flucht-und rettungswege geben, die ein jederzeitiges verlassen des gebäudes gewährleisten
ansonsten hätte der AG ein problem,
dem sich sicherlich die gewerbeaufsicht annehmen müsste und würde

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#5
 Von 
smartie211
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

es handelt sich natürlich nicht um den Kundenausgang, es ist unsere Personaltür, die eigentlich auch eine Notausgangstür ist, aber wie alle anderen ab 20 Uhr verschlossen, nicht nur zugezogen. Sollte demjenigen der den Schlüssel hat etwas passieren müssen wir die Scheiben einschlagen, dass das alles eigentlich verboten ist wissen wir auch, diese Sachen sind uns alle klar, wir wissen nur nicht was wir dagegen unternehmen können, mir Chefin reden hat kein Zweck, die glaubt Gott zu sein, man kriegt die Sprüche: Wenns dir nicht passt kannst du gehen, klar, ist auch eine Alternative, aber dass ändert doch nichts, die macht weiter so, aber es muß doch was geben um der Frau das Handwerk zu legen, ohne daß wir den Arbeitsplatz verlieren, oder?

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#7
 Von 
blaubär+
Status:
Unparteiischer
(9986 Beiträge, 4384x hilfreich)

/// ... aber es muß doch was geben um der Frau das Handwerk zu legen, ohne daß wir den Arbeitsplatz verlieren,

verständlicher wunsch. nur: wer soll ihn erfüllen? es wird nur gehen, indem ihr solidarisch auftretet und euch gut informiert zeigt - denn ggü einer geschlossenen fraktion wird es die chefin sein, die probleme bekommt.

dein klagen scheint mir aber nur die spitze des eisbergs zu benennen - ich vermute, dass da noch mehr im argen liegt, z.b. die sache mit den arbeitszeiten.
vielleicht lässt du deinen vertrag doch mal von einem fachanwalt prüfen. vielleicht trefft ihr betroffene euch mal zu einem absacker nach arbeitsschluss. vielleicht wirst du auch gewerkschaftsmitglied und machst dich peu a peu arbeitsrechtlich schlau(er).

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