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Muss man als Sachbearbeiter einen Kollegen in ein Spezialgebiet "einarbeiten" ?

11.12.2019 Thema abonnieren
 Von 
guest-12312.02.2021 18:44:50
Status:
Beginner
(118 Beiträge, 25x hilfreich)
Muss man als Sachbearbeiter einen Kollegen in ein Spezialgebiet "einarbeiten" ?

Neue Situation in einer Firma.
Die bisherige Aufgaben eines älteren Mitarbeiters werden in der Abteilung auf alle verteilt. Jetzt soll dieser Mitarbeiter in das Fachgebiet von den Kollegen eingearbeitet werden, ohne dass er überhaupt Vorkenntnisse hat. Normaler Weise muss man dafür eine eigene Ausbildung haben (IHK).
Das ist eine langwierige Aufgabe, die zudem zu den vorhanden Arbeiten dazu kommt ohne dass Arbeiten weg kommen. Kann das der Arbeitgeber von den Kollegen verlangen?

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99931 Beiträge, 36991x hilfreich)

Das Einarbeiten dürfte zu den Pflichten gehören, Einarbeiten bedeutet aber nicht ausbilden.

Und wenn da andere Sachen für liegenbleiben müssen, erhöhte Zeitaufwände entstehen, den Vorgesetzten nachweislich informieren, er möge entsprechende Priorisierungen treffen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14121 Beiträge, 5437x hilfreich)

Zitat (von Vetlanda):
Normaler Weise muss man dafür eine eigene Ausbildung haben
Es gibt nur ganz wenige Berufe, für die man eine "Ausbildung" haben MUSS. Ich gehe mal davon aus, dass dies hier nicht der Fall ist. Ja natürlich kann der AG verlangen, dass ein neuer Mitarbeiter eingearbeitet wird. Das ist doch völlig normal.

Signatur:

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#3
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23344 Beiträge, 4588x hilfreich)

Zitat (von Vetlanda):
Kann das der Arbeitgeber von den Kollegen verlangen?
Selbstverständlich, denn verlangen kann der fast alles. Hat es wohl sogar schon verlangt.

Deine Frage dürfte eher sein, WAS muss ich als Kollege tun? WO sind die Grenzen?

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7427 Beiträge, 3052x hilfreich)

Der Kollege dürfte doch nicht völlig fern vom Schuß sein, arbeitstechnisch - immerhin sollen Kollegen, die einarbeiten sollten, ja auch dessen Aufgaben mit übernehmen....

Also ja, Einarbeitung kann durchaus verlangt werden, ansonsten wie Harry sagt.

Signatur:

"Valar Morghulis"

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#5
 Von 
guest-12312.02.2021 18:44:50
Status:
Beginner
(118 Beiträge, 25x hilfreich)

Der Kollege ist völlig Fachfremd, er könnte anfangs auch niemanden vertreten und das wäre nicht mit ein paar Monaten abgetan. Es entspricht mehr einer "Ausbildung" als Einarbeitung. Das geht in jedem Fall über das normale Maß hinaus und nein, Arbeitsmäßig wird nichts weggenommen.

Für das erforderliche Fachwissen gibt es eine IHK Fachausbildung mit Abschluss und selbst dann hätte man nur die Grundlagen auf die man aufbauen könnte, die hier aber nicht vorhanden sind. Hier muss man bei Adam und Eva anfangen, was sicher zeitaufwendig ist.



-- Editiert von Vetlanda am 13.12.2019 14:08

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23344 Beiträge, 4588x hilfreich)

Zitat (von Vetlanda):
Das geht in jedem Fall über das normale Maß hinaus
Das sollte man dem AG höflich und sachlich mitteilen.
Zitat (von Vetlanda):
Hier muss man bei Adam und Eva anfangen,
Auch das dem AG mitteilen, damit der erkennt--- das geht dort nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99931 Beiträge, 36991x hilfreich)

Zitat (von Vetlanda):
Es entspricht mehr einer "Ausbildung" als Einarbeitung.

Ausbildung muss man wie gesagt nicht machen.
Wobei die Grenzen da fließend sind.


Ich würde ihn nur einarbeiten und genau dokumentieren wo es hakt und welche Grundlagen fehlen - damit man dann substantiiert aufzeigen kann, das es weder Deine noch seine Schuld ist wenns nicht klappt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest-12312.02.2021 18:44:50
Status:
Beginner
(118 Beiträge, 25x hilfreich)

Danke für die Antworten. Inzwischen habe ich einen neuen Job und werde in Kürze das Unternehmen verlassen, sodass die Einarbeitung und die Verlagerung von Arbeiten u.U. auch auf meinen Arbeitsplatz keine Rolle mehr spielt. Die Kollegin, die einarbeiten müsste hat auch einen anderen Job. Die Dokumentation der Einarbeitung und das Aufzeigen von Defiziten ist ja auch arbeitsintensiv neben einer Einarbeitung und das Ganze ist einfach nicht zuzumuten bei dem Arbeitsanfall. Dazu kommt, dass der Kollege, der eingearbeitet werden sollte, gar keinen Bock auf die für ihn neue Arbeit hat. Das machte das Ganze natürlich noch um einen Touch problematischer.

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