Nach Kündigung - Rückzahlung Weihnachtsgeld

10. Februar 2014 Thema abonnieren
 Von 
fb367553-35
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 4x hilfreich)
Nach Kündigung - Rückzahlung Weihnachtsgeld

Nach einer fristgerechten Kündigung zum 28.2. fordert AG das gezahlte 13. Monatsgehalt (Weihnachtsgeld)zurück.

Ist das rechtlich in Ordnung, da kein schriftlicher Arbeitsvertrag besteht?

Es geht um die Arbeit als gelernte MfA.

Über Antworten wäre ich dankbar..

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9800 Beiträge, 4014x hilfreich)

Anfänglich noch ein paar Fragen.

1.) Wie lange bestand das Arbeitsverhältnis?
2.) Wurde schon immer Weihnachtsgeld gezahlt?


Davon ab: Insofern das 13 Gehalt nicht für 2014 im Voraus gezahlt wurde, sehe ich keine Grundlage zur Rückforderung.
Im Gegenteil, je nachdem wie 1 & 2 beantwortet werden, kann sogar ein anteiliger Anspruch für 2014 Ihrerseits bestehen.


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2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
fb367553-35
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 4x hilfreich)

zu 1. 14,5 Jahre
zu 2. jedes Jahr im November

hört sich gut an :-)

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1258x hilfreich)

Wenn du keinen schriftlichen Arbeitsvertrag hast, dürfte dein Chef seinerseits Probleme haben, eine Grundlage für die Rückforderung zu benennen. Auch die Dauer deiner Betriebszugehörigkeit spricht für eine betriebliche Übung, die dir das Weihnachtsgeld als Gehaltsbestandteil sichert.

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
fb367553-35
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 4x hilfreich)

" Auch die Dauer deiner Betriebszugehörigkeit spricht für eine betriebliche Übung, die dir das Weihnachtsgeld als Gehaltsbestandteil sichert. "

Und das bedeutet, er hat keine Handhabe?
Er muss mir das 13. Gehalt lassen?

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
fb367553-35
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 4x hilfreich)

Wenn im Tarifvertrag der MfA steht, dass das 13. Gehalt zurückgezahlt werden muss, gilt das dann nur wenn ich einen schriftlichen Vertrag hätte??
Mir wurde jetzt von einem Bekannten gesagt, dass ein mündlicher Vertrag ebenso bindend wäre...

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1258x hilfreich)

Ein mündlicher Vertrag ist genauso bindend - Frage nur, was er beinhaltet. Deine Angabe *gelernte MfA* habe ich für eine Berufsbezeichnung gehalten; wenn ein Tarifvertrag dahintersteht, wäre zu prüfen, ob du automatisch diesen Tarif angehörst. Das könnte dann der Fall sein, wenn du durch konkludentes Handeln diesen Vertrag faktisch akzeptiert hättest und er mit seinen Regeln auch für dich Geltung erlangt hätte in der Vergangenheit. Wenn es ein Tarifvertrag ist, dann gelten natürlich dessen Bestimmungen.
Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass deine Situation ein Fachanwalt anhand aller Details überprüfen muss.

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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1518x hilfreich)

Bevor man einen Fachanwalt beauftragt, sollte man den AG auffordern, seine Forderung nach der Rückzahlung zu begründen.

Sollte es eine derartige Regelung im Tarifvertrag geben, dann sollte man prüfen, ob denn das Gehalt der letzten Jahre auch dem Tarifvertrag entsprochen hat.


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1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
fb367553-35
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 4x hilfreich)

So, ich habe mal gegoogelt:

1) Die Arzthelferin erhält spätestens zum 1. Dezember eines jeden Kalenderjahres ein 13. Monatsgehalt in Höhe des letzten vollen Monatsgehaltes. Unregelmäßige Zahlungen (für Mehr-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sowie für Arbeit am 24. und 31. Dezember gem. § 7 oder unregelmäßige Abzüge (z.B. wegen unbezahlten Urlaubs oder Krankheit) werden bei der Bemessung nicht berücksichtigt. Bei der Berechnung werden nur solche Monate gerechnet, in denen die Arzthelferin Entgelt oder wöhrend der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz Mutterschaftsgeld oder bei weiterbestehendem Arbeitsverhältnis Krankengeld erhalten hat. Für Zeiten des Erziehungsurlaubs besteht kein Anspruch; dies gilt nicht, wenn Teilzeitarbeit nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz geleistet wird.

(2) Hat das Arbeitsverhältnis nicht während des gesamten Kalenderjahres bestanden, so ermäßigt sich das 13. Gehalt; für jeden Monat des Arbeitsverhältnisses zu diesem Arbeitgeber oder dessen Rechtsvorgänger ist ein Zwölftel des 13. Gehaltes zu zahlen.

(3) Beginnt oder endet ein Arbeitsverhältnis im Laufe eines Kalendermonats, so ist der angefangene Monat bei der Berechnung des 13. Gehaltes voll einzubeziehen, wenn das Arbeitsverhältnis in diesem Monat mindestens 15 Kalendertage bestanden hat. Hat das Arbeitsverhältnis in einem Monat weniger als 15 Kalendertage bestanden, ist dieser anteilig zu berücksichtigen (1/30 pro Kalendertag).

(4) Bei der Berechnung des 13. Gehaltes für Zeiten der Mutterschutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz ist der Monat, in dem die Mutterschutzfrist endet, in die Berechnung voll einzubeziehen, wenn die Arzthelferin für mindestens 15 Kalendertage Mutterschaftsgeld bezogen hat. Hat die Arzthelferin in diesem Monat weniger als 15 Kalendertage Mutterschaftsgeld erhalten, erfolgt die Berechnung anteilig (1/30 pro Kalendertag).

(5) Bei Änderung der Vergütungshöhe während des Kalenderjahres aufgrund einer Änderung des Beschäftigungsumfanges oder Übernahme einer Auszubildenden in ein Arbeitsverhältnis ist aus den Bezügen für das gesamte Kalenderjahr das durchschnittliche Monatsgehalt zu ermitteln und bei der Berechung des 13. Gehaltes zugrunde zu legen.

Da ich keinen schriftlichen Vertrag habe, weiß ich nicht genau, nach welchem Vertrag ich vergütet werde.
Im Bundesmantelvertrag der Arzthelferinnen steht das Gleiche wie in diesem... das würde ja bedeuten, dass mir sogar noch 2/12 des diesjährigen 13. Monatsgehaltes zustehen würde.
Ich werde morgen mal beim Arbeitsgericht anrufen, und dann mit meinem Chef sprechen.

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