Nach Kündigung - keine Vergütung mehr

23. Juli 2012 Thema abonnieren
 Von 
Suu
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 8x hilfreich)
Nach Kündigung - keine Vergütung mehr

Hallo,

mein Freund hat am 01.02.2012 ein Praktikum (Einstiegsqualifizierung) bei einem Maurer begonnen. Er hat monatlich 216 € Vergütung bekommen, die sich der Arbeitgeber nach dem Praktikum von der Arbeitsagentur zurück holen kann.
Da mein Freund täglich mindestens 10 Stunden gearbeitet hat und der Arbeitgeber ihn wirklich schlecht behandelt hat, hat er sich nebenbei um eine Ausbildungsstelle bemüht. Er hat das Praktikum am 17.06.2012 zum 18.07.2012 gekündigt.

Im Vertrag steht folgendes:

Die Probezeit beträgt ............. Monat/Wochen.1 Während der Probezeit kann der Vertrag
jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist von beiden Seiten gekündigt werden. Nach der
Probezeit kann der Vertrag nur aus einem wichtigen Grund gekündigt werden. Der zu
1 Erläuterung: Die Probezeit soll bei einer Einstiegsqualifizierung von 12 Monaten höchstens zwei Monate betragen. Sie ist im
Übrigen nach Dauer der Einstiegsqualifizierung zu bemessen
Qualifizierende kann, wenn er die Einstiegsqualifizierung aufgeben oder eine andere
Beschäftigung aufnehmen will, mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen kündigen. Die
Kündigung muss schriftlich und - falls sie nach der Probezeit erfolgt - unter Angabe der
Kündigungsgründe erfolgen.


Er hat sich dann auch für die restliche Zeit krankschreiben lassen. Der Arbeitgeber hat schriftlich mitgeteilt, dass er die kündigung nicht akzeptiert und mein Freund zur Arbeit erscheinen solle.
Seit diesem Tag hat er keine Vergütung mehr erhalten.
Er hat bereits einen Brief geschrieben innerhalb von 7 Tagen das Geld zu überweisen..dies geschah bisher nicht.

Wie sollte er nun weiter verfahren?

Vielen Dank

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-- Editiert Suu am 23.07.2012 11:55

-- Editiert Suu am 23.07.2012 11:55

-- Editiert Suu am 23.07.2012 11:57

-- Editiert Suu am 23.07.2012 11:58

-- Editiert Suu am 23.07.2012 11:58

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32680 Beiträge, 17209x hilfreich)

Ausstehenden Lohn treibt man durch eine Lohnklage ein - googeln Sie das mal.

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#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8401 Beiträge, 3761x hilfreich)


Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, die nicht der Zustimmung des Betriebes bedarf. Die Krankmeldung muss allerdings unverzüglich erfolgen und -wenn länger als drei Werktage- mit einem Krankenschein belegt sein, sonst kann der Betrieb natürlich die Zahlung um die unentschuldigten Fehltage kürzen.

Ansonsten:
Die Vergütung steht dir zu und kann eingeklagt werden; wie Muemmel schreibt. Da ein solches Praktikum von der A-Agentur gefördert wird, solltest die auch informieren: Es kann nicht sein, dass der Betrieb die Förderung kassiert, aber nicht an dich weiterzahlt.

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8401 Beiträge, 3761x hilfreich)


Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, die nicht der Zustimmung des Betriebes bedarf. Die Krankmeldung muss allerdings unverzüglich erfolgen und -wenn länger als drei Werktage- mit einem Krankenschein belegt sein, sonst kann der Betrieb natürlich die Zahlung um die unentschuldigten Fehltage kürzen.

Ansonsten:
Die Vergütung steht dir zu und kann eingeklagt werden; wie Muemmel schreibt. Da ein solches Praktikum von der A-Agentur gefördert wird, solltest die auch informieren: Es kann nicht sein, dass der Betrieb die Förderung kassiert, aber nicht an dich weiterzahlt.

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#4
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17207 Beiträge, 6426x hilfreich)

/// Nach der Probezeit kann der Vertrag nur aus einem wichtigen Grund gekündigt werden.


... kleiner Scherz, oder? Auch dass man die Gründe nennen müssen soll. Eine solche Klausel kann keinen Bestand haben.


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#5
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8401 Beiträge, 3761x hilfreich)


Nein, kein Scherz: Berufsbildungsgesetz § 22 Abs. 3:

§ 22 Kündigung

(1) Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden.

(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden 1.
aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist,
2.
von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen.

(3) Die Kündigung muss schriftlich und in den Fällen des Absatzes 2 <B>unter Angabe der Kündigungsgründe erfolgen.</B>

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