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Nachtschicht erzwungen.

 Von 
JochenRochen
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Nachtschicht erzwungen.

Hallo zusammen,
gibt es in Deutschland ein Gesetz, dass vor Nachtschicht schützt, wenn die Arbeit genauso gut am Tag gemacht werden kann? Ich habe zwei Wochen Nacht und dann drei Wochen Frühschicht. Die Aufgaben der Nachtschicht könnten aber genauso gut auch Tagsüber gemacht werden. Wir haben die Nachtschicht nur, um als Infopoint für andere Abteilungen zu dienen, was aber so gut wie nie genutzt wird.

Gibt es da Möglichkeiten sich dagegen zu wehren?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Tag Nachtschicht Gesetz gut


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33405 Beiträge, 12929x hilfreich)

Das kommt auf den Vertrag an. Den kennen wir hier nicht. Aber grundsätzlich ist die Arbeitseinteilung Sache des Arbeitgebers.

wirdwerden

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(13392 Beiträge, 5309x hilfreich)

Das Direktionsrecht des AG berechtigt ihn festzulegen, wie AN ihre Arbeit machen, zu welchen Zeiten usw.
Von daher ist nicht zu sehen, wie die Einschätzung eines oder mehrerer AN, die Arbeit könne genau so gut anders bzw. hier zu anderen Zeiten erledigt werden, daran was ändern soll. Es mag ja Gründe geben, die für AN nicht ohne weiteres zu erkennen sind.
Überzeugen könnte den AG ggf., dass diese Organisation unnötig Kosten verursacht, also gewissermaßen als Vorschlag zur Einsparung.

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#3
 Von 
RrKOrtmann
Status:
Lehrling
(1013 Beiträge, 587x hilfreich)

Zitat (von JochenRochen):
gibt es in Deutschland ein Gesetz, dass vor Nachtschicht schützt, wenn die Arbeit genauso gut am Tag gemacht werden kann?


Ja.

Arbeitnehmer haben das gesetzliche Recht, über die Einführung, Lage und Länge von Nachtschichten mitbestimmen zu dürfen - das Gesetz verlangt dafür "nur", dass sie sich zusammenschliessen und ihre gewählte Vertretung (mit-)entscheiden lassen.

Zitat (von JochenRochen):
Wir haben die Nachtschicht nur, um als Infopoint für andere Abteilungen zu dienen, was aber so gut wie nie genutzt wird.


Dann wird eine halbswegs vernünftige Arbeitnehmervertretung niemals einer so belastenden Arbeitszeit-Einteilung zustimmen, wenn keine betrieblichen Gründe ihre Einführung rechtfertigen kann.

Zitat (von JochenRochen):
Gibt es da Möglichkeiten sich dagegen zu wehren?


Ein individuelles Abwehrrecht gibt es gegenüber Anordnungen des Arbeitgebers nicht:

"Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen
näher bestimmen"

Es sei denn, bei der Anordnung der Nachtarbeit hat es der Arbeitgeber an billigem ( = gerechtem ) Ermessen fehlen lassen.

RK

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33405 Beiträge, 12929x hilfreich)

"So gut wie nie genutzt", das ist schon toll. Sollte man in Vierteln, in denen es noch nie gebrannt hat, noch nie jemand getötet worden ist, die Feuerwehr abschaffen, die Polizei, weil ja so gut wie nie was passiert? Hinter diesen Bereitschaftsdiensten/Schichtdiensten stehen doch immer andere Belange.

wirdwerden

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#5
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8886 Beiträge, 3825x hilfreich)

Zitat (von JochenRochen):
Wir haben die Nachtschicht nur, um als Infopoint für andere Abteilungen zu dienen


Zitat (von JochenRochen):
...wenn die Arbeit genauso gut am Tag gemacht werden kann?


Wie wollt Ihr diese Arbeit denn tagsüber erledigen, wenn Ihr als Infopoint für die anderen Abteilungen der Nachtschicht dient?

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92032 Beiträge, 35795x hilfreich)

Zitat (von JochenRochen):
Gibt es da Möglichkeiten sich dagegen zu wehren?

Man kündigt und sucht sich einen Job der nur tagsüber erfolgt. Oder umgekehrt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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