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Neue Mitarbeiter erhalten ein höheres Gehalt als ich mit einer 10 Jährigen Betriebszugehörigkeit

10.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)
Neue Mitarbeiter erhalten ein höheres Gehalt als ich mit einer 10 Jährigen Betriebszugehörigkeit

Ich habe erfahren das mehrere neue Mitarbeiter in meiner Firma ein höherers Brutto Gehalt erhalten als ich, obwohl ich schon über 10 Jahre in der Firma bin und ein Gespräch über eine Gehaltserhöhung abgelehnt wurde. Selbst neue Mitarbeiter die wenige Stunden pro Woche arbeiten, erhalten ein höherne Stundenlohn.

Klar soll man nicht wissen was jemand verdient, aber ich fühle mich extrem verarscht. Ich bin kein schlechter Mitarbeiter, da ich die neuen Mitarbeiter einweise und eine langjährige Erfahrung habe.

Was kann ich jetzt machen? Am liebsten würde ich gerne kündigen, weil es ein Unding ist, ich kann ja nicht zum Chef gehen und sagen dass andere mehr verdienen. Wie kann ich das Problem lösen? Ich möchte auch unnötig vom Arbeitsamt eine Sperre erhalten wenn ich selber kündige.

Selbst wenn die neuen Mitarbeiter genauso verdienen würden, wäre es schon ziemlich hart, aber gleich mehr? Das sind 70 Euro mehr als ich. Ich bin sehr enttäuscht und Wütend.

Bei der Branche handelt es sich um Kundensupport über die Telefonie/ E-Mail / Chat.

Danke im voraus und freue mich auf eure Ratschläge.

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50 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4901 Beiträge, 2310x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
Klar soll man nicht wissen was jemand verdient


Natürlich sollte man wissen, was die Kollegen verdienen.

Zitat (von mauro79):
Was kann ich jetzt machen?


Andere Arbeitsstelle suchen

Zitat (von mauro79):
Wie kann ich das Problem lösen?


Für höheren Stundenlohn woanders arbeiten.

Zitat (von mauro79):
ich kann ja nicht zum Chef gehen und sagen dass andere mehr verdienen


Wieso nicht?

-- Editiert von hiphappy am 10.06.2021 20:50

-- Editiert von hiphappy am 10.06.2021 20:50

-- Editiert von hiphappy am 10.06.2021 20:52

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#2
 Von 
Alter Sack
Status:
Praktikant
(643 Beiträge, 87x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
Am liebsten würde ich gerne kündigen, weil es ein Unding ist, ich kann ja nicht zum Chef gehen und sagen dass andere mehr verdienen.


Warum nicht? Natürlich kann man zum Chef gehen und ihn mit der Forderung nach einer Gehaltserhöhung konfrontieren. Man muss (und sollte) jedoch nicht die Quelle benennen von der man diese Information um das höhere Gehalt der neuen Kollegen hat. Es reicht aus das man diese Information hat.


-- Editiert von Alter Sack am 10.06.2021 20:56

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#3
 Von 
Intiron
Status:
Frischling
(38 Beiträge, 12x hilfreich)

Dieselbe Situation wie beim (bereinigten) Gender Pay Gap von 2-6%:
- mangelnde Eigeninitiative
- mangelnde Risikobereitschaft
- mangelnde Eigenverantwortung
- mangelnde Konfliktbereitschaft

Die „Neuen" dürften wohl besser verhandelt haben - sofern sie vergleichbare Aufgaben und Bereiche haben natürlich. Das steht dir ebenfalls frei. Freiwillig zahlt niemand mehr, warum auch?

Und wenn man sich abwimmeln lässt - umso besser für den AG!

Kenne deinen Marktwert und verkauf dich gut. Dann klappt das auch mit der Kohle. Gilt übrigens überall.

Wer die Klappe hält, sollte auch nicht noch dafür belohnt werden. Beim Handy- oder Stromvertrag bekommen Neukunden auch bessere Konditionen. Da muss man dann mal eben selbst was tun und verhandeln sowie notfalls Konsequenzen ziehen. Eigenverantwortung eben. Man kann’s heute nicht oft genug sagen.

Sprich mit dem AG, zeig ihm, dass du genauso. viel „wert" bist und zieh es durch.

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#4
 Von 
Alter Sack
Status:
Praktikant
(643 Beiträge, 87x hilfreich)

Zitat (von Intiron):
Die „Neuen" dürften wohl besser verhandelt haben - sofern sie vergleichbare Aufgaben und Bereiche haben natürlich.


Das wird regelmäßig nicht so sein! Vielmehr wird die Lage auf dem Arbeitsmarkt die ausschlaggebende Rolle spielen. In vielen Bereichen suchen Arbeitgeber händeringend nach qualifizierten Personal und sind auch bereit den neuen Kollegen mehr zu zahlen. Das damit Unruhe in die Belegschaft kommt wird wird der Not folgend billigend in Kauf genommen.
Der betroffene AN sollte hier klar seine Unzufriedenheit äußern, je überzeugender er das macht desto bester sind seine Chancen das er auch eine "Arbeitsmarktzulage" erhält.

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#5
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten! Hier noch ein paar wichtige Punkte die zu wissen sind.

Die neuen Mitarbetier haben nicht verhandelt, die haben das Gehalt direkt als Einstiegsgehalt erhalten. Und ja die Firma hat dringend neue Mitarbeiter gebraucht.

Ich kann es nicht nachvollziehen wie ich übers Ohr genauen werde, indem eine Gehaltserhöhung abgeschlagen wird und ich sogar weniger bekomme als eine Person die nicht mal eine Ausbildung hat.

Also folgende Punkte weiß ich jetzt. Ich kann erwähnen dass ich es gehört habe, aber sage nicht von welchem Mitarbeiter das ist, damit es auch keine Probleme gibt, richtig?


Ich kann mir schon denken warum es mit der Gehaltserhöhung nicht geklappt hat. Der Teamleiter der das Okay dazu gibt, muss es ja dem Geschäftsführer rechtfertigen, und ich vermute mal, er will sich damit Pluspunkte schaffen, damit er sagen kann, dass ich eine Mögliche Gehaltserhöhung abgeschlagen habe, und somit der Firma mehr kosten erspart blieben.

Der selbe Teamleiter weiß ja was die neuen Mitarbeiter verdienen, da er die auch eingestellt hat. Das ist echt ein Fass ohne Boden.

Jetzt frage ich mich... Besteht die Möglichkeit dass ich mit einer Abfindung kündigen kann , ohne dass der Arbeitgeber sagen kann dass die mich ja nicht Betriebsbedingt kündigen können, da die ja zuerst die anderen Mitarbeiter kündigen müssen, da die nach mir gekommen sind.

Ich bitte da um Rat. Ich möchte ungerne selbst kündigen, da mir die Möglichkeit einer Umschulung die vom Arbeitsamt bezahlt werden könnte verwehrt bleiben könnte, oder das mir die Abfindung durch die Lappen geht.

Selbst wenn die dann doch einnicken und mir doch die Gehaltserhöhung dann geben, habe ich keine Lust mehr bei der Firma zu arbeiten. Diese Aktion hat für mich einen bitteren Beigeschmack und habe Angst dass ich noch meine Möglichen Vorteile wie Abfindung/ Umschulung vom Arbeitsamt zu nichte mache. Klar wäre die beste Möglichkeit einen anderen Job zu suchen, aber das wird sicherlich Zeit in Anspruch nehmen. Was würdet ihr an meiner stelle machen?

Danke nochmal im voraus für eure Ratschläge.

-- Editiert von mauro79 am 10.06.2021 23:31

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89009 Beiträge, 35298x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
Besteht die Möglichkeit dass ich mit einer Abfindung kündigen kann ,

Ja, die liegt bei so ungefähr 0,000000001% ...



Zitat (von mauro79):
ohne dass der Arbeitgeber sagen kann dass die mich ja nicht Betriebsbedingt kündigen können, da die ja zuerst die anderen Mitarbeiter kündigen müssen, da die nach mir gekommen sind.

Ich habe keine Ahnung was man damit zum Ausdruck bringen will.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ja, die liegt bei so ungefähr 0,000000001% ...


Okay was würdest du an meiner stelle am besten machen?

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(89009 Beiträge, 35298x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
Okay was würdest du an meiner stelle am besten machen?

Da man sich eh was neues suchen will, schnellstens mit dem suchen anfangen.

Dann zum Chef gehen und das Gehalt neu aushandeln, sich die Argumente etc. vorher zurecht legen. Nicht abwimmeln lassen.
Bei erneuter Ablehnung, am nächsten Tag Kündigung mit Zustellnachweis senden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dann zum Chef gehen und das Gehalt neu aushandeln, sich die Argumente etc. vorher zurecht legen. Nicht abwimmeln lassen.


Danke, das werde ich machen. Als ich das Gespräch zuvor hatte, habe ich viele Argumente geliefert. Er sagte mir dann, damit kann ich nicht zum Geschäftsführer gehen. Das reicht angeblich nicht aus, und da muss noch mehr kommen.

Danke für deinen Ratschlag.

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#10
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3813 Beiträge, 1072x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
Ich kann mir schon denken warum es mit der Gehaltserhöhung nicht geklappt hat.

Weil der Arbeitgeber keinen Nutzen darin gesehen hat...

Wenn man berufliche Qualifikationen hat, die dringend gesucht werden - dann wird kein AG sich einer Gehaltserhöhung verschließen, zumal dann nicht, wenn neu eingestellte Mitarbeiter auch entsprechend mehr Gehalt bekommen.

Denn dann besteht das Risiko, daß der altgediente Mitarbeiter sagt: meine Qualifikation ist gefragt und wird dringend gesucht - wenn ich hier nicht mehr Geld bekomme, gehe ich eben zur Konkurrenz.

Wenn sich der AG das nicht sagt, gibt es Gründe dafür.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32710 Beiträge, 12796x hilfreich)

Offensichtlich will der Fragesteller vom Arbeitgeber gekündigt werden. Darauf besteht kein Anspruch. Und einen Anspruch auf eine Abfindung gibt es auch nicht.

Ist denn ein Betriebsrat da?

wirdwerden

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#12
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(12953 Beiträge, 5200x hilfreich)

Die Situation ist nicht schön für dich - andere kommen später und ziehen gehaltsmäßig an dir vorbei.
Gleichwohl: 'Übers Ohr gehauen' hat dich niemand. Du bekommst, was vereinbart ist. Du schwimmst bloß nicht mit auf der Welle wie die Neuen. Das kränkt dich, keine Frage, aber es ist deutlich was anderes, als 'übers Ohr gehauen zu werden'.
Solche Fantasien machen nur schlechte Stimmung - man sieht es ja: du warst jahrelang zufrieden und nun denkst du an Kündigung.

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#13
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Problem ist ja, dass ich zuvor ja über Gehaltserhöhung geredet habe. Der Teamleiter hat mir einen anderen Deal gemacht. Das hatte ich vergessen zu erwähnen. Und zwar dass es sich seiner Meinung nach kaum lohnt, da ich netto weniger bekomme weil die mir weniger geben und ich einen höheren Betrag wollte. Der alternative Deal ist, wenn ich täglich eine gleiche Anzahl an Verträge mache, bekomme ich in zirka 2 Monaten einen höheren Betrag Steuerfrei ausgezahlt. Das Problem ist nur, dass es nicht möglich ist täglich diese Zahlen zu machen, da es auch tage gibt, wo nichts los ist. Keiner von uns Mitarbeitern schafft es zudem auch.

Ich vermute mal, dass er den gleichen Brutto Betrag angeglichen hätte. Aber sorry, das kann doch nicht sein , dass ich über 10 Jahre in der Firma bin, und neulinge die das Gehalt nicht aushandeln schon mehr bekommen b.z.w das gleiche Gehalt alle bekommen. Dann soll ich mich Anfang 2022 nochmals melden, weil es angeblich Finanziell nicht zu stemmen ist :D

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#14
 Von 
Sunrabbit
Status:
Schüler
(460 Beiträge, 79x hilfreich)

Hast du wirklich in den Jahren gar keine Gehaltserhöhungen bekommen oder zumindest kleine - um zum Beispiel wenigstens die Inflation auszugleichen.

Ich kann deinen Frust verstehen. Und die neuen bekommen ja nicht mehr Geld, weil sie besser qualifiziert sind, sondern weil der Chef genau weiss, das er zu deinem Gehalt keine neuen Leute bekommen würde.

Was du noch machen könntest: Frage nach einem Zwischenzeugnis. Nach 10 Jahren ist das sicherlich keine schlechte Idee. Sag einfach, du möchtest es einfach auch mal schriflich haben wie dich dein Arbeitgeber beurteilt. Das kann schonmal jemand "aufwecken"... oder auch nicht.

Ansonsten sehe es als Chance dich mal auf dem Markt umzuschauen. Wenn man nicht gerade einen super spezialisierten Job macht, ist ein Jobwechsel nach 10 Jahren auch nicht verkehrt. Du brinst dann ja auch Erfahrungen und neue Sichtweisen zu deinem nächsten Arbeitgeber mit. Das wissen viele zu schätzen.

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#15
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Hast du wirklich in den Jahren gar keine Gehaltserhöhungen bekommen oder zumindest kleine - um zum Beispiel wenigstens die Inflation auszugleichen.


Ich habe nur einmal bisher eine Erhöhung von 130 Euro erhalten, von sage und schreibe 1700 Euro auf 1830 Euro Brutto. Ich bin zudem über 40 Jahre alt währenddessen die neuen Mitarbeiter um die 20 sind.

Danke für den Tipp mit dem Zwischenzeugnis. Das werde ich auf jeden Fall tun.

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#16
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Ist denn ein Betriebsrat da?


Leider haben wir keinen Betriebsrat.

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#17
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32710 Beiträge, 12796x hilfreich)

Na, dann würde ich so was mal lostreten.

wirdwerden

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#18
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(12953 Beiträge, 5200x hilfreich)

Zorn ist ein schlechter Ratgeber.
Du wirst wohl auch alleine darauf kommen, dass mit >40 J das Wechseln nicht mehr ganz so leicht fällt und objektiv nicht mehr so ganz leicht geht wie in jüngeren Jahren. Aber vielleicht ist es auch gerade noch rechtzeitig.

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#19
 Von 
taxpert
Status:
Lehrling
(1548 Beiträge, 408x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Zorn ist ein schlechter Ratgeber.
Stimmt!

Zitat (von blaubär+):
Du wirst wohl auch alleine darauf kommen, dass mit >40 J das Wechseln nicht mehr ganz so leicht fällt und objektiv nicht mehr so ganz leicht geht wie in jüngeren Jahren. Aber vielleicht ist es auch gerade noch rechtzeitig.
Das kommt immer darauf an, denn wenn das ...
Zitat (von mauro79):
Die neuen Mitarbetier haben nicht verhandelt, die haben das Gehalt direkt als Einstiegsgehalt erhalten. Und ja die Firma hat dringend neue Mitarbeiter gebraucht.
... stimmt, werden entsprechende andere Firmen auch händeringend neue Mitarbeiter suchen und gerne entsprechend mehr zahlen! Damit ist in vielen Bereichen grade jetzt der ideale Zeitpunkt zum Wechsel!

Zitat (von mauro79):
Klar soll man nicht wissen was jemand verdient, aber ich fühle mich extrem verarscht.
Solange im Arbeitsvertrag keine Stillschweigensvereinbarung zum Gehalt enthalten ist, darf jeder in D frei über sein Gehalt reden! Es ist nur eben typisch deutsch, dass aus dem eigenen Gehalt ein Staatsgeheimnis gemacht wird! Deshalb kann auch -zumindest rein rechtlich!- den neuen Kollegen gar nichts passieren, wenn Du "Ross und Reiter" während neuer Vertragsverhandlungen nennst! nennst!

Zitat (von mauro79):
Der selbe Teamleiter weiß ja was die neuen Mitarbeiter verdienen, da er die auch eingestellt hat.
Das heißt noch lange nicht, dass er den Vertrag in allen Einzelheiten kennt! Er ist für die fachliche Auswahl zuständig und kann auf die dringende Notwendigkeit der Einstellung hinweisen. Wer hat den deinen Vertrag damals mit dir ausgehandelt und unterzeichnet? Der damailge Teamleiter oder die Geschäftsleitung/Personalabteilung?

taxpert

Signatur:

"Yeah, I'm the taxman
and you're working for no one but me!"

The Beatles, Taxman

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#20
 Von 
RrKOrtmann
Status:
Praktikant
(923 Beiträge, 571x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
Klar soll man nicht wissen was jemand verdient,


Es gesetzlich vorgeschrieben, dass der Arbeitgeber offenlegen muss, was er anderen Mitarbeitern für gleiche oder gleichwertige Arbeit bezahlt - damit Betroffene Klarheit gewinnen, ob sie benachteiligt werden - Entgelttransparenzgesetz.

Allerdings "erlaubt" das Gesetz jede Art von Ungleichbehandlung aufgrund des Alters, Nationalität, Herkunft usw. Ungleichbehandlungen sollen mit der Entgelt-Transparenz nur insoweit aufgedeckt werden, wie Männer und Frauen ungleich bezahlt werden.

Zitat (von mauro79):
neue Mitarbeiter in meiner Firma erhalten ein höherers Brutto Gehalt obwohl ich schon über 10 Jahre in der Firma bin


Die Dauer der Beschäftigung ist für sich genommen kein Leistungskriteriem, das eine bestimmte Gehaltshöhe rechtfertigen kann. Es sind Fähigkeiten wie Erfahrung, Kenntnisse, Verlässlichkeit usw., welche den Wert der Leistung bestimmen, und die erfahrungsgemäß bei länger beschäftigten Mitarbeitern in höherem Maße vorhanden sind. In der VERGANGENHEIT gezeigte "Unternehmenstreue" ist in der Gegenwart und für die Zukunft nichts wert.

RK

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#21
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8004 Beiträge, 3924x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Das Problem ist ja, dass ich zuvor ja über Gehaltserhöhung geredet habe. Der Teamleiter hat mir einen anderen Deal gemacht.
Evtl einfach mal eine Instanz höher gehen und dort direkt dein Anliegen vortragen...

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#22
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32710 Beiträge, 12796x hilfreich)

Ich sehe auch die Altersproblematik bei Neueinstellungen nicht mehr so hoch wie vor etwa 20 Jahren. Ältere Mitarbeiter werden nicht mehr schwanger, keine Elternzeit, keine "Kind ist krank" Tage. Und so ein Bürojob ist ja nicht körperlich so anstrengend, dass da schnell eine altersbedingte Arbeitsunfähigkeit kommt. Da sehe ich nicht das Problem.

Wenn denn die Neueinstellungen nicht geflunkert haben, was wir nicht wissen, dann wäre doch als erstes mal zu gucken, ob es denn einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die Branche gibt.

Und, ich stimme taxpert zu, es ist so, dass die Gehaltsgestaltung normalerweise nicht den Abteilungsleitern obliegt, sondern auf einer anderen Ebene geschieht. Es gibt ja auch Einstiegsmodelle, die etwa so aussehen: der Angeworbene erhält ein höheres Gehalt, wird aber so lange von Gehaltserhöhungen ausgeschlossen, bis die länger dort arbeitenden Mitarbeiter den Level des Neueinsteigers erreicht haben.

Man muss eben mehr wissen, um da helfen zu können.

wirdwerden

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#23
 Von 
eh1960
Status:
Bachelor
(3813 Beiträge, 1072x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Offensichtlich will der Fragesteller vom Arbeitgeber gekündigt werden. Darauf besteht kein Anspruch.

Das ist richtig, aber wenn der AG so unzufrieden mit dem AN ist, daß er neuen Mitarbeitern ein höheres Gehalt zahlt, dann ist er vielleicht froh, wenn der AN weg will, und kündigt ihm. Den AG kostet es ja nichts.

Vielleicht würde der AN aber auch ein höheres Gehalt bekommen, wenn er es einfach mal fordert. Unter Verweis auf die höhere Bezahlung der Kollegen kann man das ja argumentativ gut vorbringen.

Im sechsten Posting schreibt der TE aber ja selbst, daß sein Begehren nach höherem Gehalt abgeschmettert wurde. Das sagt viel. Da ist man mit dem Vorschlag "Wenn Sie mir kündigen, werde ich das hinnehmen und nicht vor dem Arbeitsgericht dagegen klagen" vielleicht sehr willkommen.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#24
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Vielleicht würde der AN aber auch ein höheres Gehalt bekommen, wenn er es einfach mal fordert. Unter Verweis auf die höhere Bezahlung der Kollegen kann man das ja argumentativ gut vorbringen.


Eine kleine Korrektur, ich hätte wahrscheinlich einen geringeren Betrag bekommen. Der Teamleiter hat argumentiert, dass sich das kaum lohnt bei den Abzügen. Also 50 ~ maximal 100 Euro mehr? Und hat mir vorgeschlagen dass ich täglich eine gleiche Anzahl an Verträgen machen soll, damit ich in 2 Monaten Steuerfrei eine Einmalzahlung erhalte, und ich sollte mich erneut ab Anfang 2022 bezüglich einer Gehaltserhöhung melden.

Zum einen schaffe ich nicht die Anzahl der Verträge und habe nix davon, zum anderen wollte ich zirka 300 Euro mehr, da ich seit längerem keine Gehaltserhöung bekommen habe, und das Verhältnis überhaupt nicht stimmt. wenn Neulienge das gleiche bekommen wie ich. Aktuell liege ich ha drunter und ich habe nichts davon.



-- Editiert von mauro79 am 11.06.2021 14:16

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#25
 Von 
Miezekotze
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Wenn wie hier "young professionals" für mehr Geld eingestellt werden als ein erfahrener Mitarbeiter, dessen Gehaltserhöhungsanfragen regelmäßig abgebügelt werden, dann hält entweder der Laden nicht viel von ihm oder er hat den Ruf eines Trottels, den man mit was auch immer abspeisen kann, da er eh' bleibt.

In einer derartigen Situation sollte man sich nach was anderem umsehen. Wird wohl nicht besser werden. Falls die Firma ein "hau ab" Programm hat (wohl eher nicht) anmelden. Zeit nutzen, zu Vorstellungsgrsprächen gehen und wenn's passt wechseln.
Spätestens bei der Kündigung dürfte es ein Bleibeangebot geben, dass man sowieso ausschlagen sollte.

Ist natürlich in bestimmten Branchen und Berufen leichter gesagt als getan. Aber wenn die new hires ohne grosse Erfahrung mit mehr Geld einstellen, wird es wohl in der Branche nicht so schlecht aussehen.

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#26
 Von 
Alter Sack
Status:
Praktikant
(643 Beiträge, 87x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
Und hat mir vorgeschlagen dass ich täglich eine gleiche Anzahl an Verträgen machen soll, damit ich in 2 Monaten Steuerfrei eine Einmalzahlung erhalte, und ich sollte mich erneut ab Anfang 2022 bezüglich einer Gehaltserhöhung melden.


Die Firma scheint ja ohnehin nicht besonders seriös zu sein denn steuerfrei (und sozialversicherungsfrei) ist eine Einmalzahlung regelmäßig nicht.

Du solltest dich wirklich nach der Motivation der Firma fragen, will sie nicht ohnehin eine schleichende Verjüngung der Personalstruktur? Wenn dem so ist wirst du als "Eh-da"-Mitarbeiter sicherlich kaum eine Chance auf eine Gehaltserhöhung haben.
Du schriebst von "Anzahl von Verträgen", bekommt die eine Abschlussprämie ausgezahlt und wie schauen den deine Zahlen im Vergleich zu den anderen Kollegen aus?

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#27
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4901 Beiträge, 2310x hilfreich)

Zitat (von mauro79):
zum anderen wollte ich zirka 300 Euro mehr,


Für über 16% Gehaltserhöhung sollte man aber auch entsprechende Argumente (Leistung) liefern.

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#28
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Alter Sack):
Du schriebst von "Anzahl von Verträgen", bekommt die eine Abschlussprämie ausgezahlt und wie schauen den deine Zahlen im Vergleich zu den anderen Kollegen aus?


Aktuell machen die sogar weniger, oder ähnliche Zahlen wie ich. Das variiert von Tag zu Tag.

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#29
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Für über 16% Gehaltserhöhung sollte man aber auch entsprechende Argumente (Leistung) liefern.


Das liegt an 2 Gründen. Zum einen habe ich länger nichts bekommen, daher der erhöhte Betrag. Zum anderen wurde die Firma von einer größeren Firma übernommen. Ungefähr die hälfte der Mitarbeiter wurden gekündigt oder haben zum teil selbst gekündigt. Dadurch dass die größere Firma mehr Kohle hat, sollte es eigentlich kein Problem sein. Zumal das Einstiegsgehalt ja schon gestiegen ist. Damals waren es 1700 Euro Brutto.

Mir bringt es nichts, wenn ich beispielsweise bei 1900 oder 1950 Euro verhandele,und mir alle Argumente aus den Fingern aufsauge während andere nichts dazu tun mussten und es so bekommen. ich komme mir so richtig verarscht vor und lass es nicht auf mich sitzen.

PS: Ich habe ein sehr gutes Zwischenzeugnis, was von meiner früheren Teamleiterin bewertet wurde, die ja Aktuell nicht mehr in der Firma ist.

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#30
 Von 
mauro79
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)


Ich habe vergessen zu erwähnen dass ich ein sehr gutes Zwischenzeugniss habe, Bewertet von einer ehemaligen Teamleiterin, die nicht mehr in der Firma arbeitet. Der neue Teamleiter hat die Position übernommen und macht eigentlich andere Aufgaben. Ich bezweifel dass er mich so gut kennt, dass er das entscheiden kann was ich verdienen soll. Er hat meiner Meinung nach nicht das Gespür dafür. Denn das kann wirklich nicht sein, so was auszuhandeln und mir einen Deal vorzuschlagen der nicht realistisch durchfürbar ist um letztendlich das Geld zu sparen.

Ich bin am überlegen ein Gespräch mit dem Teamleiter und zusätzlich dem Geschätsführer zu machen. Ich weiß nicht ob es dem Geschäftsführer bekannt ist, dass ich weniger verdiene als die neuen Mitarbeiter. Will mal wirklich sehen, was der dazu sagen wird.


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