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Neuer Job: Kündigungsfrist durch Arbeitgeber?

19. Dezember 2017 Thema abonnieren
 Von 
proletarier
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)
Neuer Job: Kündigungsfrist durch Arbeitgeber?

Hallo Miteinander,
habe ein Jobangebot bekommen (Angestellter, Vollzeit, unbefristet), im Vertrag steht unter "Beendigung des Arbeitsverhältnisses":

"Das Arbeitsverhältnis kann von beiden Parteien unter Einhaltung einer Frist von zwei Monaten
zum Monatsende gekündigt werden."

Bedeutet dies, dass der Arbeitgeber mir grundlos jederzeit mit zwei Monaten Vorwarnung kündigen kann? Wie ist die Formulierung zu verstehen?

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14842 Beiträge, 5728x hilfreich)

1. Die Formel ersetzt die gesetzlichen Kündigungsfristen des § 622 BGB .
2. Ob der AG "grundlos" kündigen kann, hängt von der Betriebsgröße ab: bei Kleinbetrieben ja, sonst nicht - da geht es nach dem Kündigungsschutzgesetz.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
proletarier
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
2. Ob der AG "grundlos" kündigen kann, hängt von der Betriebsgröße ab: bei Kleinbetrieben ja, sonst nicht - da geht es nach dem Kündigungsschutzgesetz.


Danke. Lt. Fotos auf der Webseite des Betriebs sind es wohl mehr als 10 Mitarbeiter (kann den Teilzeitanteil nicht abschätzen), also vermutlich kein Kleinbetrieb.
Entschuldigen Sie den Laienbegriff "grundlos"; ich dachte dabei an eine ordentliche Kündigung. Ich formuliere die Frage anders: kann der Arbeitgeber mir, ohne eigenes Verschulden und ausser betriebgsbedingten Gründen kündigen?

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12309.11.2018 09:43:45
Status:
Lehrling
(1613 Beiträge, 604x hilfreich)

Zitat (von proletarier):
Frage anders: kann der Arbeitgeber mir, ohne eigenes Verschulden und ausser betriebgsbedingten Gründen kündigen?


Auf das Thema Kleinbetrieb wurde ja schon eingegangen.
In einer vereinbarten Probezeit kann natürlich auch gekündigt werden.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14842 Beiträge, 5728x hilfreich)

/// .. ohne eigenes Verschulden und ausser betriebgsbedingten Gründen kündigen?

Ja. Die letzte Kündigungsmöglichkeit ist die aus Gründen, die in der Person liegen - die hat aber auch nichts mit der Klausel zu tun, sondern gilt allgemein. Gemeint sind damit Situationen, die dazu führen, dass AN seinen Job nicht mehr machen kann, also meistens durch Krankheit oder Unfall. Für einen Kran- oder Baggerführer z.B. dürfte der Verlust des räumlichen Sehvermögens fatal sein, oder ein Schlaganfall etc.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
proletarier
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 4x hilfreich)

Danke. Verstehe ich es richtig, dass die o.g. Formulierung es dem AG nicht erlaubt den Vertrag willkürlich zu kündigen? Es müssen also eigenes Verschulden oder Gesundheitsgründe vorliegen?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14842 Beiträge, 5728x hilfreich)

Willkür ist nie und nirgends erlaubt. Kündigungsgründe können sein betriebsbedingt, personenbedingt, verhaltensbedingt. Und bei verhaltensbedingter Kündigung bedarf es zuvor mindestens einer Abmahnung.

-- Editiert von blaubär+ am 19.12.2017 11:19

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