Nichtübernahme nach der Ausbildung

22. September 2006 Thema abonnieren
 Von 
Lav
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)
Nichtübernahme nach der Ausbildung

Hallo,

ich würde gerne Ihre Meinung über folgendes Problem hören

ich hatte einen befristeten (bis 30.06.2006) Arbeitsvertrag im öffentlichen Dienst. Am Ende des Arbeitsverhältnisses wurde mir eine neue Stelle in einer anderen Abteilung angeboten. Leiter der Abteilung hat mir meine Aufgaben erklärt und sagte, dass ich diese Stelle nach einer erfolgreichen Ausbildung (2 Monate lang) besetzen werde. Er hat gesagt, dass mein Arbeitsverhältnis erst auf 3 Monate (01.07-30.09) befristet wird, bis die Frage mit einem ehemaligen Kollegen geklärt wird, der in Rente geht. Der Kollege war auf Dauer krank und konnte nicht mehr arbeiten.

Ich habe meine Ausbildung angefangen, hospitierte bei verschiedenen Dienststellen. Inzwischen hat der Abteilungsleiter mitgeteilt, dass meine Stelle intern ausgeschrieben werden soll und ich mich bewerben muss. Ich habe meine Bewerbungsunterlagen abgegeben und begann am 01.09. zu arbeiten.

Mein Kollege war bereits Rentner. Ich wurde offiziell vor Leitern verschiedener Dienststellen als neuer Mitarbeiter vorgestellt, bekam ein Diensthandy und einen Dienstausweis. Der letzte wurde bis Ende September befristet. "Der Dienstausweis ist befristet, weil Sie erst einen befristeten Arbeitsvertrag haben. Sobald Sie einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen, wird der Ausweis verlängert", sagte der Leiter. Ich machte meine Arbeit und es gab keine Beschwerden.

Und dann passierte es...
Am 20.09. hat der Leiter mitgeteilt, dass sie leider eine andere Person nehmen MÜSSEN, weil das Personalamt so entschieden hat. Ich habe erfahren, dass es ein ehemaliger Bundeswehrsoldat sein soll und er darf die Stelle ohne Ausschreibung sofort besetzen.

Ich war schockiert und konnte die Welt nicht mehr verstehen. Ich packte meine Sachen und verabschiedete mich.
Was nun? Der ehemalige Kollege ("Rentner") war sprachlos (er hat mir bei der Ausbildung mitgeholfen) und hat mir empfohlen, dass ich mich erst an das Personalrat wenden soll und dann evtl. einen Anwalt einschalte.

Kann jemand mir sagen, in wieweit ist es rechtlich in Ordnung, eine Stelle mit der SICHEREN Übernahme anzubieten, und dann nach der erfolgreichen Ausbildung auf die Straße rauszuschmeißen, ohne was Anderes anzubieten?

Vielen Dank!

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
CForce
Status:
Praktikant
(661 Beiträge, 96x hilfreich)

bei öffentlich-rechtlichen Einrichtungen kenne ich mich nicht so sonderlich gut aus, deshalb bin ich mir auch nicht sicher, das folgendes richtig ist:

Aber soweit ich weiß können befristete Arbeitsverhältnisse nur schriftlich abgeschlossen werden - das müsste auch im öffentlichen Dienst gelten.
Demnach hätten Sie ohnehin einen unbefristeten Vertrag.

Inwieweit der Personalrat ganz alleine entscheiden kann, wer eingestellt wird, weiß ich nicht, aber ich halte das für unwahrscheinlich.
Ich würde den personalrat mal nach den Gründen für diese Entscheidung fragen

Desweiteren empfehle ich auf kompetentere Antworten zu warten, oder gleich einen fachanwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen

-----------------
"unverbindliche Privatmeinung, ohne Anspruch auf Richtigkeit. keine Gewähr und/oder Rechtsberatung."

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#2
 Von 
Lav
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Ja, ich hatte einen befristeten Arbeitsvertrag, der schriftlich abgeschlossen wurde. "Solange der Kollege noch im Dienst ist, können wir keinen unbefristeten Arbeitsvertrag anbieten", sagte der Leiter.

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#3
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 2001x hilfreich)

... den schock verstehe ich sehr wohl. wenn aber der arbeitsvertrag befristet abgeschlossen worden ist - offenbar befristung mit sachgrund - ist es formal korrekt, dass so ein vertrag mit dem tag der befristung endet.
offenbar hat ja auch der stellenleiter voll damit gerechnet, dass du weiter beschäftigt wirst, und allem anschein nach hat eine andere instanz, das personalamt, aus irgendwelchen gründen diesen bundeswehr-menschen unterbringen müssen, und die reißleine gezogen. wirklich nicht befriedigend.

vielleicht kann aber der personalrat noch was für dich tun, dass die behörtde dir doch noch eine andere stelle anbietet??!

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#4
 Von 
Lav
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Es ist klar, dass das Personalamt dem Bundeswehr-Mensch eine Stelle im gehobenen Dienst anbieten musste. Aber warum ausgerechnet diese Stelle? Jede Woche gibt's mindestens zwei bis vier Stellen, die für solche Fälle reserviert werden können. Das weiss ich, weil ich dieses Amtsblatt erhalten habe.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 2001x hilfreich)

lav,
vielleicht suchst du das gespräch mit den leuten, die das entschieden haben?! (das sind in der regel keine unmenschen)
es treibt dich ja ziemlich um. aber diese frage kann dir niemand von außen beantworten. alles gute!

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Lav
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

ich danke Euch für die Unterstützung! Momentan ist das sehr wichtig für mich

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