Personaleinsatz nach Geschäftsaufgabe

27. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
udo_s.
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Personaleinsatz nach Geschäftsaufgabe

Hallo in die Runde,

beim Durchforsten des Forums habe ich überraschenderweise keine passende Antwort gefunden, daher mache ich einen neuen Beitrag auf. Ich habe folgende Aufgabe zu lösen. Hier die Rahmenbedingungen:

- ein AG betreibt ein Bordell
- das Bodell wird für den Kundenverkehr im Mai geschlossen, die eigentliche Geschäftsaufgabe finden erst im Juli statt
- alle Angestellte werden fristgerecht zu Ende Mai gekündigt
- bedingt durch längere Kündigungsfristen verbleiben zwei Angestellte des Empfangs / der Buchhaltung bis Ende Juli im Unternehmen

Die Fragestellung dazu lautet wie folgt:

Können die beiden Angestellten für Juni und Juli ohne weiteres zum Verkauf von Interieur oder für Umzugsarbeiten verpflichtet werden oder müssen sie "freigestellt" werden, da das eigentliche Business nicht mehr stattfindet?

Vielen Dank für Eure Gedanken!

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31518 Beiträge, 5570x hilfreich)

Zitat (von udo_s.):
Können die beiden Angestellten für Juni und Juli ohne weiteres zum Verkauf von Interieur oder für Umzugsarbeiten verpflichtet werden
Nein. Ohne weiteres nicht.
Zitat (von udo_s.):
oder müssen sie "freigestellt" werden,
Nein. Sie müssen nicht freigestellt werden.

Deine Frage beträfe auch andere DL-Unternehmen, die ihr Geschäft aufgeben.
iaR vereinbaren AG und AN dazu etwas.
Etliches ist möglich.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17216 Beiträge, 6426x hilfreich)

Als was und wozu sind denn die verbleibenden Angestellten beschäftigt? Für jeden Job gibt es Kernaufgaben und andere, die auch dazu gehören, aber eben auch andere, die rausfallen. Für Hausmeister sieht das anders aus als für Bürokräfte. Aber Freistellung kann der AG anordnen, nicht aber der MA 'verlangen', jedenfalls nicht zu Recht.

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#3
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16286 Beiträge, 9222x hilfreich)

Die Mitarbeiter haben zumindest ein Recht, vertragsgerecht eingesetzt zu werden.
Die Frage, was noch vertragsgerecht ist, und was schon nicht mehr, bietet natürlich Spielraum.
Normalerweise findet sich im Arbeitsvertrag ein Satz, der sinngemäß sagt, dass dem Mitarbeiter auch andere zumutbare Aufgaben zugewiesen werden können. Damit erhöht der Arbeitgeber den Spielraum zu seinen Gunsten (allerdings auch nicht bis in die Unendlichkeit).

Ferndiagnose ist natürlich schwierig.
Verkauf von Inventar sehe ich als eher unproblematisch an.
Umzugshelfer vielleicht, vielleicht auch nicht.

Auf jeden Fall gibt es keinen Abspruch darauf, nur deshalb freigestellt zu werden, weil das bisherige "Business" eingestellt wurde.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#4
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(812 Beiträge, 126x hilfreich)

Ohne Kenntnisse der genauen Tätigkeitsbeschreibung im jeweiligen Arbeitsvertrag ist die Frage nicht zu beantworten.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von udo_s.):
Können die beiden Angestellten für Juni und Juli ohne weiteres zum Verkauf von Interieur oder für Umzugsarbeiten verpflichtet werden

Die vertraglichen Verpflichtngen könnten sich einem erschließen, wenn man die uns unbekannten vertraglichen Vereinbarungen / betreffenden Klauseln / Absprachen etc. liest, denn da pflegen solche Details durchaus drin zu stehen.

Kennt man diese, kann man sinnvoll weiterdiskutieren.

Bei Unklarheiten gerne wieder hier melden, den vollständigen Wortlaut der relevanten Stellen posten, dann können wir zielführend dazu diskutieren.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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