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Plötzlich Urlaubskürzung - Geht das denn?

 Von 
lisas
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)
Plötzlich Urlaubskürzung - Geht das denn?

Arbeite seit mehreren Jahren bei der gleichen Firma . Bekomme eh und je 20 Tage Urlaub.Arbeite verkürzt ca.28 Std die Woche,wobei ich eine Abmachung mit dem Chef habe,das ich Mittwochs immer frei habe.(ist in unserer Firma organisatorisch besser machbar)
Und das ich so dann in der Woche auf ca.28 Stunden komme.

Er hat sich nie so richtig um die Urlaubsangelegenheiten gekümmert,nun will er das ich den Mittwoch (den ich sonst frei habe,weil ich ja keine 40 Std wo habe,) als Urlaubstag einrechne,wenn ich durchweg Urlaub nehmen will,also meinen Jahresurlaub.
und das obwohl ich nur eine 4 Tagewoche habe.
Ist das rechtens?
Wäre das nicht so als ob ich dann 5 Tage bezahlten Urlaub nehme ,obwohl ich nur 4 Tage die Woche arbeite (Teilzeit).

Wieviel Urlaub steht mir denn bei 28 Std die Woche zu? Keine 20 Tage?

ich hab keinen schriftlichen arbeitsvertrag.es wurden schon immer 20 urlaubstage gewährt,auch als vor jahren die umstellung auf teilzeit erfolgte (vor 5 jahren).mündliche absprache.


wenn ich mir z.bsp Montag und Dienstag frei nehme (Urlaub) und erst Donnerstag auf Arbeit komme (weil ich ja Mittwoch eh frei habe) ist das ja auch ok und mir werden keine 3 Tage angerechnet .

Das widerspricht sich doch total ,das er sich nun gegen diesen Mittwoch im Gesamturlaub sträubt,das andere wäre ok.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Tage Urlaub Urlaubstag Woche


15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 253x hilfreich)

Je nach Vertrag wird der Urlaub nach Werktagen (Montag bis Samstag) oder nach Arbeitstagen (Montag bis Freitag) durchgerechnet. Üblicherweise freie Tage sind dabei auch Urlaub.
Ist daher der Mittwoch frei und der Samstag auch, werden bei 18 Werktagen Urlaub drei Urlaubswochen verbraucht.
Im übrigen ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, zur sogenannten "Brückbildung" zwischen Frei- und Feiertagen Urlaubstage zurückzustellen, da der Urlaub der Erholung dient und mindestens im Stück von 2 Wochen genommen werden soll. Auf Einzeltage besteht deshalb kein arbeitsrechtlicher Anspruch.
Endet der Urlaub vor einem üblichen freien Tag ist der freie Tag ein zusätzlicher Urlaubstag.
Gesetzliche Feiertage bleiben bei der Urlaubsberechnung außer Ansatz.

Wolfgang

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"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

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#2
 Von 
lisas
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

Wieso sind üblicherweise freie Tage auch Urlaub?
Ich arbeite verkürzt,mein Arbeitgeber kann mir aber die Stunden die ich in der Woche weniger arbeiten soll ,nicht auf die 5 Tage in der Woche verteilen.Sondern ich soll den Mittwoch deshalb zu Hause bleiben.

Wenn der Tag als Urlaub gesehen wird,dann wäre es doch genau so ,als wenn ich eine 5 Tage Woche habe oder? Wo ist da die Teilzeitarbeit hin?

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#3
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 253x hilfreich)

Es gibt ja auch Leute, die in Teilzeit zum Beispiel auch 2 Tage in der Woche arbeiten. Hätten die 28 Tage Urlaub, würden die 14 Wochen zu Hause bleiben.
So geht das leider nicht. Bei Urlaubsanspruch nach Werktagen wird ja auch der Samstag als Urlaubstag mitgezählt, selbst wenn man nur eine 5-Tage-Woche hat.

Wolfgang

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"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

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#4
 Von 
Gesil
Status:
Schüler
(414 Beiträge, 45x hilfreich)

Wieviel Urlaub steht mir denn bei 28 Std die Woche zu? Keine 20 Tage?

Nein, wenn Sie nur 4 Tage in der Woche arbeiten, dann stehen Ihnen m.W. nach auch nur 16 Tage Urlaub zu.
Anders wäre es, wenn sich die 28 Stunden auf 5 Tage in der Woche verteilten, dann hätten Sie einen Mindestanspruch von 20 Tagen.

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#5
 Von 
lisas
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

na gut ,aber ich hab ja schon immer 20 tage bekommen . also hab ich nur 4 wochen urlaub,trotz das der Mittwoch jede Woche eigentlich als Nichtarbeitstag angesehen wird.Aber das ist doch dann wie Vollzeit .. ist ein Urlaubstag nicht gleichzusetzen
mit ca. 8 h bezahlte Freistellung von der Arbeit?

Ich krieg das nicht in meinen Kopf,mir erscheint das ziemlich ungerecht.

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#6
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 253x hilfreich)

Der Urlaubsanspruch hat mit der Arbeitszeit nichts zu tun. Wenn Sie 40 Wochenstunden arbeiten und haben einen Anspruch von 28 Werktagen, dann bleibt es auch bei den 28 Werktagen, wenn Sie auf 20 Stunden gehen.
Gezählt wird dann Montag bis Samstag, egal wie die 20 Stunden verteilt sind.

Wolfgang



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"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

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#7
 Von 
Gesil
Status:
Schüler
(414 Beiträge, 45x hilfreich)

also hab ich nur 4 wochen urlaub,trotz das der Mittwoch jede Woche eigentlich als Nichtarbeitstag angesehen wird

Ja und, wo ist das Problem??
Wenn ich dich richtig verstehe, dann hattest du, während du Vollzeit gearbeitet hast, auch vier Wochen Urlaub im Jahr.
Oder hast du schon immer nur vier Tage gearbeitet?? Und hattest demnach früher 5 Wochen Urlaub ??

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#8
 Von 
lisas
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

das problem ? na ich arbeite offiziell nur 4 Tage die Woche,da steht mir offiziell nur 16 Tage Urlaub zu ,gell?

Damit ich 4 Wochen aufeinanderfolgenden Urlaub habe ?? Oder hätte ich dann nur 3 Wochen (3x 5 Werktage )und 1 Tag Urlaub?


Wenn die 4 Wochen stimmt
(4 Wo á 4 Tage=16 Tage Urlaub) ,was ist dann mit den anderen 4 Tagen ( ich hab 20 Tage,schon seit Jahren,auch wo ich schon Teilzeit gearbeitet habe) bis jetzt hat der Chef sich auch nicht darüber aufgeregt,nun plötzlich auf einmal...

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#9
 Von 
guest123-57
Status:
Lehrling
(1131 Beiträge, 253x hilfreich)

Einfach mal einen Volkshochschulkurs für Mathematik belegen.
Oder sich mal was sagen lassen

Wolfgang

-----------------
"Wirtschafts-Consult Gesundheitsberufe "

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#10
 Von 
Gesil
Status:
Schüler
(414 Beiträge, 45x hilfreich)

Wolfgang,

nun sieht die Sache m. E. nach anders aus.
Wenn lisas "schon immer" 20 Tage und damit 5 Wochen Urlaub hatte, dann ist doch soetwas wie ein "Gewohnheitsrecht" entstanden, oder??

@lisas
Bezgl. des "Problems"; deswegen hatte ich ja gefragt, wie viele Wochen Urlaub du im Jahr bisher hattest.

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#11
 Von 
lisas
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

ja genau so ist es,ich hatte schon IMMER 20 Tage Urlaub,wurde mündlich vereinbart.

Wie soll ich denn jetzt machen?
Er kann doch nicht von heut auf morgen sagen,hejjjj du bekommst nur 16 Tage,weil er jetzt womöglich gemerkt hat,rechtlich kann er mir noch was abknappsen an Urlaubstagen.

Oder soll ich einfach klein beigeben? Es um des lieben Frieden willens 4 Tage abziehen?

Aber wo führt sowas hin?

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#12
 Von 
Sokrates
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 2x hilfreich)

Trotz alledem: Was steht denn im Arbeitsvertrag? Oder gibt es den gar nicht?

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#13
 Von 
lisas
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

ich habe keinen schriftlichen Arbeitsvertrag ! Nur mündlich und da wurde mir halt vom Arbeitsgeber gesagt ich hätte 20 Tage Urlaub(nicht 16).
Die 20 tage Urlaub hab ich schon seit über 12 jahren und auch bei der Umstellung auf teilzeit meinte er ,ich hätte 20 Tage Urlaub.Ich ging davon aus ,das mein freier Tag nicht als Urlaubstag zählt ,so habe ich den Urlaub auch genommen und er hat sich in den 4 jahren Teilzeitarbeit von mir,nie aufgeregt oder Einwände erhoben.Ich ging davon aus das das so richtig wäre.

Ist es nicht eine "betriebliche Übung" ? er hat es doch so stillschweigend akzeptiert,aus welchem Grund auch immer.

Ich habe das im Internet gefunden :



Stichwort: Betriebliche Übung

Eine zugunsten der Arbeitnehmer wirkende betriebliche Übung setzt ein wiederholtes tatsächliches Verhalten des Arbeitgebers voraus, das objektiv bei den Beschäftigten den Eindruck erweckt, es werde auch künftig in gleicher Weise verfahren. Der Arbeitgeber muss nicht die Absicht haben, sich längerfristig zu binden.

Es genügt, wenn die Arbeitnehmer darauf vertrauen können, auch in künftigen Jahren nicht anders als in der Gegenwart behandelt zu werden (BAG DB 1985,1483).

Die notwendige Zustimmung mit der Praxis des Arbeitgebers durch die Arbeitnehmer wird in den meisten Fällen sinngemäß dadurch erklärt, dass in Kenntnis des Arbeitgeberverhaltens weitergearbeitet wird. Auf diese Weise wird die betriebliche Übung Bestandteil der Arbeitsverhältnisse. Schwieriger wird es bei der Frage, wie lange oder wie oft eine Leistung erbracht werden muss, damit von einer "Übung" gesprochen werden kann. Die Rechtsprechung hält zum Beispiel die dreimalige vorbehaltlose Gewährung einer Weihnachtsgratifikation für ausreichend (BAG NZA 1985, 532).


Kann ich mich darauf berufen?

Jetzt will er sogar meinen alten Urlaub streichen 7 Tage von 2003 .er meinte ,das er sich darauf beruht,das man bis spätestens 31.März den Urlaub vom Vorjahr nehmen müsste.Ist ja richtig ,diese regelung kenne ich vom Hörensagen....

ABER .... seit 14 Jahren ..können alle Mitarbeiter ihren Urlaub mit ins neue Jahr nehmen,auch problemlos nach dem 31.03. !

Und jetzt von heut auf morgen,will er sich darauf beufen und mir den Urlaub einfach wegnehmen??


Geht das denn?


Ist das nicht auch wie ein gewohnheitsrecht das man da hat?

Oder muss er nicht wenigsten noch diesen Urlaub gewähren und dann eben ankündigen ,das ab 2004 der JAhresurlaub bis 31.03. des nachfolgenden Jahres genommen werden muss.
Das würde ich ja einsehen.



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#14
 Von 
Mayo73
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen,

ich bin auch der Meinung, dass es völlig egal ist, wieviele Stunden jemand arbeitet. Und wenn ich mich nicht täusche, wird im Bundesurlaubsgesetz der Mindesturlaub mit 24 Tage pro Jahr geregelt?

Ich würde mich da nochmal richtig schlau machen.

Was ich nicht hin nehmen würde, wäre, dass wenn ich meine Soll-Stunden z.B. an 4 Arbeitstagen geleistet habe und den 6 Tag zu Hause bleiben kann, dass dieser Tag als Urlaub angerechnet wird. Das ist nicht korrekt.

Bitte verbessert mich, wenn ich etwas falsches gesagt habe.

Danke und Gruß

M.M.

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#15
 Von 
Lothar Fischer
Status:
Beginner
(96 Beiträge, 12x hilfreich)

Die Frage wieviele Urlaubstage jemand hat, kann sich nach Arbeitsvertrag (mündlich, schriftlich), Betrieblicher Übung oder Gesetz richten. Das Gesetz stellt lediglich einen Mindesurlaubsanspruch dar. Das Bundesurlaubsgesetz bezieht sich jedoch auf Personen die Vollzeit arbeiten. Wer Teilzeitbeschäftigt ist, muss nach der Dreisatzmethode auch den gesetzlichen Mindesturlaub reduzieren.


MfG
LoFi

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