Plötzlicher Aufhebungsvertrag

18. Juni 2024 Thema abonnieren
 Von 
Sonnenschein200
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Plötzlicher Aufhebungsvertrag

Ich bin ZMP (Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin) und arbeite seit 12 Jahren in dieser Praxis. Wurde in diesen zwölf Jahren immer mal wieder gemobbt und beleidigt wie auch andere Mitarbeiter. Habe mir in all den Jahren nichts zu Schulden kommen lassen, war immer freundlich, hilfsbereit, zuverlässig und war sehr beliebt bei den Patienten.
Aufgrund der schlechten Stimmung (Chefin,Chef) haben in den letzten Monaten mehrere Kolleginnen gekündigt, da sie die Launen und auch Ungerechtigkeiten (Mobbing, keine Überstundenausgleich , keine Überstundenzahlung) ertragen haben.
Als ich gestern früh in die Praxis kam, wurde ich ins Büro gebeten. Was dann auf mich zu kam war einfach nur verletzend, menschenunwürdig und für mich sehr schockierend. Die Chefs haben mir mitgeteilt, dass sie nicht mehr mit mir zusammenarbeiten möchten und haben mir einen Aufhebungsvertrag vorgelegt mit der Aussage es wäre das bessere für mich, denn ansonsten wird es schmutzig und es folgen Abmahnung (für die es absolut keinen Grund gibt) . Diese Aussage war für mich so schockierend, dass ich am ganzen Körper gezittert habe, denn ich bin eine freundliche, zuverlässige und fleißige Mitarbeiterin gewesen und kann mir dieses Verhalten nicht erklären. Ich habe mich so unter Druck gesetzt gefühlt, dass mir schlecht wurde und ich den Aufhebungsvertrag nicht unterschrieben habe und daraufhin zum Arzt musste. Ich bin wirklich verzweifelt und benötige dringend einen Rat wie ich weitermachen soll.
Für eure Hilfe und Ratschläge bin ich euch sehr dankbar.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122501 Beiträge, 40147x hilfreich)

Wenn einen derartige 0815.Vorgänge so mitnehmen, sollte man sich als erstes psychologische Unterstützung besorgen.

Als zweites sollte man sich den Aufhebungsvertrag gründlich durchlesen bzw. prüfen lassen, ob sich dort nachteilige Formulierungen drin finden.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39000 Beiträge, 14085x hilfreich)

Du bist im Augenblick arbeitsunfähig, also geh zu Deinem Arzt, der wird Dir eine AUB ausstellen. So, und dann hast Du erst einmal Zeit, zu überdenken, was Du willst. Ich würde anfangen, mich beruflich neu zu orientieren. Und - wenn Dein Arbeitsgeber Dich los werden möchte, dann soll er kündigen.

wirdwerden

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#3
 Von 
NightmareAngel
Status:
Beginner
(120 Beiträge, 13x hilfreich)

Bin kein Jurist, aber AN im Gesundheitssystem und kenne die Umstände nur zu gut.
Ich würde:

- den Auflösungsvertrag nicht unterschreiben, da dies auch zu einer Sperre für das ALG führt
- nochmal versuchen vernünftig mit den Chefs zu sprechen und ihnen ebenfalls anraten, es ordentlich zu beenden (mit entsprechendem Zeugnis)
- falls weiterhin Mobbing besteht oder irgendetwas "schmutzig" wird, bis auf weiteres eine AU zu holen
- bereits jetzt mit der Stellensuche beginnen, denn bei diesem AG sollte ohnehin keiner Arbeiten müssen. Gute und derart erfahrene ZMP werden überall gesucht!

Alles Gute für Sie!

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122501 Beiträge, 40147x hilfreich)

Zitat (von NightmareAngel):
- den Auflösungsvertrag nicht unterschreiben, da dies auch zu einer Sperre für das ALG führt

Mit entsprechenden Formulierungen passiert das nicht.



Zitat (von NightmareAngel):
- nochmal versuchen vernünftig mit den Chefs zu sprechen und ihnen ebenfalls anraten, es ordentlich zu beenden (mit entsprechendem Zeugnis)

Mit Psychopathen ist es immer etwas schwer versuchen vernünftig zu sprechen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
NightmareAngel
Status:
Beginner
(120 Beiträge, 13x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Mit entsprechenden Formulierungen passiert das nicht.

Wenn man schon selbst davon ausgeht, dass die Chefs Psychopathen sind, hofft man hoffentlich nicht noch darauf, dass diese einen Aufhebungsvertrag wohlwollend formulieren und vielleicht noch eine dicke Abfindung spendieren? Ich gehe daher mal vom worst chase aus und warne lieber.
Zitat (von Harry van Sell):
Mit Psychopathen ist es immer etwas schwer versuchen vernünftig zu sprechen.

Vielleicht war es nur ein verzweifelter Versuch, den Schreckmoment zur Unterschrift auszunutzen?
Wenn AN sich nun dank Ihrer "psychologischen Unterstützung" entsprechend positioniert, dürfte sie aber der Gegenseite auch klarmachen können, dass sie am längeren Hebel sitzt und eine friedliche Einigung für alle das beste wäre.

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