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Prämie verrechnen?

 Von 
Sasuuu
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Prämie verrechnen?

Ein AG behält Prämie nach Projektende ein, um eventuelle Beschädigungen am Dienstfahrzeug (Werkstatt untersucht derzeit alle zurückgegebenen Autos aus dem Projekt) zu begleichen. Ist das rechtens und zweitens, so etwas wird in der Regel von einer Versicherung getragen (Autoversicherung zb. beinhaltet eine Beschädigung pro Jahr kostenlos), richtig!? Gibt es dazu Paragraphen?

Danke...

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Jahr Schaden Vertrag


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17748 Beiträge, 7927x hilfreich)

Die Regelung der AG dürfte rechtswidrig sein. Gibt es einen BR, der kann helfen.
Und die folgende Frage sollte bitte an die AG gerichtet werden, dem fehlt nämlich der §, um so einen Unsinn zu machen:

Zitat:
Gibt es dazu Paragraphen?

Wenn Sie sich mal in die Thematik: Haftung des Arbeitnehmers ein wenig einlesen wollen:
http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Haftung_Arbeitnehmer.html

-- Editiert von altona01 am 01.05.2016 11:16

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#2
 Von 
Sasuuu
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für diese Antwort! Es ist richtig, dass in solchen Fällen (falls überhaupt Beschädigungen vorhanden sein sollten) die Versicherungen eintreten, oder? BR ist schlecht, da das Projekt beendet ist, und somit auch die Zusammenarbeit mit dieser Firma.

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(12945 Beiträge, 5198x hilfreich)

/// Es ist richtig, dass in solchen Fällen (falls überhaupt Beschädigungen vorhanden sein sollten) die Versicherungen eintreten, oder?

Es geht doch um die Haftpflicht des AN - dafür ist es erst einmal ziemlich wurscht, ob eine Versicherung Schäden übernimmt.
Für allg. Abnutzungserscheinungen kann AN wohl kaum in Regress genommen werden. Des weiteren sollte oder könnte es auch einen Sondervertrag zur Überlassung des Dienstwagens geben, den man sich anschauen müsste.

Wenn AG also die Prämie als Faustpfand einbehält, muss er sie dann freigeben, wenn feststeht, ob ein Haftungsschaden vorliegt oder nicht. Der müsste belegt werden und darum kann man ggf. auch streiten.

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#4
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2598 Beiträge, 952x hilfreich)

Das klingt doch sehr stark nach Selbstständigem, statt AN

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#5
 Von 
Sasuuu
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, alle waren angestellt. Es wurde der gesamte Monatslohn plus Reisekosten einbehalten, und zwar von allen!!! Ohne Ansage.

Ich habe mir den Vertrag nochmals angesehen. Bei Rückgabe wird ein Übergabeprokotoll angefertigt, was auch geschah. Dieses wird von beiden Seiten unterschrieben und besagt, dass erkennbare Schäden selbst getragen werden müssen. Da beide Seiten den ordnungsgemäßen Zustand bestätigten, fällt also eine nachträgliche Eigenhaftung aus. So verstehe ich das! Bezüglich Beschädigung bei Nutzung besagt der Vertrag, dass der MA die Hälfte der Eigenbeteiligung bei Schaden in den ersten beiden Jahren trägt.

-- Editiert von Sasuuu am 01.05.2016 12:23

-- Editiert von Sasuuu am 01.05.2016 12:24

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#6
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3138 Beiträge, 756x hilfreich)

Zitat (von Sasuuu):
Nein, alle waren angestellt. Es wurde der gesamte Monatslohn plus Reisekosten einbehalten, und zwar von allen!!! Ohne Ansage.
Ich habe mir den Vertrag nochmals angesehen. Bei Rückgabe wird ein Übergabeprokotoll angefertigt, was auch geschah. Dieses wird von beiden Seiten unterschrieben und besagt, dass erkennbare Schäden selbst getragen werden müssen. Da beide Seiten den ordnungsgemäßen Zustand bestätigten, fällt also eine nachträgliche Eigenhaftung aus. So verstehe ich das! Bezüglich Beschädigung bei Nutzung besagt der Vertrag, dass der MA die Hälfte der Eigenbeteiligung bei Schaden in den ersten beiden Jahren trägt.
-- Editiert von Sasuuu am 01.05.2016 12:23
-- Editiert von Sasuuu am 01.05.2016 12:24



Von wem müssen die Schäden selbst getragen werden ? Vom Arbeitnehmer ?

Wenn überhaupt dann nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz.
Ich würde den Arbeitgeber auffordern den Lohn sofort zu bezahlen.
Ansonsten ab zum Arbeitsgericht.


Gruß charly

Signatur:

Gruß Charly

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#7
 Von 
Sasuuu
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Es ging um nicht gemeldete Schäden, die dann selbst erstattet werden mussten. Das macht allerdings keinen Sinn, da eine VK mit SB vorhanden war! Warum sollte man den Schaden also nicht melden, und eine viele höhere Beteiligung an einem Schaden, nämlich 100%, riskieren... Somit dürfte selbiges wohl vom Tisch sein!?

Ich werde den ehem. AG morgen mit Frist anmahnen! Falls noch Tipps vorhanden sind: gerne

Danke!!!

-- Editiert von Sasuuu am 01.05.2016 13:44

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(88943 Beiträge, 35288x hilfreich)

Zitat:
Ein AG behält Prämie nach Projektende ein

Zitat:
Es wurde der gesamte Monatslohn plus Reisekosten einbehalten,

Was denn nun? Prämie oder Lohn?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
Sasuuu
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Beides. Prämie (die bei Erfüllung der Aufgaben immer gleich hoch war) ist Teil des Lohns. Ist bei der Zurückhaltung ein Unterschied zwischen Prämie und Lohn?

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#10
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17748 Beiträge, 7927x hilfreich)

Och nö, wenn das für Sie egal ist , dann nehmen wir das hier auch nicht so wichtig, oder Harry? :devil:

Zitat:
Ein AG behält Prämie nach Projektende ein,...


Sie hätten das Ganze auch mal unter dem Link nachlesen können, aber wenn Sie das nicht wollen :crazy:

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#11
 Von 
Sasuuu
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Gemeint war, ob es einen Unterschied für den Gesetzgeber darstellt, bezüglich Einbehaltung. Vielleicht sind Prämien weniger geschützt.

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#12
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(12945 Beiträge, 5198x hilfreich)

/// Gemeint war, ob ...

Ich verstehe deine Herangehensweise nicht. Du hast einen Vertrag mit Ansprüchen: Lohn + Prämie. Da gibt es keine Differenzierungen.
Dagegen steht eine Forderung des AG wegen es Wagens. Es sieht aber so aus, als stünde diese Forderung keineswegs auf sicherer Grundlage (Übergabeprotokoll ohne Beanstandungen; Haftungsgrenzen für AN). Folglich sollte die Rückhaltung reichlich problematisch sein.

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#13
 Von 
iceman123mitglied
Status:
Praktikant
(504 Beiträge, 337x hilfreich)

Hallo,

Sasuuu, lies den Link, den Altona in der ersten Antwort eingestellt hat. Dort findest du Antworten auf deine Fragen, ...noch dazu mit den nötigen §§ im Hinblick auf deine Argumentation mit deinem (ehemaligen) Auftrag-/Arbeitgeber.

Interessant für dich dürfte besonders das nachfolgende Zitat daraus sein:

"Dem­ge­genüber muss der Ar­beit­ge­ber als Geschädig­ter An­spruch­stel­ler im Haf­tungs­pro­zess be­wei­sen, dass der Ar­beit­neh­mer vorsätz­lich oder fahrlässig ge­han­delt hat. Das folgt aus § 619a BGB: Beweislast bei Haftung des Arbeitnehmers . Die­se Vor­schrift lau­tet:

"Ab­wei­chend von § 280 Abs.1 hat der Ar­beit­neh­mer dem Ar­beit­ge­ber Er­satz für den aus der Ver­let­zung ei­ner Pflicht aus dem Ar­beits­verhält­nis ent­ste­hen­den Scha­den nur zu leis­ten, wenn er die Pflicht­ver­let­zung zu ver­tre­ten hat."

Signatur:

" In der Hand halte ich 4 Asse, .....doch das Leben spielt Schach mit mir. "

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#14
 Von 
Sasuuu
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry, den Link habe ich übersehen! Danke, ich werde gleich einmal reinsehen!

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