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Praktikum,welches keines ist

2.11.2015 Thema abonnieren
 Von 
Mellemi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Praktikum,welches keines ist

Hallo,
ich habe folgendes Problem.Mein Arbeitgeber hat mich zu einer Weiterbildung geschickt,bzw.mich auch gefragt ob ich diese machen möchte.Das bringt mich beruflich weiter,daher habe ich zugestimmt.Nach 2 Wochen Unterricht ist ein Praktikum vorgesehen,welches ich im eigenen Betrieb absolvieren soll.Das "sogenannte Praktikum" ist aber normale Arbeit.Ich habe Dienst aber mit Praktikum hat das nichts zu tun.Niemand leitet mich an,sagt mir ob ich etwas richtig oder falsch mache.Soll ich mir etwa alles alleine beibringen?Ich habe meinen Arbeitgeber mehrfach darauf hingewiesen,mir Aufgaben zuzuteilen die meiner späteren Tätigkeit entsprechen.Aber man ignoriert mich und kommt mir nicht entgegen.Es kommen Ausreden,wie" ist wieder einer krank" usw.Vor allem baut das Praktikum auf die Abschlussarbeit auf.Ich bin ratlos und weiss nicht was ich noch tun kann.Kann ich rechtlich darauf bestehen?Der Arbeitgeber bezahlt die Weiterbildung,dadurch fühle ich mich auch noch unter Druck gesetzt.Leider war ich zu gutgläubig und habe eine Vereinbarung unterschrieben,das ich im Falle einer vorzeitigen Kündigung die Weiterbildungskosten zurückzahlen muss und mindestens 1 jahr dort bleibe.Ich habe das bisher nicht als Problem gesehen,da ich bis jetzt gerne dort gearbeitet habe.Ich möchte mein Wissen in der Firma anwenden und nicht gleich kündigen.Was passiert,wenn ich die Weiterbildung absage,ist der Vertrag(Verpflichtung)in diesem fall null und nichtig,da Praktikum nicht gewährleistet wurde?Und kann der Arbeitgeber die Weiterbildungskosten zurückverlangen?Wichtig wäre noch, das wir keinen Praktikumsvertrag abgeschlossen haben.Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen.

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(34640 Beiträge, 13194x hilfreich)

Man kann eine Weiterbildung nicht einfach absagen. Fakt ist nämlich, dass der Zahler sie trotzdem voll bezahlen muss. Sowas kommt nicht gut an. Sieh das ganze doch mal etwas gelassener. Praktikum heisst nicht zwingend, dass jemand einen anweist. Du wirst weiter voll bezahlt, machst also das, was Dir zugewiesen wird, und gut ist. Wo ist das Problem?

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Mellemi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hm,wie will der Arbeitgeber mich denn beurteilen,wenn er nicht sieht was ich tue?ich möchte ja schliesslich das theoretisch erlernte umsetzen aber mache ich es richtig?ich werde ja auf menschen losgelassen!und aussitzen ist schon mal verkehrt.natürlich möchte ich nicht die weiterbildung hinschmeissen aber ich kann doch wohl verlangen,das man mir entgegenkommt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14411 Beiträge, 5598x hilfreich)

"Ich kann doch wohl verlangen ..." - ja, gut, ist ein Standpunkt. Mir zeigt er eher, dass du gelinde angefressen bist. Du kannst es verlangen - okay - aber dein Verlangen wird offenbar nicht erhört. Die Welt dreht sich meistens nicht nach unserem Verlangen.
Bleiben zwei Möglichkeiten: Du versteifst dich darauf, wirst immer saurer und unzufriedener mit absehbaren Folgen - oder du entspannst dich und nimmst einen Standpunkt ein, wie ihn @wirdwerden skizziert hat.
Denn eines bleibt ja wohl: die FB wird dir nützen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(34640 Beiträge, 13194x hilfreich)

In Ergänzung zu Blaubär: das Arbeitsgergebnis wird sehr wohl gesehen, und dafür braucht man nicht ständig hinter jemanden zu stehen. Externe Weiterbildungsmaßnahmen, da sind ja auch Betroffene, die in keinem Betrieb arbeiten. Da hat das Praktikum natürlich einen ganz anderen Charakter als bei jemandem, der arbeitet, und der jetzt eben noch ein bissele Qualifikation/Schulung benötigt, um den Schein zu bekommen.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2594 Beiträge, 972x hilfreich)

btw: weil das ALLE offensichtlich ignorieren...

Wie sieht denn die Klausel denn aus, dass du dich für ein Jahr verpflichtet hast. Denn es kann sein, dass diese ungültig ist...

Und um welche Kosten handelt es sich denn?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Mellemi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Weiterbildung hat nichts mit meiner jetzigen Tätigkeit zu tun.Das ist ein ganz anderer Bereich.Ja, ich könnte mal einfach so die Zeit absitzen und mir für die Abschlussarbeit das angeblich praktizierte aus den Fingern saugen.Das ist sehr wohl mein Problem,wenn der Arbeitgeber mich Tätigkeitsfremd einsetzt.Er bezahlt ja den Kurs,also muss ich ja machen was verlangt wird.
Aber egal,werde in der Schule sagen,"kann Hausarbeit nicht abgeben,da ich wie immer gearbeitet habe".Mal gucken was passiert.Die Weiterbildung kostet 980,-.1.Der Arbeitgeber beteiligt sich darüber hinaus mit einem Zuschuss in Höhe von insgesamt 980,- brutto an den durch den Mitarbeiter zu tragenden Kosten der Fortbildungsmaßnahme.Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen: insgesamt.
2.Der Mitarbeiter verpflichtet sich,die von dem Arbeitgeber bezüglich der oben bezeichneten Weiterbildungsmaßnahme getragene Kosten,einschließlich der während der Freistellung fortgezahlten Vergütung(insgesamt 980,-Eur)zu erstatten,wenn er das Arbeitsverhältnis vor Ablauf von 18 Monaten nach erfolgreichen Abschluss der Prüfung durch Eigenkündigung beendet.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9195 Beiträge, 3894x hilfreich)

Zitat (von Mellemi):
Aber egal,werde in der Schule sagen,"kann Hausarbeit nicht abgeben,da ich wie immer gearbeitet habe".Mal gucken was passiert.


Die Antwort können Sie sich doch selbst beantworten, damit ist ein erfolgreicher Abschluss der Prüfung nicht möglich.
Ich würde dem AG jetzt noch einmal schriftlich darum bitten, Dir die notwendige Stelle zum Bestehen der Prüfung zuzuteilen. Damit hast Du deine Pflicht erfüllt.

p.s.
Die Weiterbildung vorzeitig zu beenden ist keine gute Idee, damit könntest Du dich ersatzpflichtig gegenüber deinem Arbeitgeber machen, ganz im Gegensatz zu einem nicht bestehen.

0x Hilfreiche Antwort

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