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Probezeit: AN-Kündigungsfrist

28. Dezember 2016 Thema abonnieren
 Von 
sivon
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 12x hilfreich)
Probezeit: AN-Kündigungsfrist

Hallo Forum,

welche Frist gilt hier zur Kündigung durch den Arbeitnehmer in der Probezeit:
"Für beide Vertragsparteien gilt eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende. Eine Verlängerung der Kündigungsfrist aufgrund gesetzlicher Bestimmungen gilt für beide Vertragspartner. Jede Kündigung bedarf der Schriftform. Die Probezeit beträgt 6 Monate."

2 Wochen, oder?

Besten Dank!

Sivon

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105800 Beiträge, 37818x hilfreich)

Zitat (von sivon):
2 Wochen, oder?

Nö, denn im Vertrag hat man anderes vereinbart:
Zitat (von sivon):
Für beide Vertragsparteien gilt eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende.




Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
sivon
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 12x hilfreich)

Hallo Harry van Sell,

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Zwischenzeitlich die Antwort des Anwalts erhalten: er geht davon aus, dass die gesetzliche Kündigungsfrist (2 Wochen) gilt, da gerade die Verkürzung der Kündigungsfrist Zweck einer Probezeitvereinbarung sei. Sonst sei die Vereinbarung als Solche eher sinnlos.

Beste Grüße
Sivon

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105800 Beiträge, 37818x hilfreich)

Zitat (von sivon):
da gerade die Verkürzung der Kündigungsfrist Zweck einer Probezeitvereinbarung sei.

Habe ich auch kurz drüber nach gedacht, bin aber wieder von abgekommen.
Denn der Zweck einer Probezeitvereinbarung ist ja nicht nur die Verkürzung der Kündigungsfrist, auch die extrem leichte Kündigung (ohne jede Begründung, ohne vorhergehende Abmahnung oder sonstige Formalien) sowie der eventuelle Ausschluss von bestimmten Vergünstigungen kann der Zweck einer Probezeitvereinbarung sein.

Desweiteren ist diese Kündigungsfrist auch abdingbar im Rahmen der Vertragsfreiheit.



Aber: wenn mir ein Arbeitnehmer in der Probezeit mit kürzerer Frist kündigt, dann ist tatsächlich die Frage, ob man die dann nicht besser akzeptiert. Denn ein demotivierter Mitarbeiter ist nichtdas beste ...



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Tommy2016
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):

Habe ich auch kurz drüber nach gedacht, bin aber wieder von abgekommen.
Denn der Zweck einer Probezeitvereinbarung ist ja nicht nur die Verkürzung der Kündigungsfrist, auch die extrem leichte Kündigung (ohne jede Begründung, ohne vorhergehende Abmahnung oder sonstige Formalien) sowie der eventuelle Ausschluss von bestimmten Vergünstigungen kann der Zweck einer Probezeitvereinbarung sein.

Desweiteren ist diese Kündigungsfrist auch abdingbar im Rahmen der Vertragsfreiheit.

Entscheidend dürfte aber im vorliegendem Fall sein, wie die Regelung genau auszulegen ist. Sollte sich diese auch auf die Probezeit erstrecken? Aus Verkehrssicht wohl eher nicht, denn das würde den Hauptvorteil der Probezeit - die schnelle und unkomplizierte Kündigung - ja weitestgehend zunichte machen, wenn AN und AG noch für drei Monate gebunden sein müssen, obwohl einer (oder beide) nicht mehr möchten.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105800 Beiträge, 37818x hilfreich)

Zitat (von Tommy2016):
Sollte sich diese auch auf die Probezeit erstrecken?

Wenn das alles in einem Absatz steht, dann würde ich das mit JA beantworten.


Aber die Argumentation sollte sich ja immer am Ziel des Argumentierenden ausrichten.


Es kann auch sein, das ein Richter das arbeitmehmerfreundlich auslegt, für den AN gelten die 2 Wochen, für den AG die 3 Monate ...



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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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