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Provision gekürzt

28.11.2020 Thema abonnieren Zum Thema: Provision privat
 Von 
Hummel06
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Provision gekürzt

Hallo,

ich habe folgendes Problem. Ich arbeite nach Grundgehalt + Provision, wobei die Provision 20% vom erwirtschafteten Gewinn des verkauften Artikels sind.

Nun der Sachverhalt. Ich habe einen Fehler im Angebot des Kunden gemacht und dieser hat es auch mit dem Fehler bestätigt. Nun kam die Ware und der Kunde hat die Annahme verweigert. Mein AG hat nun meine auszuzahlende Provision um den Einkaufspreis gemindert. Also 20 % von erwirtschafteten Gewinn = auszuzahlende Provision - Einkaufspreis der Ware = neuer auszuzahlende Provision.

Ist das Rechtes? Und wenn es dann Rechtes ist, kann ich doch die Ware nach Hause nehmen und privat verkaufen oder?

Vielen Dank

-- Editiert von Hummel06 am 28.11.2020 13:18

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Provision privat


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(16241 Beiträge, 2477x hilfreich)

Zitat (von Hummel06):
Provision ist 20% vom erwirtschafteten Gewinn des verkauften Artikels
Der Artikel wurde nicht verkauft. Der erwirtschafte Gewinn ist Null.
20% von Null sind Null. Die Provision ist Null.
Kein Gewinn, weil keine Einnahme/Verkauf, nur Kosten/Einkaufspreis.

Das Grundgehalt bleibt. Der Artikel ist noch/wieder am Lager. Er kann nochmals verkauft werden.

Kauf du doch den *falschen* Artikel*, zB zum Einkaufspreis ab, bevor du ihn mitnimmst und bevor dein AG noch mit Schadensersatzforderung auf dich zukommt.


Dreimol Null es Null es Null, denn mer woren en d'r Kayjass en d'r Schull

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#2
 Von 
Hummel06
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)



Der Einkaufspreis wurde mir doch schon von meiner erwirtschafteten Provision aus anderen Verkäufen komplett abgezogen.


-- Editiert von Hummel06 am 28.11.2020 14:04

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#3
 Von 
Alter Sack
Status:
Schüler
(377 Beiträge, 55x hilfreich)

Zitat (von Hummel06):
Der Einkaufspreis wurde mir doch schon von meiner erwirtschafteten Provision aus anderen Verkäufen komplett abgezogen.
-- Editiert von Hummel06 am 28.11.2020 14:04

Was steht den im Arbeitsvertrag diesbezüglich zur Provisionsberechnung?

Allgemein hat der AN jedoch auch eine Schadensersatzpflicht seinem AG gegenüber.

Bei grober Fahrlässigkeit muss ein entstandener Schaden voll bezahlt werden, bei mittlerer Fährlässigkeit zu Hälfte und bei geringer Fahrlässigkeit gar nicht. Es ist also die Frage wie diesbezüglich der Fehler es AN eingestuft werden kann/muss. Die zweite Frage wäre das wie hoch der real entstandene Schaden ist.

Auf keinen Fall gehört die genannte Ware nun stillschweigend dem AN, auch dann nicht wenn der AG ihm den Einkaufpreis vom Gehalt/Provision abzieht. Ist der AN mit dem Provisionsabzug nicht einverstanden sollte er dies dem AG gegenüber kommunizieren, vielleicht kommt man ja zu einer einvernehmlichen Lösungen, ansonsten steht dem AN der Weg zum Arbeitsgericht offen.

-- Editiert von Alter Sack am 28.11.2020 16:20

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84571 Beiträge, 34540x hilfreich)

Wo ist der Artikel denn jetzt?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
Hummel06
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Natürlich noch am Lager der Firma. Es war nur eine Floskel, dass ich die Ware mitnehmen kann, da ich sie ja bezahlt habe.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84571 Beiträge, 34540x hilfreich)

Zitat (von Hummel06):
Natürlich noch am Lager der Firma

Dann würde ich mit dem Zahlungsnachweis einfach hin gehen und die Herausgabe fordern. Alternativ die Erstattung des einbehaltenen Geldes. Das ganze möglichst gerichtsfest.

Und nach Fristablauf ohne Reaktion dann einfach den ausstehenden Lohn einklagen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1703 Beiträge, 586x hilfreich)

Ja, wenn der Arbeitgeber seine Kosten für den Einkauf des Artikels komplett auf den AN umgelegt hat, dann gehört der Artikel dem AN und ist herauszugeben oder finanziell abzugelten.


Signatur:Meine persönliche Meinung
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