Resturlaub bei Kündigung nach Elternzeit

12. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
guest-12314.11.2023 14:33:21
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Resturlaub bei Kündigung nach Elternzeit

Hallo,

seit Juli 2022 habe ich täglich (Mo-Fr) 6 Stunden gearbeitet, im Vertrag stehen 3 Stunden täglich und der Urlaubsanspruch beträgt 30 Tage. Von Mitte Dezember 2022 bis zum 5. Januar 2023 war ich Krank geschrieben und war ab dem 6. Januar bis zum 5. Oktober in Elternzeit. In der Zwischenzeit habe ich einen besseren Job gefunden und habe aus der Elternzeit heraus gekündigt. Laut meiner Berechnung sollten mir 7,5 Tage Urlaub zustehen, die zu je 6 Stunden bezahlt werden sollten. Nun habe ich die Lohnabrechnung bekommen, und mir werden nur 3 Tage zu je 3 Stunden bezahlt, also insgesamt nur 9 Stunden Urlaubsentgelt.

Was ist nun richtig?

Im Rahmen dessen ist mir auch aufgefallen, dass mir seit April 2022 unregelmäßig (also nicht in jedem Monat) zu wenig Lohn, Urlaubs- und Krankenentgelt bezahlt wurden, insgesamt 44 Stunden, was rund 500€ entspricht. Lohnt es sich da, einen Anwalt einzuschalten?

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Zu wann hast du denn gekündigt?
Hat der AG deinen Urlaubsanspruch während der Elternzeit gekürzt?
Hattest du noch Resturlaub aus 2022?

Urlaub/Urlaubsentgelt für nicht genommenen Urlaub steht dir zu
a) für volle Arbeitsmonate
b) entsprechend der Verteilung deiner AZ auf die Wochentage, hier also 30 Tage pro Jahr bei eine 5-Tage-Woche
c) nach dem Durchschnitt der letzten 13 Wochen, aber ohne Berücksichtigung von Überstunden; von Überstunden zu sprechen, sollte in deinem Fall schwerfallen, wenn 6 Stunden die übliche AZ pro Tag waren.

Die Abrechnung deines Ex-AG dürfte also fehlerhaft sein.
Aber wie kommst du auf 7,5 Tage? 'Halbe Tage' gibt es nach BUrlG gar nicht.


Zitat:
§ 11 Bundesurlaubsgesetz :
(1) Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes.

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#2
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(850 Beiträge, 132x hilfreich)

Wie kommst Du denn auf 7,5 Tage Urlaub? Für welchen Zeitraum berechnest Du den Urlaubsanspruch?

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#3
 Von 
guest-12314.11.2023 14:33:21
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

ich habe zum 18. Oktober gekündigt, Resturlaub aus 2022 hatte ich keinen. Ich hatte 14 Tage Kündigungsfrist.

Mir wurde mitgeteilt, dass ich während der Elternzeit keinen Urlaubsanspruch habe. Bei 9 Monaten Elternzeit bleiben vom Urlaubsanspruch 3/12 übrig, daher die 7,5 Tage rein rechnerisch.

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#4
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Es geht also nur um den U-Anspruch für 2023.
Nach eigenem Bekunden warst du "ab dem 6. Januar bis zum 5. Oktober in Elternzeit"
Dann: "Mir wurde mitgeteilt, dass ich während der Elternzeit keinen Urlaubsanspruch habe." - heißt wohl genauer: für die Monate Elternzeit, in denen du kein Gehalt bezogen hast. Im Januar hast du noch Gehalt bezogen (Entgeltfortzahlung wg. AU), ob auch noch im Oktober, ist nach dem Stand der Informationen unklar. (Vmtl. eher nicht.)
Dann frage ich mich, wie du darauf kommst:

Zitat (von go649771-97):
Bei 9 Monaten Elternzeit bleiben vom Urlaubsanspruch 3/12 übrig

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#5
 Von 
guest-12314.11.2023 14:33:21
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich sehe schon, es wird komplizierter als ich dachte;

Zunächst habe ich in 3 Monate Elternzeit gegangen, aufgrund dessen schrieb mir mein Ex-Arbeitgeber, dass ich nur noch Anspruch auf 23 Urlaubstage habe. Später habe ich meine Elternzeit auf 9 Monate verlängert, was mir auch schriftlich bestätigt wurde, jedoch ohne Nennung der mir zustehenden Urlaubstage.

Da ich nach dem 30.6. gekündigt habe, habe ich, meines Wissens nach, Anspruch auf den vollen Jahresurlaub von 30 Tagen. Das sind theoretisch pro Monat 2,5 Tagen. Abzüglich der Elternzeit hätte ich dann in diesem Jahr einen Urlaubsanspruch von 3 Monaten, also 7,5 Tage, gerundet 8 Tage. Oder bin ich jetzt völlig auf dem Holzweg?

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#6
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(850 Beiträge, 132x hilfreich)

1. Der Arbeitgeber kann den Urlaubsanspruch nur für die Monate kürzen, in denen KEIN Gehalt gezahlt wurde. Wenn ich das richtig verstehe, hast Du im Januar Gehalt erhalten und im Oktober auch. Damit kann der Urlaubsanspruch um 8 Monate gekürzt werden.

2. In der zweiten Jahreshälfte hast Du vollen Urlaubsanspruch, zumindest den gesetzlichen von 20 Tagen. Wenn in Deinem Arbeitsvertrag keine Regelung zu den zusätzlichen zehn Tagen enthalten ist, gilt dies für die vollen 30 Tage.

3. Bei Dir ergibt sich somit: 30 Tage - 8 * 2,5 = 10 Tage Anspruch

4. Die Berechnung des Urlaubsentgelts berechnet sich am Schnitt des Gehalts der 13 Wochen vor dem Urlaubsantritt bzw. Ausscheiden aus dem Unternehmen. Die Elternzeit wird nicht berücksichtigt, wohl aber die Krankheitstage, bei denen Du entsprechend Lohnfortzahlung erhalten hast. Das müsste man genau berechnen.

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#7
 Von 
guest-12314.11.2023 14:33:21
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe aus der Elternzeit heraus gekündigt zum 18. Oktober. Zwischen dem Ende der Elternzeit und dem Ausscheiden aus der Firma habe ich meinen Resturlaub genommen, der nach meiner Berechnung bei Aufgerundeten 8 Tagen lag. Sprich: Ich habe seit Dezember 2022 nicht mehr gearbeitet.
Im Krankheitsfall wurden mir auch 6 Stunden pro Tag bezahlt.

Im Arbeitsvertrag steht, dass die Urlaubsregelung laut Tarifvertrag gilt: https://www.die-gebaeudedienstleister.de/die-branche/tarif-und-personal/rahmentarifvertrag

Kurz zusammengefasst: Der Urlaub beträgt 30 Tage. Für jeden vollen Beschäftigungsmonat beträgt der Anspruch 1/12 pro Monat. Der gesetzliche Mindesturlaub darf nicht unterschritten werden.
Während des Urlaub erhält man den durchschnittlichen Lohn der letzten 12 Monate. Unberücksichtigt bleiben dabei unverschuldete Fehltage, wie z.B. Krankheitstage.
Der Urlaubslohn kann der ... errechneten Höhe nur dann gefordert und ausgezahlt werden, wenn ... Beschäftigte wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Urlaub ganz oder teilweise nicht mehr gewährt oder von ihnen nicht genommen werden kann

Also das stimmt vorne und hinten nicht, was mein Ex-Arbeitgeber da gemacht hat.

Liege ich jetzt damit richtig, dass mir 8 Tage zu jeweils 6 Stunden bezahlt werden müssten?

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#8
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(850 Beiträge, 132x hilfreich)

Unverständlicher Sachverhalt.

Zitat (von go649771-97):
Ich habe aus der Elternzeit heraus gekündigt zum 18. Oktober. Zwischen dem Ende der Elternzeit und dem Ausscheiden aus der Firma habe ich meinen Resturlaub genommen, der nach meiner Berechnung bei Aufgerundeten 8 Tagen lag. Sprich: Ich habe seit Dezember 2022 nicht mehr gearbeitet.
Elternzeit endete am 5. Oktober. Bis zum 18. Oktober ergeben sich 9 Arbeitstage.

Was genau steht auf der Gehaltsabrechnung für Oktober? Man hätte Dich für 9 Arbeitstage bezahlen und nach meiner Rechnung oben noch einen Urlaubstag abgelten müssen.

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#9
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Zitat (von go649771-97):
Zwischen dem Ende der Elternzeit und dem Ausscheiden aus der Firma habe ich meinen Resturlaub genommen,

Deine wechselnden Ausführungen vermögen zu verwirren, aber klären nix.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(850 Beiträge, 132x hilfreich)

Scheinen wohl keine Wunschantworten gekommen zu sein ...

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