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Rückmeldungen Ende Elternzeit Abmahnung

 Von 
fb428377-10
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)
Rückmeldungen Ende Elternzeit Abmahnung

Hallo :)

Hätte eine Frage zu folgendem Sachverhalt:

Arbeitnehmer X arbeitet in einer kleinen Firma. Dienstpläne werden immer erst sehr kurzfristig (mitunter am Vortag) mitgeteilt. Nun hatte X Elternzeit genommen. Aufgeteilt auf dreimal (1 Monat, 1 Monat und am Ende nochmals 2 Monate am Stück, alles im Rahmen der vier Elterngeld Plus Monate sozusagen). Immer kurz vor Ende der Elternzeit hat der AG den X angerufen und ihm mitgeteilt, wann er wieder zu arbeiten hat. Einmal war dies direkt am Tag nach Ablauf der Elternzeit, einmal war X erst am übernächsten Tag zum Dienst eingeteilt. Als nun die zweimonatige Elternzeit endete und sich der AG bisher nicht bei X gemeldet hatte am letzten Tag der Elternzeit, ging X zunächst davon aus, am Folgetag noch nicht arbeiten zu müssen. Am Abend dann erreichte ich doch der Anrufer des AG, er müsse am nächsten Morgen arbeiten (immerhin 13 Stunden vor Arbeitsbeginn). Am nächsten Tag sollte X dann eine Abmahnung erhalten, da er sich nicht beim AG zwecks der Nachfrage seiner Einteilung gemeldet hatte und laut AG dies seine Pflicht gewesen sein.

Nun meine Frage: ist/wäre diese Abmahnung rechtens? Bisher konnte X darauf vertrauen, dass sein AG ihm seine Arbeitszeiten mitteilte (nicht nur wie geschehen am Ende der vorherigen Elternzeit Monate, auch generell, wenn X zb nur Urlaub genommen hatte, hat ihm der AG telefonisch seinen Arbeitsbeginn und seine Einteilung immer mitgeteilt). Noch dazu ist X ja zur Arbeit erschienen.

Danke schon einmal und viele Grüße :)

-- Editiert von fb428377-10 am 06.03.2020 21:25

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Elternzeit Abmahnung Frage Tag


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11631 Beiträge, 4828x hilfreich)

Der AG handelt nicht korrekt mit seinen derart kurzfristigen Bescheiden, aber du wohl auch nicht. Das Fehlverhalten des einen rechtfertigt nicht das Fehlverhalten des anderen.
Insofern mag die Abmahnung "rechtens" sein oder auch nicht. Ich halte sie für eher bedeutungslos, insofern Wiederholungsgefahr eher nicht besteht.
Abheften und vergessen.
Das weitergehende Thema ist, wieso ihr derart kurzfristige Einsatzpläne akzeptiert.
Aber danach ist ja nicht gefragt.

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#2
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(14097 Beiträge, 2142x hilfreich)

Zitat (von fb428377-10):
Am nächsten Tag sollte X dann eine Abmahnung erhalten,
Hat X denn eine Abmahnung erhalten?
Zitat (von fb428377-10):
Nun meine Frage: ist/wäre diese Abmahnung rechtens?
Hat also keine erhalten.
Man weiß nicht einmal, was drin gestanden hätte.

Nun meine Frage: Was soll deine Frage?

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#3
 Von 
nunja123
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 49x hilfreich)

Zitat (von fb428377-10):
Nun meine Frage: ist/wäre diese Abmahnung rechtens? Bisher konnte X darauf vertrauen, dass sein AG ihm seine Arbeitszeiten mitteilte (nicht nur wie geschehen am Ende der vorherigen Elternzeit Monate,

Ob die Abmahnung begründet GEWESEN WÄRE, mag ich nicht beurteilen. Aber er hat sie ja nicht erhalten und es ist auch nicht wirklich ein Schaden entstanden. Er war ja arbeiten.

Aber mal ehrlich, wenn ich mehrere Wochen nicht arbeiten war, bedingt durch Elternzeit, Krankheit usw, dann würde ich es als meine Pflicht ansehen, den AG rechtzeitig anzurufen um mitzuteilen, dass ich wie geplant ab Tag X wieder Einsatzbereit bin und nach meiner ersten Schicht fragen.

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#4
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11631 Beiträge, 4828x hilfreich)

Nun - man kann das ja Mal durcharbeiten, ob eine solche Abmahnung berechtigt gewesen wäre.
Im Prinzip ja, will mir scheinen. Denn eine Aufrechnung im Unrecht gibt es da nicht.

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#5
 Von 
nunja123
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 49x hilfreich)

blaubär+
Unter dem Aspekt, dass ich meine Arbeitskraft anbieten muss, könnte eine Abmahnung durchaus berechtigt sein.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81073 Beiträge, 33913x hilfreich)

Zitat (von fb428377-10):
Ende Elternzeit

Das kam ja nun nicht überraschend für den Arbeitgeber, somit wäre es seine Aufgabe gewesen rechtzeitig zu kommunizieren. Eine Pflicht des Arbeitnehmers hier aktiv zu werden sehe ich hier nicht.



Zitat (von fb428377-10):
Dienstpläne werden immer erst sehr kurzfristig (mitunter am Vortag) mitgeteilt.

Zitat (von fb428377-10):
(immerhin 13 Stunden vor Arbeitsbeginn).

Das ist deutlich zu kurz. 2-4 Wochen vorher wäre angemessen und wohl auch gerichtlich durchsetzbar.



Zitat (von fb428377-10):
Am Abend dann erreichte ich doch der Anrufer des AG,

Außerhalb der Arbeitszeiten muss man für den AG nicht erreichbar sein - einfach blocken oder ignorieren.



Zitat (von fb428377-10):
Arbeitnehmer X arbeitet in einer kleinen Firma.

Wenn unter 10 Arbeitnehmern könnte eine Gegenwehr zum Problem werden - das ist der Kündigungsschutz nicht so wirklich vorhanden.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
fb428377-10
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)

Aber mal ehrlich, wenn ich mehrere Wochen nicht arbeiten war, bedingt durch Elternzeit, Krankheit usw, dann würde ich es als meine Pflicht ansehen, den AG rechtzeitig anzurufen um mitzuteilen, dass ich wie geplant ab Tag X wieder Einsatzbereit bin und nach meiner ersten Schicht fragen.

Es ist ja klar, dass wenn die Elternzeit endet,man wieder bereit steht zu arbeiten (eine Kündigung fand ja nicht statt). Ebenso waren im voraus wie erwähnt keine dienstpläne festgestanden und die übliche Praxis bisher war eine Mitteilung seitens des Arbeitgebers

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#8
 Von 
fb428377-10
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)

Danke für die Antwort. Es sind glücklicherweise etwas mehr als zehn Arbeitnehmer.

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#9
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7423 Beiträge, 2957x hilfreich)

Zitat (von fb428377-10):
etwas mehr als zehn Arbeitnehmer.

Alle Vollzeit? Denn Teilzeitarbeiter werden auch nicht voll eingerechnet!

Signatur:"Valar Morghulis"
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