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*Rückwirkend Kündigung Arbeitsvertrag unterschrieben!?*

14.8.2020 Thema abonnieren
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
*Rückwirkend Kündigung Arbeitsvertrag unterschrieben!?*

Ich hatte aus sehr vielen Gründen am 25.06.20 zum 15.07.20 MEINE Kündigung abgegeben.
3 Gesellschafter = 3 Kündigungen. Senior(Gründer)1, Sohn(Chef)2 und Tochter(Chefin)3.
Diese wurde bei einem "Klärungsgespräch" durch meinen AG 2, (3) am 26.06.20 vor meinen Augen zerrissen.
Am 03.08.20 kam es von mir aus wieder zu einem Gespräch mit meine AG 2 und 3.
Betriebsrat NIEMALS, Kündigung nie durch AG und Aufhebungsvertrag (nix), was ich niemals unterzeichnet hätte.
Mir wurde aber im Gespräch schon gezeigt, das meine alte Kündigung an AG 3 noch existiert. s***t happens
Ein neuen Arbeitsvertrag wollt mein AG auch nicht. Weiter Sklavenvertrag (schriftlich) und ALLES fordern (mündlich). Das ging viele Jahre gut, nur leider blieb es bei (mündlich) + diverse Abzüge auf alles möglich.
(Überstundenkontrolle kein Zugriff und "Recht". Stundenzettel manipuliert. Monatspläne manipuliert.)
Verschwunden ist vieles und ohne Rechtsanwalt nur ein Wagnis und ständig Stress und ärger mit oder mehr durch den AG.
Das bei ca. (laut Firma) 35 Mitarbeiter... gutes Geschäft würde ich sagen.
Das war leider früher schon beim Gründer AG 1 so und schlimmeres.
Ich hasse Streit und hab zu vieles zugelassen (Verjährt) und ertragen (mündlich).
"Kündige doch einfach." ist ein zu leichter Satz.
Am 03.08.20 nach einer zweiten kurzen Pause für meine AG, würde mir unter "Witzeleien vor´m Kalender" meine eigene Kündigung unterschrieben mit dem Datum 29.06.20
Am 16.07. und 17.07 habe ich aber noch gearbeitet. Sowie die "Betriebsferien" ab dem 18.07. bis 02.08. genommen (14 Tage Urlaub).
Für den 03.08. habe ich meinen AG auch noch einen Stundenzettel für 3 Stunden abgegeben (Betriebsversammlung, das Gespräch, Rückgabe Firmendinge).
Bis zum 31.07.20 ist soweit wohl auch alles bezahlt, außer das wieder (dieses mal) "nur" 0,5 Stunden fehlen.
Mein AG hat meine KV aber auch schon zum 31.07.20 gekündigt.
150 Ü.Std ausgezahlt (HALLO ich will kein GELD sondern die "Frei"ZEIT).
Ü.Std. in Geld sind nur Geld! Ü.Std in ZEIT sind wie Urlaub... Frei und bezahlt.
Für meine AG ist es dadurch sogar mindestens doppeltes Geld (je nach Betriebsgewinn wohl sehr viel mehr).

Danke für die Lektion, das man nur noch ALLES schriftlich vom AG unterzeichnet brauch.
Beweise für Stundenklau, Ü.Std. klau, Urlaubsklau und anderes hätte ich auch... nur leider alles "verfallen/verjährt" oder durch AG nicht unterzeichnet usw.

-- Editiert von Syruspearl am 14.08.2020 22:03

-- Editiert von Syruspearl am 14.08.2020 22:05

-- Editiert von Syruspearl am 14.08.2020 22:16

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21 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Eff123
Status:
Schüler
(292 Beiträge, 47x hilfreich)

Was ist die Frage?

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#2
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(958 Beiträge, 267x hilfreich)

Wenn Sie die Kündigung per Einschreiben geschickt hätten(um einen Nachweis der Zustellung zu haben), wäre sie gültig.
Eine Kündigung muss nicht bestätigt oder „akzeptiert" werden. Es bedarf auch keiner Begründung.

Durch den Rest steigt man nicht durch.
Wäre nett, wenn Sie das nochmal etwas sortieren und klarer schreiben würden.

„kündige doch einfach" ist tatsächlich ein leicht gesagter Satz, aber letztlich kann man Ihnen auch nicht helfen, wenn Sie jahrelang freiwillig für diese Firma arbeiten.
Illegalitäten müssen Sie natürlich nicht hinnehmen, aber eben zumindest aktiv Ihre Rechte durchsetzen.

-- Editiert von Despi am 14.08.2020 22:57

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#3
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Frage wäre... eine Antwort.
Was ist hier alles schief gelaufen?
Ist diese Kündigung rechtens? Also selbst unter Täuschung zulässig?

Zusatz:Ich hab "Nachrichten" von meinem Chef "Lass uns mal nach dem Urlaub das und das...".
Sowie eine E Mail von mir (18.07.20), in der steht, das ich "diese Kündigung hätte bestehen lassen sollen" weil...

Ich habe auch nie eine Antwort der Firma erhalten oder unterzeichnet (Kündigung akzeptiert/aufgehoben).
Sowas ist doch kein "Joker" den man einfach zeihen kann. zumal am 03.08.20 dieses Datum (15.07.20) längst überschritten war!?

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#4
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Despi

Arbeitsvertrag: (Helfer) am 19.08.20 wären es 11 Jahre.
Seit X Jahren allein oder mit Lehrlingen, polnischen Kollegen oder auch "gleichen" Kollegen auf Baustellen. Großteil sogar öffentliche Träger. Aufgaben A bis Z für mich und Kollegen bei mir.
Arbeitszeitverstöße (ü 10 Std.), Datenschutzverstöße (Ausweiskopien auf Rückseiten von Zetteln) usw.
Ich sag mal das volle Programm.

MEINE Kündigung 25.06.20 zum 15.07.20. (2 Wochen Frist laut Vertrag... usw.)
Zerrissen am 26.06.20 unter Täuschung.
Am 03.08.20 wollte und konnte ich durch (eigene Abzüge) dieses Verhältnis nicht mehr weiter führen.

Zumal ich es auch wärend meines Urlaubs versucht habe, eine Erkenntnis zu bekommen, wie andere (nicht alle) Kollegen über sowas denken. Zu wenig Feedback... also erstmal ruhen lassen.

Leider musste ich am 03.08.20 (den Tag an dem ich mich selbst kündigte/ oder mein Chef es halt rückwirkend tat) feststellen, dass mich mindestens 1 Kollege schon beim Chef "verpfiffen" hatte. Angeblich hätte ich was um die Firma erpressen zu wollen (laut diesen Kollegen). Mein Chef nannte mir sogar den Namen.
BETRIEBSRAT gleich Erpressung? Echt jetzt?
Das wäre doch wohl ein Witz oder nicht?

-- Editiert von Syruspearl am 14.08.2020 23:24

-- Editiert von Syruspearl am 14.08.2020 23:31

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#5
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(958 Beiträge, 267x hilfreich)

Zitat (von Syruspearl):

Seit X Jahren allein oder mit Lehrlingen, polnischen Kollegen oder auch "gleichen" Kollegen auf Baustellen. Großteil sogar öffentliche Träger. Aufgaben A bis Z für mich und Kollegen bei mir.

Soweit so gut.

Zitat:

Arbeitszeitverstöße (ü 10 Std.),
Datenschutzverstöße (Ausweiskopien auf Rückseiten von Zetteln) usw.

Klingt alles nicht erlaubt.
Hätte ich persönlich nicht 11 Jahre lang mitgemacht.
Sind die Stunden wenigstens bezahlt worden?
Wenn nicht, würde ich auf Nachzahlung Bestehen und ggf. auch klagen (soweit wie möglich Rückwirkend, geht glaube ich 3 Jahre). Bin ja kein Sklave, gell? Wenn der Mindestlohn dadurch unterschritten wurde: Dann kommt für die Firma noch ne Nachzahlung an die Sozialversicherungen und recht wahrscheinlich ne deutliche Strafe.
Und mit den öffentlichen Aufträgen wäre es u.U. auch vorbei.
Aber ich spekuliere.. vielleicht sind ihnen ja alle Stunden ordnungsgemäß bezahlt worden .

Zitat:

MEINE Kündigung 25.06.20 zum 15.07.20. (2 Wochen Frist laut Vertrag... usw.)
Zerrissen am 26.06.20

Ist somit zugestellt und wirksam, Zustellung kann aber vermutlich nicht bewiesen werden, oder?

Zitat:
unter Täuschung.

Verstehe ich nicht

Zitat:

Am 03.08.20 wollte und konnte ich durch (eigene Abzüge) dieses Verhältnis nicht mehr weiter führen.

Haben Sie einfach nicht mehr gearbeitet?
Das ist nicht so gut. Bezahlt werden Sie zumindest nicht für diese Zeit.

Zitat:

Leider musste ich am 03.08.20 (den Tag an dem ich mich selbst kündigte/ oder mein Chef es halt rückwirkend tat) feststellen,

Steige nicht durch. Sind Sie jetzt gekündigt?

Zitat:

dass mich mindestens 1 Kollege schon beim Chef "verpfiffen" hatte. Angeblich hätte ich was um die Firma erpressen zu wollen (laut diesen Kollegen). Mein Chef nannte mir sogar den Namen.
BETRIEBSRAT gleich Erpressung? Echt jetzt?
Das wäre doch wohl ein Witz oder nicht?

Völlig egal.
Reden kann man viel, beweisen vermutlich nichts.
Wenn Sie schon nicht mehr dort arbeiten, würde ich an Ihrer Stelle gar nichts mehr machen, schon gar nicht mit irgendwelchen Betriebsräten oder Chefs sprechen. Sie könnten Anzeige erstatten wegen der Falschbehauptung. Mir wäre eine Anzeige zu blöd.
Wenn Sie dort doch noch arbeiten, würde ich an Ihrer Stelle meinem Chef sagen, dass die Anschuldigen haltlos sind und das Thema dann abhaken.

Nur zur Sicherheit:
Wenn die Behauptung tatsächlich richtig wäre und Sie wirklich vorhatten, die Firma zu erpressen (zahlt mir 10.000,- oder ich melde die Missstände bei Behörden), hoffe ich, dass man Ihnen das nicht beweisen kann.
Versuchte (und tatsächliche) Erpressung st
strafbar.



-- Editiert von Despi am 15.08.2020 01:21

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#6
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(13115 Beiträge, 5246x hilfreich)

/// ... am 26.06.20 vor meinen Augen zerrissen.
Irrelvant.
Die Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung und bedarf keiner Zustimmung; nur die Fristen sind zu wahren.
Eigentlich ist damit der Käse gegessen. Der Rest ist mir zu wirr.

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#7
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Despi

Mindestlohnunterschreitungen gab es soweit nicht und nie. So dumm sind "die" dann doch nicht.
Auf Stundenzetteln von der Baustelle (Montageführer schreibt diesen Zettel) und gibt ihn Freitags im Büro ab oder schickt ihn auch durch Mail (Beweise) zur Firma.
Dem Montageführer fehlen in dem Fall keine Stunden (könnte er ja bemerken durch Notizen oder Fotos usw.), aber den anderen (meist 1 - 2) wurden die Woche durch die Firma Stunden "gestrichen", durch Übertragung von Firmenführung ins System.

Also bei Montageführer fehlt nichts, bei dem anderen verschwinden Stunden.
5 Tage... jeden Tag so 0,25 - 0,5 Stunden weg.
"Ja dann habt ihr da wohl Pause gemacht" hieß es als man den Chef anspricht.
Pausen (1 Stunde) zieht der (Montageführer) selber ab. Betriebliche Übung.
Beim Schreiber fehlt nichts und beim Rest wird gekürzt.
1 - 2 mal hatte ich selber schon angst, polnische Kollegen oder andere gehen mir bald ans Leder.
Weil diese ja auch bei mir ankamen und fragten warum ihnen Stunden fehlten.

Wie die Firma diese ORGINAL Stunden für die Baustelle abrechnet weiß ich nicht.
Nur da wird sicher von diesen GEKÜRZTEN Stunden nichts gekürzt sein.



-- Editiert von Syruspearl am 15.08.2020 10:38

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#8
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Despi - unter Täuschung.

Diese Kündigung wurde mit mir und meine 2 Chefs für nie "geschrieben/gesehen/erhalten" erklärt.
Zerrissen vor mir freudig durch Chef, mit meinem Einverständnis dazu.

Für beide Seiten existierte die Kündigung sozusagen nicht mehr.
Das es nur eine Täuschung (zerreißen) war, wusste ich nicht.
Die Kündigung wäre zum 15.07. gültig gewesen (geschrieben 25.06.).

Ich habe bis zum 3.08.20 gearbeitet (Arbeit sowie Urlaub).
Hier tauchte diese Kündigung wieder auf und wurde durch meine Chef rückwirkend mit dem Datum 29.06.20

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#9
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(958 Beiträge, 267x hilfreich)

Zitat (von Syruspearl):
@ Despi - unter Täuschung.

Diese Kündigung wurde mit mir und meine 2 Chefs für nie "geschrieben/gesehen/erhalten" erklärt.
Zerrissen vor mir freudig durch Chef, mit meinem Einverständnis dazu.

Für beide Seiten existierte die Kündigung sozusagen nicht mehr.
Das es nur eine Täuschung (zerreißen) war, wusste ich nicht.
Die Kündigung wäre zum 15.07. gültig gewesen (geschrieben 25.06.).

Ich habe bis zum 3.08.20 gearbeitet (Arbeit sowie Urlaub).
Hier tauchte diese Kündigung wieder auf und wurde durch meine Chef rückwirkend mit dem Datum 29.06.20


Wie gesagt, sobald Sie die Kündigung übergeben haben, ist sie gültig.
Was der Chef dann damit macht, ist für Sie egal.
Problematisch wird es, wenn ihr Chef sagt „Kündigung, was für eine Kündigung?

Ihr Chef darf da nicht einfach irgendwas rückdatieren.
Hat er dazu eine neue Kündigung in ihrem Namen geschrieben und Sie haben unterschrieben?
Oder ist die alte Kündigung geändert worden?

Hat ihr Chef Sie für die Zeit 29.06. bis 03.08. bezahlt?

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#10
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Despi):
Zitat (von Syruspearl):
@ Despi - unter Täuschung.

Ihr Chef darf da nicht einfach irgendwas rückdatieren.
Hat er dazu eine neue Kündigung in ihrem Namen geschrieben und Sie haben unterschrieben?
Oder ist die alte Kündigung geändert worden?

Hat ihr Chef Sie für die Zeit 29.06. bis 03.08. bezahlt?


Anscheinend kann, darf und hat er das ja am 03.08.20 getan. Denn es ist ja passiert.
Ein neuen Arbeitsvertrag (Änderung) bekomm ich nicht
Ich wurde als "Helfer" geführt und als "Vorarbeiter" benutzt.
So spart man sicher überall Geld.

Eine Kündigung von Ihm bekomm ich nicht.
Sein Aufhebungsvertrag wollt ich nicht unterschreiben.

Also nutzte er diese "verfallene Kündigung" um mich loszuwerden.

Es gab keine anderen Kündigungen. Es würde auch am Schreiben nichts geändert

Für meinen Arbeitgeber ist es fristlos "auf wiedersehen und weg mit dir".
Für die letzten Tage (16.07 - 31.07. die nach dieser Kündigung gearbeitet wurde) wurde ich inzwischen bezahlt.

Für den 03.08. habe ich 3 Stunden geschrieben (anderer Abrechnungsmonat).
Diese 3 Stunden sind dadurch noch nicht bezahlt.

Meine Krankenversicherung usw. wurde durch meinen AG am 10.08. zum 31.07. abgemeldet.

-- Editiert von Syruspearl am 15.08.2020 12:29

-- Editiert von Syruspearl am 15.08.2020 12:32

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#11
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(13115 Beiträge, 5246x hilfreich)

/// Anscheinend kann, darf und hat er das ja am 03.08.20 getan. Denn es ist ja passiert.

Natürlich nur, solange niemand Einhalt gebietet. Du lamentierst bloß herum, tust aber Entscheidendes nicht.
Oder: Wer denkst du, soll dir die Kohlen aus dem Feuer holen`?

:bang:

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#12
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
/// Anscheinend kann, darf und hat er das ja am 03.08.20 getan. Denn es ist ja passiert.

Natürlich nur, solange niemand Einhalt gebietet. Du lamentierst bloß herum, tust aber Entscheidendes nicht.
Oder: Wer denkst du, soll dir die Kohlen aus dem Feuer holen`?

:bang:


Das ist richtig. Einhalt wie?

Manches ist immer leicht daher gesagt, von jemanden wie Ihnen Herr "blaubär+.
Was wäre denn entscheidendes? Eine Kündigungsschutzklage?
Eine Woche hätte ich noch Zeit dafür. Die Frau Anwältin schiebt es her.

Will sich der Arbeitnehmer gegen eine Kündigung wehren, muss er innerhalb von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen. Erhebt der Arbeitnehmer nicht innerhalb von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung eine Kündigungsschutzklage, gilt die Kündigung als von Anfang an wirksam.

Ich hab meinen Fall geschildert, da ich RAT suche.

Herr Despi nimmt sich dieser Hilfe zumindest an, wofür ich Ihm auch sehr dankbar bin.

Ihre letzte Antwort hingegen ist meiner Meinung nach unsachlich.
Zumal Sie mich abwerten, weil ich mich darin nicht so gut auskenne, wie Sie anscheinend.
Bitte lassen Sie das.


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#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90321 Beiträge, 35521x hilfreich)

Zitat (von Syruspearl):
Die Frau Anwältin schiebt es her.

Dann der Frau Anwältin mal eine klare Ansage machen.
Wobei man das auch ohne Anwalt machen könnte, denn der kostet nur Dein Geld.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#14
 Von 
Anami
Status:
Legende
(19281 Beiträge, 3513x hilfreich)

Zitat (von Syruspearl):
Diese 3 Stunden sind dadurch noch nicht bezahlt.
Da geht Lohnklage. Wegen ausstehendem Lohn. Auch beim Arbeitsgericht. 3-Tage Restlohn kommt evtl. Ende August??

Kündigungsschutzklage? Ja, die geht auch. Innerhalb 3 Wochen. Da kannst du selbst hin, wenn es der Anwältin nicht wichtig erscheint. Dort gibts eine Rechtsantrag-Stelle, die formuliert deine Klage. Auch dazu musst du wissen, was du willst/was du erklagen willst.

Unsachlich warst du bisher, indem du nur deinen Frust hier ausgelassen hast.
Will man Hilfe, sollte man fragen, was nun zu tun ist, wenn man das/das/das erreichen will.
Zitat (von Syruspearl):
Ich wurde als "Helfer" geführt und als "Vorarbeiter" benutzt.
Damit brauchst du nicht zum Arbeitsgericht. Du hast dich jahrelang benutzen lassen.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#16
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Syruspearl):
Die Frau Anwältin schiebt es her.

Dann der Frau Anwältin mal eine klare Ansage machen.


Ich suchte lediglich Rat bei einer Anwältin. War eher "muss ich mal gucken" und "Kündigung ist Kündigung".
Ab dem 16.07. würde für Sie mich ein neuer Arbeitsvertrag gelten, da ich ja auch über diese Frist hinaus gearbeitet habe.
Also eher "Sie werden da wohl wieder arbeiten müssen".

Zitat (von Anami):
Zitat (von Syruspearl):
Diese 3 Stunden sind dadurch noch nicht bezahlt.
Da geht Lohnklage. Wegen ausstehendem Lohn. Auch beim Arbeitsgericht. 3-Tage Restlohn kommt evtl. Ende August??

Auch dazu musst du wissen, was du willst/was du erklagen willst.

Unsachlich warst du bisher, indem du nur deinen Frust hier ausgelassen hast.


Ja Mitte August.

Also für mich sind viele Dinge nicht mehr zumutbar gegenüber meines AG. Mein Vertrauen ist nun restlos kaputt.

Verzeihen Sie mir dieses bitte, wenn es so rüber kam von meiner Seite aus.
Ich bin lediglich ein wenig gestresst durch viele Folgen die daraus entstanden.

Zitat (von ohne_Namensnennung):
Für den Fall, dass der Sachverhalt sich tatsächlich zugetragen haben sollte:

Zitat (von Syruspearl):
Ich hatte aus sehr vielen Gründen am 25.06.20 zum 15.07.20 MEINE Kündigung abgegeben.
3 Gesellschafter = 3 Kündigungen. Senior(Gründer)1, Sohn(Chef)2 und Tochter(Chefin)3.


Eine Kündigung ist gegenüber der Gesellschaft zu erklären.

Zitat (von Syruspearl):
Diese wurde bei einem "Klärungsgespräch" durch meinen AG 2, (3) am 26.06.20 vor meinen Augen zerrissen.


Allein hieraus ist die Kündigung noch nicht aus der Welt. Gegebenenfalls hat man sich aber verständigt, das Arbeitsverhältnis zu unveränderten Konditionen fortzusetzen. Hierfür spräche jedenfalls die Weiterbeschäftigung über die Kündigungsfrist hinaus.

Der Lohn für den Monat August wird wohl noch nicht fällig sein.

Für die Erbhebung einer Kündigungsschutzklage und der Geltendmachung von Entgeltdifferenzen sind (Ausschluss-)Fristen zu beachten.


Der Gesellschaft zu erklären?

Richtig, diese Verständigung fand statt. Ich arbeite wie gehabt weiter und meine 2 Chefs (Sohn und Tochter) halten mir den Chef 3 (Senior) vom Hals.

Ausschlussfristen sind ein gutes Thema!

Mein Vertrag: § 13 Ausschlußfrist

1. Alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und solche, die mit dem Arbeitsverhältnis in Verbindung stehen, verfallen, wenn nicht innerhalb von zwei Monaten nach der Fälligkeit gegenüber der anderen Vertragspartei schriftlich erhoben werden.

2. Lehnt die Gegenpartei den Anspruch ab oder erklärt sie sich nicht innerhalb von zwei Wochen.

nach der Geltendmachung des Anspruches, so verfällt dieser, wenn er nicht innerhalb von zwei Monaten nach der Ablehnung oder dem Fristablauf gerichtlich geltend gemacht wird.


Ich finde hierzu nur ein altes Gerichtsurteil.

BAG Urteil vom 25.05.2005,  5 AZR 572/04

1. Der Arbeitsvertrag ist Verbrauchervertrag im Sinne von § 310 Abs. 3 BGB.
2. In Formulararbeitsverträgen können zweistufige Ausschlussklauseln vereinbart werden. Die Mindestfrist für die gerichtliche Geltendmachung der Ansprüche beträgt drei Monate.
3. Ist die Ausschlussfrist zu kurz bemessen, benachteiligt sie den Arbeitnehmer unangemessen und ist deshalb unwirksam. Die Ausdehnung auf eine zulässige Dauer kommt nicht in Betracht. Es gilt dann allein das gesetzliche Verjährungsrecht.
4. Seit dem In-Kraft-Treten des Gesetzes zur Modernisierung des Schuldrechts findet bei ausgehandelten Vertragsbedingungen eine Billigkeitskontrolle im Sinne einer allgemeinen, nicht auf die Besonderheiten des Falles bezogenen Angemessenheitsprüfung nach § 242 BGB nicht mehr statt.


Diese soll laut Anwältin aber schon nicht mehr gültig sein!?

Weiß zufällig jemand von Ihnen was dazu aktuell zählt?

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#18
 Von 
Anami
Status:
Legende
(19281 Beiträge, 3513x hilfreich)

Zitat (von Syruspearl):
lediglich Rat bei einer Anwältin.
Dann arbeitet sie nicht für dich. Du hast dich beraten lassen. Fertig.
Zitat (von Syruspearl):
Also für mich sind viele Dinge nicht mehr zumutbar gegenüber meines AG. Mein Vertrauen ist nun restlos kaputt.
Das heißt dann wohl: Ich möchte dort nicht mehr arbeiten.---Richtig?
Zitat (von Syruspearl):
Ja Mitte August.
Heute ist Mitte August. Also Kontoauszug prüfen. Dann entscheiden, ob du für die 3 Tage Restlohn eine Lohnklage erheben willst.
Zitat (von Syruspearl):
Ich bin lediglich ein wenig gestresst durch viele Folgen die daraus entstanden.
Welche sind bisher entstanden?
Zitat (von Syruspearl):
Ich arbeite wie gehabt weiter
Aber nur bis zum 3.8.---oder?

Wenn wir hier nicht lesen können, ab wann du ohne Arbeit bist, und was du von dem AG willst, bringt dein Zitat zu § 13 auch nichts
Zitat (von Syruspearl):
Weiß zufällig jemand von Ihnen was dazu aktuell zählt?
Bidde erst mal Budder bei die Fische:
-Welche Ansprüche hast du an den AG? = was willst du von dem?
-Welche Ansprüche hat der AG an dich? = was will der von dir?

Selbst, wenn 2 Monate Frist gilt, hast du Zeit, zu überlegen, was du eigentlich beanspruchen willst.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#19
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat:
Das heißt dann wohl: Ich möchte dort nicht mehr arbeiten.---Richtig?


Richtig. Von meiner Seite aus ist es nicht mehr vertretbar und unzumutbar.

Zitat (von Anami):
...ob du für die 3 Tage Restlohn eine Lohnklage erheben willst.


Das Geld ging ein.
3 Stunden + sehr viel mehr, sollten das gesetzliche Verjährungsrecht gelten.
20 Gutstunden (240€), 2 Tage Urlaub die unterschlagen (1 Tag je Jahr treue Urlaub), diverse Stunden die gestrichen wurden und vieles andere (sollte dieses zulässig sein).
Ansonsten ist es "verjahrt".

Ansonsten nur 3 Stunden Montag und das ich "fristlos" die Firma verlassen habe.

Zitat (von Anami):
Aber nur bis zum 3.8.---oder?

Wenn wir hier nicht lesen können, ab wann du ohne Arbeit bist, und was du von dem AG willst, bringt dein Zitat zu § 13 auch nichts


Seit dem 4.08. bin ich nun arbeitslos gemeldet.

Zitat (von Anami):
Bidde erst mal Budder bei die Fische:
-Welche Ansprüche hast du an den AG? = was willst du von dem?
-Welche Ansprüche hat der AG an dich? = was will der von dir?


Ich an meinen Arbeitgeber: Oben nun genannt und von jetzt auf gleich Arbeitslos.

Mein Arbeitgeber von mir: Ein Chip (für Zeiterfassung im Betrieb) erhalten am 3.08. ca. 2 Stunden bevor ich "diese Kündigung" erhielt.


-- Editiert von Syruspearl am 15.08.2020 17:57

Ergänzend.

Wäre ich meinem AG nicht auf den "Leim" gegangen, wäre ich den Morgen regulär auf Montage gefahren.


-- Editiert von Syruspearl am 15.08.2020 18:04

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#20
 Von 
Anami
Status:
Legende
(19281 Beiträge, 3513x hilfreich)

Bleibt die Frage: Willst du wegen deiner Ansprüche an den AG nun Kündigungsschutzklage einreichen? Das geht auch, wenn man zwar nicht wieder dort arbeiten will, aber eine Abfindung oder eben einen Vergleich über die *Ansprüche* anstrebt. Heißt trotzdem KS-Klage.

Meine Empfehlung: Mach einen Punkt unter das Kapitel. Verzichte auf eine Klage.
Such dir ´n neuen Job.

Viel Glück!

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#21
 Von 
Syruspearl
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Gut, also Kündigungsschutzklage. Danke ;)

Hierzu erwähne ich einfach mal den wehrten Herr blaubär+

Zitat (von blaubär+):
/// Anscheinend kann, darf und hat er das ja am 03.08.20 getan. Denn es ist ja passiert.

Natürlich nur, solange niemand Einhalt gebietet. Du lamentierst bloß herum, tust aber Entscheidendes nicht.
Oder: Wer denkst du, soll dir die Kohlen aus dem Feuer holen`?

:bang:


11 Jahre schuften um auf diese Art von jetzt auf gleich "arbeitslos" zu sein, würde denke ich keiner machen.

Aber das darf und kann ja jeder frei für sich entscheiden.

Danke für den Glückwunsch, doch was ich ab nun brauch ist Erfolg darin. ;)

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