Schwanger während Probezeit & befr. Arbeitsvertrag

20. Januar 2011 Thema abonnieren
 Von 
guest-12325.02.2017 21:58:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 13x hilfreich)
Schwanger während Probezeit & befr. Arbeitsvertrag

Ahoi. Ich bräuchte einen guten Rat von der 123recht-Community,
meine Frau ist schwanger und befindet sich in einem befristeten Arbeitsverhältnis (09/10 - 08/11). Probezeit sind die ersten 6 Monate bzw läuft Ende Februar aus.

Nun ist sie schwanger und was könnte mit Ihrer Arbeitsstelle passieren, wenn der Frauenarzt ihr zb Berufsverbot wegen Risikoschwangerschaft ausstellt? Kann Sie ganz
normal gekündigt werden wenn sie sich noch in der Probezeit befindet oder greift hier schon das Mutterschutzgesetz? Sie arbeitet im Pflegeheim bei einem großen Arbeitgeber.

MfG

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38113 Beiträge, 13922x hilfreich)

Kündigungsschutz greift, allerdings nur bis zum Ende des befristeten Arbeitsvertrages.

wirdwerden

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12325.02.2017 21:58:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 13x hilfreich)

Dankeschön

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38113 Beiträge, 13922x hilfreich)

Gern geschehen! Und alles Gute für Dich und den Zwerg.

wirdwerden

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Xchanger
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)

Das ist generell zwar schon so richtig, aber ich bin mir nicht sicher, ob der Schwangerschaftszeitpunkt nicht ausschlaggebend ist sprich es wird die Frage gestellt werden:

Wußte sie zum Zeitpunkt der Einstellung schon von der Schwangerschaft? ...JA oder NEIN?

und wenn JA:

Wurde der Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch davon unterrichtet, DAS DIE DAME SCHWANGER IST ???

Wenn JA, dann kann er sie nicht einfach in der Probezeit kündigen, denn ER WUSSTE JA BEI EINSTELLUNG SCHON DAS SIE SCHWANGER IST ...somit hätte er es gleich ablehnen können. Damit wird sie vor jedem Gericht Recht bekommen !!!

Gruß
Xchanger aka Daniel
MCSE @ Hyper-WAN

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12325.02.2017 21:58:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 13x hilfreich)

@wirdwerden
Dankeschön :-)

@Xchanger
Nein meine Frau hat erst letzte Woche einen Schwangerschaftstest gemacht mit positiven Ergebnis. Der Arbeitgeber weiss aktuell noch nichts davon, wir gehen jetzt zum Frauenarzt und der wird uns sicherlich sagen, wie es nun weitergeht.
Beim Einstellungsgespräch wurde sie nicht gefragt wegen Schwangerschaft etc und zu diesem Zeitpunkt war sie auch noch nicht schwanger.
Angefangen mitn Job ca September 2010, Probezeit bis Februar 2011, letzte Woche positiver Schwangerschaftstest.

MfG



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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Jenso1976
Status:
Schüler
(355 Beiträge, 147x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Wurde der Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch davon unterrichtet, DAS DIE DAME SCHWANGER IST ??? <hr size=1 noshade>


Sorry aber das ist Blödsinn. Fragen dieser Art sind in eine Vorstellungsgespräch nicht erlaubt.

quote:<hr size=1 noshade>Die Familienplanung geht Arbeitgeber nichts an. Die Frage: „Sind Sie schwanger?" ist beim Vorstellungsgespräch verboten. Das gilt sogar dann, wenn die Bewerberin die Arbeit als Schwangere zunächst nicht ausüben darf. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden. Die Richter gaben einer Frau Recht, die behauptet hatte, sie sei nicht schwanger (Az. 2 AZR 621/01 ). Als sie die Schwangerschaft ein paar Wochen später meldete, setzte der Arbeitgeber sie vor die Tür. Begründung: Der Arbeitsvertrag sei wegen arglistiger Täuschung nichtig. Falsch, urteilten die Bundesrichter. Die Frage nach der Schwangerschaft ist unzulässig. Wenn ein Arbeitgeber sie dennoch stellt, darf die Bewerberin lügen. <hr size=1 noshade>


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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
arbeits-zorro
Status:
Schüler
(304 Beiträge, 293x hilfreich)

quote:
Wenn JA, dann kann er sie nicht einfach in der Probezeit kündigen, denn ER WUSSTE JA BEI EINSTELLUNG SCHON DAS SIE SCHWANGER IST ...somit hätte er es gleich ablehnen können.


Sorry....aber die Aussage ist in allen Punkten kompletter Schmarrn.

Wer wann was von der Schwangerschaft wusste oder nicht wusste ist für den Kündigungsschutz mal sowas von egal.

Selbst wenn die Schwangere selbst erst NACH der Kündigung von ihrer Schwangerschaft erfährt greift der Sonderkündigungsschutz für Schwangere noch. Die Schwangerschaft muss nur innerhalb von 2 Wochen nach Kündigung dem AG angezeigt werden.


Im übrigen darf ein AG die Schwangere bei der Einstellung nicht auf Grund der Schwangerschaft ablehnen, da es sich dann um eine Diskrimierung gemäß AGG handeln würde.


Gruß
AZ


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#8
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2531x hilfreich)

quote:
Probezeit sind die ersten 6 Monate bzw läuft Ende Februar aus .


Bei der Formulierung werde ich etwas hellhörig. Wenn es sich in den ersten 6Monaten um ein so genannten Probearbeitsverhältnis handelt (die greifen immer mehr um sich), was automatsich nach 6 Monaten ausläuft, dann nützt der Kündigungsschutz für Schwangere nichts.

Vermutlich haben Sie sich aber nur missverständlich ausgedrückt und die ersten 6Moante des befristeten AV wurden als Probezeit vereinbart.

Aber schauen Sie sicherheitshalber noch mal genau nach der wörtlichen Formulierung im AV.

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1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12325.02.2017 21:58:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 13x hilfreich)

@1000kleinesachen
Entschuldige bitte, wortwörtlich heißt es im Arbeitsvertrag:

quote:<hr size=1 noshade>
Das Arbeitsverhältnis beginnt am 01.09.2010.
Die ersten sechs Monate gelten als Probezeit. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis beiderseits mit einer Frist von 14 Tagen ordentlich gekündigt werden.
...
Das Arbeitsverhältnis wird geschlossen auf bestimmte Zeit vom 01.09.2010 bis 31.08.2011 gemäß § 14 Absatz 2 TzBfG .
...
<hr size=1 noshade>


MfG


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1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2531x hilfreich)

o.k., dann war meine Verdachtsfrage unbegründet. Es besteht auch in der Pobezeit Kündigungsschutz, aber der Vertrag läuft Ende August aus.

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1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12325.02.2017 21:58:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 13x hilfreich)

@1000kleinesachen
Alles klar, dann wissen wir Bescheid, vielen Dank! :-)

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1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
maestro1000
Status:
Lehrling
(1300 Beiträge, 729x hilfreich)

Viele Frauen informieren die Firma frühestens auch erst nach den kritischen ersten 12 Wochen. Wenn also keine Gesundheitsrisiken da sind, gibt es keinen guten Grund zu früh davon zu erzählen. Auch nicht nahestehenden Kollegen.

Alles Gute.

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