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Stress mit ehemaligen Arbeitgeber. Anzeigen und Co

17.5.2013 Thema abonnieren Zum Thema: Chef Anwalt Firma
 Von 
wasdagegentun
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Stress mit ehemaligen Arbeitgeber. Anzeigen und Co

Sehr geehrte Forum-Nutzer,

vorweggenommen möchte ich betonen dass ich bereits einen Anwalt aufgesucht habe.
Dennoch habe ich auf Grund der gesamten Abläufe und Vorkommnisse noch erheblichen aufarbeitungsbedarf. Ich erhoffe mir das sich jemand findet der mit einer ähnlichen Situation zu kämpfen hatte und dem entsprechend Tipps geben kann.

Meine Wenigkeit hat bei einer renommierten regionalen Werbeagentur gearbeitet und hat spezielle Kundenprojekte gepuscht und optimiert. Einer dieser Kunden warb mich auf Grund der Leistungen Marketing/Kommunikation) ab und stellte mich ende letzten Jahren für den Bereich Sales/Marketing-Manager ein (Nov. 2012). Die Arbeit war sehr frustrierend im Nachgang da weder ein Produkt stand noch ein Konzept. Nach mehrfachen drängen und Diskussionen wurde ein Produkt gestellt sowie Verträge und was halt dazu gehört (Feb. 2013). Man hatte steht’s das Gefühl das es in keinster Weise gewollt war Umsätze zu erwirtschaften da jede logische Handlung unterbunden wurde. In dieser Zeit stellten sich mir auf Grund von Mitarbeiter Erzählungen und selbsterlebten, immer mehr fragen. Anbei jetzt ein paar Fakten:

- Firmenkonstrukt durch mindestens 3 mir bekannten GmbHs und einer Holding
- Mehrere Steuerprüfungen im Jahr 2012 und eine Anfang 2013 zu allen Firmen
- Verkauf von Firmeneigentum durch einen MA online als Privatperson
- Inhaber/Chef lässt sich immer als Prokurist darstellen und Handelsregister Eintrag auf Familienangehörige
- Chef darf kein Unternehmen mehr führen da er wohl selbst schon mal Finger gehoben haben soll
- Arbeit im Nov. 2012 begonnen und Vertrag mit viel drum rum Gerede erst Mitte Feb. 2013 erhalten

Nach diesen Erkenntnissen und noch weiteren wurde ich stutzig und habe diese auch angesprochen und hinterfragt. Auf Grund dieser Nachfrage gab es ein Gespräch mit den Mitarbeitern das uns solche Dinge nicht zu interessieren hat. Sollte je etwas davon nach außen getragen werden würde er uns das Leben zur Hölle machen, privat und beruflich.

Ende Februar nach dem es schon seit Anfang Januar (Steuerprüfung) keine Kommunikation gab außer das man noch zehn MA einstellen wolle und und und, Stand das Finanzamt wieder in der Tür und hat sich bis kurz vor Feierabend lautstark mit Chef auseinandergesetzt. Zum Feierabend sind wir über unsere sofortige Kündigung informiert worden und mussten sofort gehen. Die Begründung war das die Hauptfirma geschützt werden müsse weil sonst der Eindruck der Insolvenzverschleppung entsteht und so weiter.

Da die Kündigungen laut Anwalt nicht korrekt diese angefochten und Recht bekommen. Des Weiteren stehen noch Verfahren an da wir auf Grund von Klauseln im Arbeitsvertrag Anspruch haben auf Karenzgelder. Zu diesem kommt noch hinzu das wir über einen gewissen Zeitraum nicht in gleicher Branche tätig sein dürfen und dafür auch anteilig entschädigt werden laut Vertrag.

Letztendlich hat unser Chef aber eindeutig seine Drohungen war gemacht und seine ehemaligen Mitarbeiter und deren Bekannte bei verschiedenen Behörden angezeigt. Bei Mir Persönlich die Mutter meines Kindes die in Harz 4 lebt wegen Leistungsbetrug. Ihr wird eine Bedarfsgemeinschaft unterstellt da meine Wenigkeit regelmäßig vor Ort ist. Klar mein Kind betreuen.

Meine Fragen:

Wie kann man so einer Person das Handwerk legen
Wie können wir uns und unsre angehörigen vor solchen Anzeigen schützen
Wie sollen wir Ex MA mit unserem Wissen über die Firma umgehen


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Chef Anwalt Firma


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(27864 Beiträge, 15205x hilfreich)

Vor Anzeigen kann man sich zunächst mal gar nicht schützen. Das ist auch logisch, denn sonst könnte man eine Bank überfallen und das entsprechende Strafverfahren durch eine Gegenanzeige stoppen. Nach Einstellung des Verfahrens kann man eine Anzeige wegen "falscher Verdächtigung" erstatten, was aber nicht so einfach ist - der Anzeigeerstatter muß "wider besseres Wissen" gehandelt haben, was nicht stets zu beweisen ist. Siehe hier: http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__164.html

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

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#2
 Von 
3,141592653
Status:
Lehrling
(1452 Beiträge, 915x hilfreich)

quote:
Wie sollen wir Ex MA mit unserem Wissen über die Firma umgehen

Alles was du weißt dem Finanzamt und der Polizei zukommen lassen und zwar sofort.
Was will der kriminelle Chef denn noch mehr machen, er ärgert euch doch sowieso schon.

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"Meine Beiträge stellen nur meine Sicht der Dinge dar, keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr"

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78714 Beiträge, 33575x hilfreich)

quote:
Wie kann man so einer Person das Handwerk legen

Durch Unterlassungserklärungen/-klagen und Strafanzeigen bei vorliegen geeigneter Verdachtsmomente.



quote:
Wie können wir uns und unsre angehörigen vor solchen Anzeigen schützen

Gar nicht.



quote:
Wie sollen wir Ex MA mit unserem Wissen über die Firma umgehen

Das hängt davon ab, wie man das formuliert.
Hier sollte der Anwalt helfen können.

Desweiteren kann sich aus dem unbedeutenden Teilwissen einzelner Arbeitnehmer ein sehr interessanten Gesamtbild ergeben.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

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