Überstunden - Minusstunden

25. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
knuddl60
Status:
Beginner
(57 Beiträge, 1x hilfreich)
Überstunden - Minusstunden

Sehr geehrte Damen und Herren

in meiner Firma gibt es Kollegen-innen, die sind in Teilzeit und schieben gleichzeitig 200 Überstunden vor sich her.
Dann gibt es wieder welche, die werden in Minusstunden getrieben damit sie wenn Überstunden anfallen, diese dann damit ausgleichen können. Auch wenn im Arbeitsvertrag z.B. 8 Std/täglich steht, wird darauf keine Rücksicht genommen, sondern wir arbeiten dann zum Teil auch nur 7 Std. um dann, wenn Überstunden anfallen, diese Minusstunden abzubauen. Auch werden freie Tage einfach in den Dienstplan eingeteilt, nur um Minusstunden zu erzeugen. Unsere Stempeluhr zeigt auch nicht täglich an, wie viele Über- oder Minusstunden wir zurzeit haben. Beim Abfeiern der Überstunden wird uns der Zeitpunkt dafür aufgezwungen.
Wo können wir uns hinwenden, um dieses Situation für uns alle abzuklären.
Einen Rechtsanwalt können wir uns nicht nehmen.

Für ihre Hilfe vielen DANK!!!

Signatur:

Danke

Gruß
Knuddl

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17224 Beiträge, 6428x hilfreich)

Zitat (von knuddl60):
werden in Minusstunden getrieben ... wenn im Arbeitsvertrag z.B. 8 Std/täglich steht, ... arbeiten (wir) dann zum Teil auch nur 7 Std ...

Als Erstes die Frage aller Fragen: Was sagt der AV zu Arbeitszeiten? Ist ein AZ-Konto vereinbart?
Dann: Wenn das Minus durch den AG herbeigeführt wird, wäre zu prüfen, ob dem AN überhaupt Minusstunden entstehen; ein AZ-Konto ist allerdings dazu da, Schwankungen auszugleichen.
Ansonsten sollte es aber so laufen, dass im Durschnitt die vertragliche Soll-AZ auch erreicht wird; dazu kann ein Zeitraum bis zu 52 Wochen festgelegt sein, i.d.R. dann in einem TV.

Einen BR habt ihr anscheinend nicht, der hier klären könnte. Ich rate, die AZ sorgfältig zu notieren über einen längeren Zeitraum - wenn die Diskrepanzen sich nicht auflösen, bleibt am Ende noch das Arbeitsgericht zur Klärung. - Einen RA benötigt AN dazu nicht in erster Instanz; das Arbeitsgericht ist kostengünstig, bei der Antragstellung hilft ein Rechtspfleger.

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17224 Beiträge, 6428x hilfreich)

Zitat (von knuddl60):
Wo können wir uns hinwenden, um dieses Situation für uns alle abzuklären.
Einen Rechtsanwalt können wir uns nicht nehmen.

Das mit dem 'Wir' ist so eine Sache - jede/r kann nur für sich klären, wenn er oder sie sich im Recht verletzt oder benachteiligt sieht.
Einen RA nehmen 'könnt' ihr freilich, beim Sich-leisten-Können mag es schon anders aussehen ...

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#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31526 Beiträge, 5571x hilfreich)

Zitat (von knuddl60):
die sind in Teilzeit und schieben gleichzeitig 200 Überstunden vor sich her.
Das sind Plusstunden--- keine Überstunden.
Zitat (von knuddl60):
die werden in Minusstunden getrieben
Wer treibt die denn? Und wie?
Vermutlich sagt den AN jemand, dass nach 7 Std. Ende ist/keine Arbeit mehr da ist für diesen Tag...
Zitat (von knuddl60):
Auch wenn im Arbeitsvertrag z.B. 8 Std/täglich steht, wird darauf keine Rücksicht genommen, sondern wir arbeiten dann zum Teil auch nur 7 Std.
Vermutlich steht das mit den 8 Std.tgl. nicht so im Arbeitsvertrag. Denn es gibt ja das Zeitarbeitskonto...für flexible Arbeitszeiten.
Zitat (von knuddl60):
Beim Abfeiern der Überstunden wird uns der Zeitpunkt dafür aufgezwungen.
Der AG darf das zwar nicht erzwingen, aber er hat sicherzustellen, dass eine bestimmte Anzahl AN pro Schicht/pro Tag im Betrieb sein, damit die Aufgaben erledigt werden können.

Wie viele KollegInnen betrifft das denn?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#4
 Von 
knuddl60
Status:
Beginner
(57 Beiträge, 1x hilfreich)

Mit diesen Antworten kann ich überhaupt nichts anfangen.
Mir hilft das auch nicht weiter, wenn sie mir besserwisserisch erklären,
dass Überstunden Plusstunden sind. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass es mit
dem AR vereinbar ist, dass eine Teilzeitkraft 200 Plusstunden vor sich herschiebt
und diese dann auch ins nächste Jahr 2024 übernimmt.
Darauf kann ich echt verzichten!!

Signatur:

Danke

Gruß
Knuddl

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#5
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17224 Beiträge, 6428x hilfreich)

@knuddl - das ist ja schon Mal das Ding, dass besser jeder sein Thema und seinen Konflikt bearbeitet, als dass du meinst, für alle zu sprechen.
- wenn eine TZ-Kraft 200 Plusstunden vor sich herschiebt, ist das deren Sache zu schauen, dass sie für Zeitausgleich sorgt und insgesamt, dass die Arbeitszeit mit den vereinbarten Wochenarbeitsstunden einigermaßen übereinstimmt.
- wenn du eingangs schreibst, dass Zeitausgleich aufgezwungen werde, führt das notwendig zu der Rückfrage, worin dieser 'Zwang' denn besteht. Dass AN Vorgaben des AG hinnehmen und sich nicht wehren, macht noch keinen Zwang.
- die Unterscheidung von Plus- und Überstunden ist durchaus bedeutsam und nicht wirklich 'besserwisserisch'.

Und bevor du dich hier weiter empörst: ein präzise Problemdarstellung wäre hilfreicher.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(644 Beiträge, 80x hilfreich)

Das Problem ist doch im Grunde nach aufgezeigt. Der AG nutzt sein Direktionsrecht (Weisungsrecht) nach Ansicht des TE in unangemessenem Umfang aus.

Ob das unangemessen ist wird im Forum aber niemand beantworten können, hierzu müsste man den Hintergrund des Arbeitsvertrages, eines eventuell geltenden Tarifvertrages und eventuell vorhandener Betriebsvereinbarungen kennen.

Dann komm der Punkt, wie ist der AG gestrickt, wird er einem sich beschwerenden AN bei nächster Gelegenheit kündigen und ist der AN auch wirklich bereits sich für den Einsatz seiner Rechte beim AG unbeliebt zu machen?

Zitat (von knuddl60):
Wo können wir uns hinwenden, um dieses Situation für uns alle abzuklären.
Einen Rechtsanwalt können wir uns nicht nehmen.


Falls es einen Betriebsrat gibt dort, ansonsten kann man sich an die Gewerkschaft wenden und wenn man nicht Mitglied ist kann man es jederzeit werden.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17224 Beiträge, 6428x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Das Problem ist doch im Grunde nach aufgezeigt.

Das ist fraglos richtig - nur dass mit der Feststellung nichts gewonnen ist; schon gar nicht ein Ansatz, wie AN sich in dieser oder jener Sache gegen ein Zuviel wehren könnte.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31526 Beiträge, 5571x hilfreich)

Zitat (von knuddl60):
Mit diesen Antworten kann ich überhaupt nichts anfangen.
Das ist schade. Es gibt hier keine Wunschantworten und Falsches darf man korrigieren.
Zitat (von knuddl60):
Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass es mit dem AR vereinbar ist, dass eine Teilzeitkraft 200 Plusstunden vor sich herschiebt und diese dann auch ins nächste Jahr 2024 übernimmt.
Wenn du dir das nicht vorstellen kannst, dann geh zum Rechtsanwalt. Der könnte für dich juristisch korrekt gegen den AG vorgehen, wenn er deinen Arbeitsvertrag und die Nachweise über die Arbeitszeiten selbst prüfen kann.
Andere Betroffene könnten das auch für sich tun. Vielleicht genügt dem AG sogar 1juristisch sauber formulierter Brief?

ganz besserwisserisch:
-Es ist das Leid sehr vieler TZ-AN, dass sie eben nicht minutengenau *Feierabend* stempeln können. Das liegt meist in der Tätigkeit begründet.
- Viele Arbeitsverträge beinhalten eine Klausel zu *Mehrarbeit*. Dort ist meist auch enthalten, wie viele Std. es in einem Zeitraum maximal werden dürfen...und wie/wann durch Zeitausgleich auszugleichen ist.
-Was steht in deinem Vertrag?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16294 Beiträge, 9227x hilfreich)

Zitat (von knuddl60):
Beim Abfeiern der Überstunden wird uns der Zeitpunkt dafür aufgezwungen.

Das ist auch grundsätzlich so zulässig.
Sofern weder im Arbeitsvertrag noch im Tarifvertrag noch in einer Vereinbarung mit dem Betruebsrat etwas gegenteiligen steht, darf der Arbeitgeber bestimmen, wann Überstunden oder Plusstunden abgebaut werden.

Grundsätzlich ist das, was der Arbeitgeber macht, nicht verboten.
Sie brauchen keinen Anwalt, sondern einen guten Betriebsrat, der dem Arbeitgeber etwas entgegensetzt. Wenn es einen Betriebsrat gibt, ist die Dienstplangestaltung etwas, wo der Betriebsrat mitwirken kann.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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