Überstunden als Regelfall, dadurch geringeres Gehalt

15. Juli 2023 Thema abonnieren
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Überstunden als Regelfall, dadurch geringeres Gehalt

Hallo zusammen!
Ich bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt, denn ich habe eine ziemlich komplexe Frage, und weiß nicht weiter.
Ich arbeite als Honorarkraft an einer privaten Schule, die Kurse in einem regelmäßigen Turnus anbietet. Es sind immer 8 Wochen Kurs, dann sind ca. 2, manchmal 3, Wochen Pause.
Während der Zeit mit Kursen, unterrichte ich. Zurzeit unterrichte ich pro Woche vier Tage mit je 4 Stunden, also 16 Stunden in der Woche. In meinem Arbeitsvertrag stehen aber nur 12 Wochenstunden, und die Schule bezahlt mich nur für 12 Stunden als regelmäßige Arbeit. Die Begründung ist, dass die Bezahlung für den Rest der Stunden für die Pause von 2-3 Wochen gespart werden muss. Weil es ja sonst eine Unterbrechung gäbe.
Nun könnte man sagen, es ist ja ganz egal wie die Arbeitszeit auf dem Papier heißt, solange sie bezahlt wird und ich mich rauf verlassen kann. Das ist aber genau das Problem. Ich bekomme von der Schule das gleiche Gehalt für normale Stunden und 'Überstunden', also macht das soweit keinen Unterschied. Aber die Abgaben zur Sozialversicherung sind bei den Überstunden massiv viel höher. Hier ein Beispiel: Im letzten Monat habe ich 960 Euro als Bezahlung für normale Zeit bekommen. Davon gingen 122 Euro für die SV ab, also ca. 13 %. Dann habe ich noch 320 Euro für Überstunden bekommen und von diesem Betrag wurden knapp 88 Euro abgezogen, also 27 %. Mehr als das Doppelte.
Ich kenne mich nicht aus mit Arbeitsrecht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das okay ist. Die Überstunden sind ja eigentlich gar keine, weil sie nicht nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, sondern Teil des normalen Betriebs sind. Und ich verliere dadurch immer einen Teil mehr von meinem Gehalt. Noch dazu war es nicht meine Entscheidung, durch die Pause hindurch auch bezahlt zu werden. Das war das an der Schule etablierte System, als ich anfing. Wenn meine Schule es erlauben würde, würde ich das Geld für meine gearbeiteten Stunden lieber immer direkt bekommen, als normale gearbeitete Zeit. Ich müsste mir dann halt beim Ausgeben denken 'Vorsicht, du musst einen Puffer für die Pause ansparen, wo es einen halben Monat kein Gehalt gibt'. Das könnte ich gerne tun, und hätte dafür dann weniger Abzüge von meinem Bruttogehalt.
Meine Frage ist jetzt:
Darf meine Schule einfach sagen, dass sie mich so nicht bezahlen wollen? Darf sie Stunden, die zum regelmäßigen Betrieb gehören, überhaupt als Überstunden abrechnen, auch wenn mir dadurch Verluste entstehen?

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24 Antworten
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#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17286 Beiträge, 6449x hilfreich)

Zitat (von Sternfuchs):
vier Tage mit je 4 Stunden, also 16 Stunden in der Woche. In meinem Arbeitsvertrag stehen aber nur 12 Wochenstunden

Der Teil ist noch ganz einfach: Du arbeitest in den Kurswochen und in den Pausenwochen dazwischen nicht, wirst aber durchgehend bezahlt. Also müsstest du dir einen längeren Zeitraum anschauen, vll. 1 komplettes Jahr und rechnen. Es kann passen oder auch nicht.

Zitat (von Sternfuchs):
Überstunden

Den Teil verstehe ich gar nicht mehr: woher kommen denn plötzlich Überstunden?
Das müsstest du noch verständlich herausarbeiten.
Dann die Frage, wieso dies Ü-stunden abgabentechnisch anderes gerechnet werden als 'normale' Stunden ...
Diese Frage ist dann aber eher Abgabenrecht als Arbeitsrecht.

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#2
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Naja, in meiner Abrechnung stehen 'Stundenlohn' und 'Überstundenabgeltung'. Und als Überstunden zählen immer 4 von meinen 16 Stunden in der Woche, weil in meinem Vertrag nur 12 stehen. Das ist keine Ausnahme, sondern absichtlich so gemacht: 1/4 der Arbeitszeit, bei allen Lehrkräften, werden immer als Überstunden behandelt, mit der Begründung, dass man sie für die Kurspausen aufheben müsse. Aber von dem Gehalt für dieses 1/4, also was in meiner Abrechnung als 'Überstundenabgeltung' bezeichnet ist, gehen eben die viel höheren Sozialversicherungsabgaben weg. Deswegen ist dieses System für mich nachteilig.

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17286 Beiträge, 6449x hilfreich)

Okay - das hatte ich erst einmal nicht kapiert gehabt: du bekommst also Gehalt für 12 Stunden mit Abgaben nach Modell A1 und 4 Stunden mit Abgaben nach A2.
Wieso das so läuft, können vll. andere hier im Forum erklären.
Insgesamt sollte es kein Problem damit geben, weil die Steuerlast am Ende des Jahres ausgeglichen wird, sei es automatisch, sei es per Steuererklärung. Denn es gibt nur eine Jahresgesamtbetrag für die Abgabenberechnung.

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#4
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich glaube, ich habe das nicht gut erklärt. Also, es geht mir nicht darum, dass ich Angst habe, dass mir Stunden gar nicht bezahlt werden. Das Problem ist viel mehr, als was meine Stunden behandelt und, als Konsequenz, mit Abgaben belegt werden. Ich arbeite regelmäßig 16 Stunden, wenn ich arbeite. In den Kurspausen arbeite ich nicht. Ich werde dafür aber nicht einfach, wie blaubär sagt 'durchgehend bezahlt'. Das wäre super, dann hätte ich kein Problem. Dann würde es sich über das Jahr ausgleichen und alles wäre fein.
Aber bei mir ist es eben so, dass wöchentlich 4 Stunden als 'Überstunden' deklariert sind, die ich für die Kurspause vorarbeite. Von denen muss ich fan aber höhere Abgaben zur SV zahlen, so dass mehr als 1/4 von dem Geld für diese Stunden abgezogen wird. Und das ärgert mich, weil es ja keine Ausnahme, sondern der ganz normale Regelfall ist.
Ich hoffe, das Problem ist jetzt besser verständlich.

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#5
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Da haben sich unsere Beiträge überschnitten - vielen Dank, dass beruhigt mich sehr. Ich arbeite zum ersten Mal in so einem System und habe das nicht verstanden. Vielen Dank für deine Hilfe!

-- Editiert von User am 15. Juli 2023 09:40

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#6
 Von 
dummfragerin
Status:
Praktikant
(759 Beiträge, 335x hilfreich)

Bist du sicher, dass du höhere SV-Beiträge für die Überstunden zahlst? Oder kommt evtl. die Einkommensteuer hinzu?

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#7
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Also die Abzüge stehen alle bei 'SV-rechtliche Abzüge'. Dafür gibt es eine separate Spalte.

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#8
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17286 Beiträge, 6449x hilfreich)

Zitat (von Sternfuchs):
In den Kurspausen arbeite ich nicht. Ich werde dafür aber nicht einfach, wie blaubär sagt 'durchgehend bezahlt'.

Okay - da lag ich falsch - du wirst nicht durchgehend bezahlt.

Dann wäre das Modell erst einmal vollständig aufzuklären - dabei könnte dir ein BR helfen, so es ihn gibt. Der AG natürlich auch, wenn du dich nicht abspeisen lässt mit halbgaren Antworten.
Zunächst aber solltest und könntest du Vorarbeit leisten, indem du das ganze Jahr mit Kurs- und Pausenzeiten in den Blick nimmst. Sollte mit Tabellenkalkulation kein Hexenwerk sein.

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#9
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist wirklich ein Problem... Die Schule ist privat und so klein, dass sie keinen BR hat. Die anderen Lehrkräfte scheinen keine Probleme mit dem System zu haben, und der Arbeitgeber konnte es mir halt nicht erklären. Auf Nachfrage sagten sie nur, das wäre eben das System und würde bei den anderen ja auch so gemacht. Und es ginge nicht anders. Aber durchsteigen tue ich da trotzdem nicht...

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#10
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17286 Beiträge, 6449x hilfreich)

In Arbeitsbereichen, in denen die Schließzeiten größer sind, als dass sie durch Urlaub abzudecken wären, wird es oft so gehalten, dass die Summe der Unterrichtseinheiten fürs ganze Jahr geteilt werden durch 52 Wochen; diese Zahl ist kleiner als die der tatsächlichen Wochenstunden, wird aber durchgehend gezahlt - AN arbeitet als auf Halde für die Schließzeiten.
Das würde es ggf. erklären 16 Stunden tatsächlich schaffen, 12 bezahlt bekommen, das ließe sich nachrechnen.

Aber so läuft es offenbar nicht. Du bekommst - wenn ich es endlich richtig verstehe - tatsächlich 16 Wochenstunden bezahlt für die Kurszeiten und nichts, 0,00, für die unterrichtsfreie Zeit, das mag sich ausgehen oder auch nicht. Aber die Stunden werden auch noch unterschiedlich mit Abgaben belegt - das verstehe, wer mag, oder besser: es möge erläutern, wer sich da auskennt.

"Auf Nachfrage sagten sie nur, das wäre eben das System und würde bei den anderen ja auch so gemacht", ist eher eine Bankrott-Erklärung, wohl auch eine Portion Faulheit. Dass es nicht andere gehe, mag am Ende stimmen, doch irgendjemand bei euch sollte durchblicken und das System auch schlüssig erklären können.

Ich rate immer noch an, die ganze Sache übers Jahr zu betrachten.

-- Editiert von User am 15. Juli 2023 10:52

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#11
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1228 Beiträge, 196x hilfreich)

Zitat (von Sternfuchs):
Also die Abzüge stehen alle bei 'SV-rechtliche Abzüge'. Dafür gibt es eine separate Spalte.


Stehen dort tatsächlich 2 Beträge jeweils einer für die 12 Stunden und einer für die 4 Stunden? Oder ein Betrag in Summe für die 16 Std?

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#12
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Stehen dort tatsächlich 2 Beträge jeweils einer für die 12 Stunden und einer für die 4 Stunden?


So ist es. Also, es steht das Gehalt in zwei Spalten, einmal für die 12 Stunden pro Woche für den Monat (960 Euro) , und dann noch für die 4 Wochen pro Woche für den Monat (320 Euro). Und dann sieht man genau, wie viel von diesen zwei Beträgen je abgezogen wurde, so wie ich es in meinem ersten Post schrieb: 122 Euro von den 960 Stundenlohn und 88 von den 320 Euro Überstundenabgeltung.

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#13
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
die Stunden werden auch noch unterschiedlich mit Abgaben belegt - das verstehe, wer mag, oder besser: es möge erläutern, wer sich da auskennt.


Genau, das ist mein einziges Problem an der Sache. Es werden alle gearbeiteten Stunden auch bezahlt. Aber 1/4 davon, obwohl es ebenso im Regelbetrieb anfällt, steht absichtlich nicht als normale Arbeitszeit im Vertrag. Es wird gesagt, dies müsse so sein, weil es die Kurspause gibt.

Stattdessen werden diese Stunden als Überstunden deklariert. Wäre ja auch okay. Das ist nur deswegen ein Problem, weil die Abgaben vom Lohn für diese Stunden höher sind. Sonst wäre es ja völlig egal, ob die nun als Überstunden zählen oder nicht. Aber da die Abgaben für diese Stunden höher sind, erscheint es mir, dass das doch noch richtig sein kann. Man könnte es ja auch machen wie du es sagst, nämlich dass man die Arbeitszeit auf die zehn Wochen rechnet (also einen ganzen Kursturnus, inklusive Pause) und alle Stunden, die in dieser Zeit gearbeitet werden, als normalen Stundenlohn bezahlt. Dann würden diese mehr als doppelt so hohen Abgaben nicht anfallen.

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#14
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32747 Beiträge, 17225x hilfreich)

Wieso gehen bei einer Honorarkraft überhaupt SV-Beiträge ab? Darum, wie auch um die Versteuerung, hat man sich als Honorarkraft doch selbst zu kümmern...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#15
 Von 
Sternfuchs
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Wieso gehen bei einer Honorarkraft überhaupt SV-Beiträge ab? Darum, wie auch um die Versteuerung, hat man sich als Honorarkraft doch selbst zu kümmern...


Echt? Ich weiß nicht, ich habe so eine Stelle zum ersten Mal und in meinem Arbeitsvertrag steht Honorarkraft, in meiner Abrechnung aber gehen definitiv diese Abzüge runter. Das habe ich nicht so geplant, das.... War einfach so? Ich habe allmählich das Gefühl, dass man als AN eigentlich Expertin für Arbeitsrecht sein muss. Ich hatte mich darauf verlassen, dass die Schule weiß wie es rechtlich ist und entsprechend abrechnet.

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#16
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32747 Beiträge, 17225x hilfreich)

"Honorarkraft" und "Arbeitsvertrag" ist ja nun schon ein Widerspruch in sich. Im Übrigen sollten Sie doch wissen, ob Sie z. B. über die Tätigkeit krankenversichert sind oder nicht, denn dann müssten Sie sich ja selbst um eine Krankenversicherung kümmern. Und ob da nun Steuern abgeführt werden oder nicht, sollten Sie auch wissen, denn auch darum müssten Sie sich dann selbst kümmern.

-- Editiert von User am 15. Juli 2023 13:18

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31696 Beiträge, 5594x hilfreich)

Zitat (von Sternfuchs):
in meinem Arbeitsvertrag steht Honorarkraft,
Wer Honorarkraft ist, hat eigentlich keinen Arbeitgeber und ist selbst kein Arbeitnehmer und hat keinen Arbeitsvertrag.
Deshalb muss man als Honorarkraft auch nicht alles zu Arbeitsrecht wissen.
Honorarkräfte bekommen kein Bruttogehalt und nichts wird abgezogen.
Als Honorarkraft ist man selbstständig, vermutlich freiberuflich tätig, erhält das vereinbarte Honorar--- und zahlt davon selbst die notwendigen Sozialabgaben und Steuern.
Honorarkräfte verhandeln mit ihrem Auftraggeber (hier Schule) über ihren Stundensatz, (zB x€ pro Kursstunde).
Darin sollten alle *Abgaben* enthalten sein, die man dann selbst der entspr. Stelle zahlen muss.

Du solltest die Stelle in der Schule, mit der du deinen Vertrag vereinbart hast, nochmal ansprechen.
Was steht denn sonst noch in diesem Vertrag für dich als Honorarkraft?
Etwas zu Urlaubsanspruch, zu Kündigungsfristen, zu regelmäßiger Arbeitszeit?
Evtl. ist aber auch nur der Begriff Honorarkraft falsch??

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#18
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17286 Beiträge, 6449x hilfreich)

Zitat (von Sternfuchs):
... als Überstunden deklariert. Wäre ja auch okay.

Nee, auch das stimmt nicht, jedenfalls nicht im üblichen Wortgebrauch.
Die Über-Stunde ist die Zeit über die vereinbarte Stundenzahl hinaus; sie ist definiert als Ausnahme und bedarf in der Regel der ausdrücklichen Anordnung, also Ausnahme, eben 'über (das eigentliche Soll) hinaus'.

Es kommen also eine Menge Ungereimtheiten zusammen, bloß zu deiner Kernfrage gibt es nicht den Ansatz einer Erklärung, geschweige denn Lösung. Vll. solltest du der zuständigen Gewerkschaft beitreten - dort sitzen jedenfalls Juristen, die die Sache aufklären könnten.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32747 Beiträge, 17225x hilfreich)

Vll. solltest du der zuständigen Gewerkschaft beitreten Als Selbständiger? Da ist die Gewerkschaft nicht zuständig...
dort sitzen jedenfalls Juristen Nein, da sitzen Rechtssekretäre - die haben durchaus eine Ausbildung, aber Juristen sind das deswegen noch nicht.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat:
Im letzten Monat habe ich 960 Euro als Bezahlung für normale Zeit bekommen. Davon gingen 122 Euro für die SV ab, also ca. 13 %. Dann habe ich noch 320 Euro für Überstunden bekommen und von diesem Betrag wurden knapp 88 Euro abgezogen, also 27 %. Mehr als das Doppelte.


In der Summe ist das korrekt. Wenn man im Midijobrechner das Bruttogehalt von 960 + 320 = 1280 Euro eingibt, dann ergeben sich ca 210 Euro SV Abgaben. Also genau das, was hier auch gezahlt wird.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat:
Vll. solltest du der zuständigen Gewerkschaft beitreten Als Selbständiger? Da ist die Gewerkschaft nicht zuständig...
Ist doch ein ganz normales Arbeitsverhältnis ... vollkommen egal, welche Bezeichnung im AB steht.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17286 Beiträge, 6449x hilfreich)

... zunächst einmal im Grundsatz die Frage, ob du den Sachverhalt aufgeklärt wissen willst.
Dann die Frage: wer kann das sein?
- Gewerkschaft ist eine Idee (ich halte @sternfuchs für eine AN
- Steuerberater, weil es zunächst um die Abgaben geht
- oder aber hier über 'frag einen Anwalt' den AV und die Praxis prüfen lassen

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32747 Beiträge, 17225x hilfreich)

ich halte @sternfuchs für eine AN Ich jetzt auch - bostonxl hat mich mit seiner Midijob-Argumentation überzeugt.
zunächst einmal im Grundsatz die Frage, ob du den Sachverhalt aufgeklärt wissen willst. Da gibt es doch dann gar nichts mehr aufzuklären - der TE hat einen Midijob und zahlt die entsprechenden Abgaben.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#24
 Von 
RrKOrtmann
Status:
Lehrling
(1513 Beiträge, 667x hilfreich)

Zitat (von Sternfuchs):
Es sind immer 8 Wochen Kurs, dann sind ca. 2, manchmal 3, Wochen Pause.


Wenn die Dauer der unterrichtsfreien Zeit die Urlaubsdauer übersteigt, kann diese Zeit auf die regulären Arbeitswochen verteilt werden, sodaß die Sollzeit höher ist als die regelmäßige Arbeitszeit.

Es handelt bei dem "Ferienüberhang-Ausgleich" allerdings nicht um Überstunden.

RK

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