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Überstunden und Krankschreibung

5. Februar 2016 Thema abonnieren
 Von 
pal378664-82
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Überstunden und Krankschreibung

Hallo!

Ich fühle mich gerade von meinem Arbeitgeber etwas in die Ecke gedrängt und brauche ein Rat. Normalerweise vermeide ich den Streit mit meinem Chef, aber in letzter Zeit wird mir alles zu viel...

Also ich arbeite in einem Unternehmen, wo die Arbeitszeit immer wöchentlich verplant wird. Ich habe eine 5-Tage-Woche und arbeite 25 Stunden/ Woche. Auch die Arbeitsschichtren ändern sich: mal arbeite ich vormittags, mal nachmittags. Überstunden darf ich nicht aufbauen, aber da ich seit Kurzem ein neues Arbeitsbereich übernommen habe, habe ich mit meinem Chef gesprochen und gebeten, dass ich die Überstunden nach Notwendigkeit aufbauen darf, die möchte ich aber dann abfeiern, da eine Auszahlung in meinem Fall wenig Sinn macht (Steuerklasse V). Eine Stundenerhöhung kam leider nicht in Frage, da ich in der Verwaltung arbeite und die Stunden da sehr genau berechnet werden.

Die konkrete Situation: Diese Woche am Mittwoch habe ich meinen Kollegen, der die Wochenpläne gestaltet, gesprochen und gefragt, ob ich Überstunden hätte. Ich wollte eventuell den Montag frei nehmen, weil wir mit der Familie am Wochenende was vor haben. Er sagte, ich hätte noch 6 Überstunden. Ich wollte sich noch mit meinen Kollegen absprechen, ob das allen passen würde, wenn ich Montag frei nehmen würde. Nun hat aber der Kollege mein Ü-frei schon in das System eingetragen. Am gleichen Abend noch habe ich ihm mitgeteilt, dass ich doch den Montag nicht frei nehmen will/kann. Er hat den Vermerk aber nicht (oder noch nicht) rausgenommen. Nun wurde ich heute - am Freitag - krank und bekam eine AU bis einschl. Montag. Es kann auch sein, dass die Erkrankung länger dauert. Mein Chef hat aber heute gesehen, dass im System Ü-frei steht und hat mir eine Nachricht geschrieben, dass meine verplante (!) Überstunden somit gestrichen werden. Nun weiß ich nicht, ob das so rechtens ist. Vor allem, weil ich noch nicht bestätigt habe, dass ich überhaupt am Montag frei nehmen kann. Das muss ich immer mit Kollegen absprechen. Ist ein Missverständnis, aber wegen Überstunden gibt es bei uns immer Theater, vor allem im Verwaltungsbereich. Die sind aber leider in eineigen Fällen nicht zu vermeiden, das will aber der Arbeitgeber nicht einsehen... Auf jeden Fall, möchte ich in diesem Fall rechtlich sicher sein, da mir nach der Krankheit noch ein Gespräch mit dem Vorgesetztem bevorsteht.

Vielen Dank für die Hilfe!

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
iceman123mitglied
Status:
Praktikant
(504 Beiträge, 342x hilfreich)


Hallo

zum Thema Überstunden Abfeiern und Erkranken gibt es folgendes Urteil ...BAG Az.: 6 AZR 374/02

Diesem zur Folge, sind die deinen weg.

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
iceman123mitglied
Status:
Praktikant
(504 Beiträge, 342x hilfreich)

Hallo

zum Thema Überstunden Abfeiern und Erkranken gibt es folgendes Urteil ...BAG Az.: 6 AZR 374/02

Diesem zur Folge, wären die deinen weg.

...jetzt gilt es abzuklären, ob du verbindlich einen freien Tag genommen hast.
Ist nicht ganz einfach, da du ja erst abklären wolltest/musstest, ob dieser freie Tag überhaupt in den Einsatzplan passt.

Ob nun der zuständige Disponent diesen Tag für dich "blockt", um dann auf deine "Freigabe" zu warten, erscheint mir etwas lebensfremd zu sein. Meines Erachtens hat gerade der Zuständige für die Dienstplanerstellung genau das im Griff ...oder sollte es haben. Demnach hattest du "Überstundenfrei" und bist erkrankt ...und weg wären sie.

Gibt es bei euch in der Firma eine andere Regelung? Bescheid geben, blocken, Abklären, endgültige Zusage? Dann könnte es anders aussehen.

1x Hilfreiche Antwort

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