Unfall nach 11 Stunden Arbeitszeit obwohl der Arbeitgeber nur 10 Stunden erlaubt

15. Mai 2024 Thema abonnieren
 Von 
Dog6574
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Unfall nach 11 Stunden Arbeitszeit obwohl der Arbeitgeber nur 10 Stunden erlaubt

Hallo.

Mein Arbeitgeber lässt sich unterschreiben, dass man nicht länger als 10 Stunden arbeiten darf.

Nehmen wir an, dass ich das unterschreibe.

Ich fahre auf eine Messe und fahre danach nach Hause und drehe nach 11 Stunden einen Unfall.

Wie ist dann die Rechtslage. Habe ich dann noch den Versicherungsschutz der BG. Kommt die BG später auf mich zu und will Geld zurück?

Gruss
Dog

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17142 Beiträge, 5918x hilfreich)

Zitat (von Dog6574):
Ich fahre auf eine Messe und fahre danach nach Hause und drehe nach 11 Stunden einen Unfall.
Solange du nicht länger als 10h gearbeitet hast spielt es keine Rolle ob du dann auf dem Weg nach Hause einen Unfall hast oder nicht.
10h arbeiten und dann nach Hause fahren ist völlig in Ordnung.

In deiner Überschrift steht aber etwas anderes:
Zitat (von Dog6574):
Unfall nach 11 Stunden Arbeitszeit obwohl der Arbeitgeber nur 10 Stunden erlaubt

Warum sollte man bitteschön länger als 10h arbeiten wenn der AG sogar noch explizit darauf hinweist?
Hier ein Link der dir weiterhelfen kann:
https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/2399

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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#2
 Von 
Dog6574
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein wenn ich unterschreibe, dass ich nicht länger als 10 Stunden arbeiten darf und ich trotzdem im Außendienst zum Beispiel 11 Stunden aufgrund von Fahrzeiten arbeite und ich dann nach 10,5 oder 11 Stunden einen Unfall habe.
Darum geht es.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121367 Beiträge, 40010x hilfreich)

Zitat (von Dog6574):
und drehe nach 11 Stunden einen Unfall.

In welcher Funktion?
Schauspieler / Stuntman im Nebenjob?
Selbständiger Influenzer / Entertainer in den Sozialen Medien im Nebenerwerb?
Oder für das Private Profil in den Sozialen Medien?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Sunrabbit
Status:
Praktikant
(717 Beiträge, 123x hilfreich)

Mein Informationsstand ist da von 2005 glaub ich.

Ich hatte damals auch einen Arbeitgeber der eine längere Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden nicht mehr erlaubt hat.

Das ganze war ein Folge eines Autounfalls eines Kollegen nach 12 Stunden Arbeit. Der Kollege ist dabei verstorben. Es gab damals massive Problem mit der Unfallversicherung und die Familie des verunglückten Kollegen stand ohne Geld da. War ein ziemliches Theater ich kenn aber nicht die Details wer da was von wem wollte.

Von daher kann ich nur raten: lass es.

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#5
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17602 Beiträge, 6549x hilfreich)

Da du den link offenbar nicht lesen magst, den dir @laie angeboten hat, der Kernsatz als Klartext:

Zitat:
Der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung besteht für versicherte Personen grundsätzlich auch dann, wenn gegen Arbeitszeitbestimmungen verstoßen wurde.
Quelle https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/2399

Wiederholung der Frage bringt es wirklich nicht.

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#6
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17602 Beiträge, 6549x hilfreich)

Zitat (von Dog6574):
... wenn ich unterschreibe, dass ich nicht länger als 10 Stunden arbeiten darf und ich trotzdem ...

... falls es dir mehr um diesen Wisch geht, den du unterschrieben hast:
Der AG lasst sich nur bestätigen, was ohnehin Gesetzeslage ist: Wasser in den Ozean kippen; oder weniger blumig: mach, was du willst, aber von uns hast du das nicht. Der AG sichert sich ab. Der Wisch ändert nichts.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7406 Beiträge, 1620x hilfreich)

Zitat (von Dog6574):
Mein Arbeitgeber lässt sich unterschreiben, dass man nicht länger als 10 Stunden arbeiten darf.

Nehmen wir an, dass ich das unterschreibe.

Ich fahre auf eine Messe und fahre danach nach Hause und drehe nach 11 Stunden einen Unfall.


Dann könnte eine Abmahnung fällig sein wegen der Nichtbeachtung der Anweisung.....
Da solltest Du nach 10 Stunden ein Hotel suchen und übernachten.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17602 Beiträge, 6549x hilfreich)

... kann man sicher machen. Ich würde im Falle eines Falles aber erste einmal bei den '10 h' ansetzen und genau hinschauen, ob da nicht doch kürzere oder längere Pausen in Ansatz zu bringen sind.

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#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38751 Beiträge, 14056x hilfreich)

Zunächst wäre doch zu klären, ob die Fahrtzeit zu einem Einsatz wirklich Arbeitszeit iSd BG-Regelungen ist.

wirdwerden

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