Unterbrechen des Urlaubs, weil der Arbeitstag ein Feiertag und deshalb kein Urlaubstag ist?

27. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
VolkeR.
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 18x hilfreich)
Unterbrechen des Urlaubs, weil der Arbeitstag ein Feiertag und deshalb kein Urlaubstag ist?

Hallo Zusammen.

Ich habe folgende Frage: Bei uns wird nächstes Jahr S4Hana/SAP eingeführt. Dazu wurden dieses Jahr schon einige Migrationsstests durchgeführt.

Jetzt sollen am 01.01.2024 (Neujahr/Feiertag) finale Tests durch die Mitarbeiter durchgeführt werden, damit dass System am 02.01.2024 abgenommen und einen Tag später produktiv gehen kann.

Ich habe allerdings schon Wochen vor der Bekanntgabe des Termins 01.01.2024 für den Zeitraum 27.12.2023 bis 02.01.2024 Urlaub beantragt und genehmigt bekommen.

Das ich am 01.01.2024 trotzdem arbeiten soll, hat man damit begründet, dass dieser Tag ja kein Urlaubstag, sondern ein Feiertag sei.

Würde für mich im Umkehrschluss folgendes bedeuten: Nehmen wir an, ich fliege 2 Wochen nach Malle und ich muss nach einer Woche zurückfliegen, weil der 01.01. ja kein Urlaubstag ist. Arbeite dann an diesem Tag und fliege anschließend für die zweite Woche meines Urlaub wieder nach Malle.
Ziemlich unlogisch, oder gibt das die deutsche Rechtsprechung her?

LG VolkeR.


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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von VolkeR.):
Das ich am 01.01.2024 trotzdem arbeiten soll, hat man damit begründet, dass dieser Tag ja kein Urlaubstag, sondern ein Feiertag sei.

Man arbeitet offenbar in einem Unternehmen in dem Alkohol oder sonstige Drogen produziert werden? Oder wie kommt man auf so einen Schwachsinn?

Im übrigen pflegt man üblicherweise auch an Feiertagen wie auch an Sonntagen nicht zu arbeiten?



Zitat (von VolkeR.):
Ziemlich unlogisch, oder gibt das die deutsche Rechtsprechung her?

Ja, durchaus. Aber nicht, wenn der Urlaub vorbehaltlos vom 27.12.2023 bis 02.01.2024 genehmigt wurde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47263 Beiträge, 16741x hilfreich)

Ich hätte jetzt schon erhebliche Zweifel daran, dass zu dem genannten Zweck überhaupt am 01.02. gearbeitet werden darf.

Das fällt jedenfalls unter keinen der in § 10 ArbZG genannten Tatbestände.

Dass zu dem genannten Zweck eine behördliche Ausnahmegenehmigung vorliegen könnte, kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen.

Oder handelt es sich um einen Betrieb, in dem auch bei normalem Betriebsablauf am 01.01. gearbeitet werden dürfte?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17228 Beiträge, 6429x hilfreich)

Zitat (von VolkeR.):
Ich habe allerdings schon Wochen vor der Bekanntgabe des Termins 01.01.2024 für den Zeitraum 27.12.2023 bis 02.01.2024 Urlaub beantragt und genehmigt bekommen.

Der Urlaub ist bewilligt und damit iss's gut; Widerruf der Bewilligung nur unter ganz engen Voraussetzungen, die ich hier nicht erfüllt sehe. Du müsstest für die geplante Aktion dermaßen wichtig sein, dass das Wohl oder Wehe der Firma von deiner Anwesenheit abhängt. Selbst wenn das der Fall wäre, müsste der AG die Kosten für deinen Aufwand tragen. - Kein Grund, am Arbeitsrecht zu zweifeln.

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6902 Beiträge, 1458x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Selbst wenn das der Fall wäre, müsste der AG die Kosten für deinen Aufwand tragen


So ist es.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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