Unwiderrufliche Freistellung nach Kündigung nicht bis zum Ende der Beschäftigung

22. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
iron15
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Unwiderrufliche Freistellung nach Kündigung nicht bis zum Ende der Beschäftigung

Liebe Forenmitglieder,

ich wurde von meinem Arbeitgeber ganz plötzlich gekündigt. Der Kündigung lag ein Schreiben zur Freistellung bei.
Ich wurde unwiderruflich bis Ende des Monats freigestellt. Allerdings ist der Kündigungszeitpunkt erst Ende nächsten Monats.

Geht sowas überhaupt? Ich war der Meinung, dass eine unwiderrufliche Freistellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses gehen muss.

Ich bin Außendienstler, alle EDV-Zugänge wurden mir gesperrt. Was soll ich tun, wenn die Freistellung ausläuft?


Vielen Dank vorab und beste Grüße

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7377 Beiträge, 1619x hilfreich)

Zitat (von iron15):
Ich wurde unwiderruflich bis Ende des Monats freigestellt. Allerdings ist der Kündigungszeitpunkt erst Ende nächsten Monats.


Vermutlich ein Fehler.....

Zitat (von iron15):
Ich bin Außendienstler, alle EDV-Zugänge wurden mir gesperrt. Was soll ich tun, wenn die Freistellung ausläuft?


Deine Arbeitskraft anbieten ab dem 01.03.2024, danach wird man den Fehler vermutlich korrigieren.

Im Übrigen solltest Du innerhalb von 3 Wochen Kündigungsschutzklage einreichen, wenn Du gegen die Kündigung vorgehen willst....

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#2
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16498 Beiträge, 9296x hilfreich)

Zitat (von iron15):
Geht sowas überhaupt?
Ja

Zitat (von iron15):
Ich war der Meinung, dass eine unwiderrufliche Freistellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses gehen muss.

Nein.

Zitat (von iron15):
Was soll ich tun, wenn die Freistellung ausläuft?

Wieder arbeiten. Wenn man ohne EDV-Zugänge nicht arbeiten kann, fragt man den Arbeitgeber was man stattdessen tun soll.
Entweder merkt der Arbeitgeber, dass es ein Fehler war und verlängert die Freistellung.
Oder er schaltet die EDV wieder frei.
Oder der Arbeitgeber möchte, dass Sie den Monat nutzen, um Ihren Nachfolger einarbeiten.
Oder der Arbeitgeber findet eine neue Aufgabe für den letzten Monat, der den man keinen EDV-Zugang braucht (irgendwelche Akten im Keller müssen bestimmt mal wieder abgestaubt werden ...).

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#3
 Von 
Antananarivo85
Status:
Beginner
(127 Beiträge, 29x hilfreich)

Durchaus ein ungewöhnliches Vorgehen des AG, ich vermute auch dass sich beim Datum der Freistellung ein Fehler eingeschlichen hat.

Wurde denn "unwiderruflich" unter Anrechnung von Urlaubsansprüchen freigestellt, sodass im nächsten Monat der (Rest-)Urlaubsanspruch aufgebraucht wäre? Das wäre m.M.n. unzulässig, da der AG eine befristete unwiderruflichen Freistellung nicht dazu nutzen darf, dem AN einseitig vorzuschreiben, wann dieser seinen Urlaub nehmen muss.

Frist für eine Kündigungsschutzklage beträgt wie bereits erwähnt 3 Wochen ab Zugang der Kündigung. Man sollte sich also nicht allzuviel Zeit lassen, wenn man gegen die Kündigung gerichtlich vorgehen möchte.

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#4
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 166x hilfreich)

Zitat (von iron15):
Geht sowas überhaupt? Ich war der Meinung, dass eine unwiderrufliche Freistellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses gehen muss.

Ich bin Außendienstler, alle EDV-Zugänge wurden mir gesperrt. Was soll ich tun, wenn die Freistellung ausläuft?


Rein rechtlich ist eine auch unwiderrufliche Freistellung für nur ein begrenzten Zeitraum möglich.

Allerdings - hier riecht es ja schon nach einem Fehler. Sowas kann passieren.

Sie sollten den AG anschreiben und Klarstellung bitten. Rein vorsorglich sollten Sie für den Zeitraum, in welchem Sie momentan noch nicht unwiderruflich freigestellt sind, in dem gleichen Schreiben ihre Arbeitskraft anbieten.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(119799 Beiträge, 39781x hilfreich)

Zitat (von Holperik):
Rein rechtlich ist eine auch unwiderrufliche Freistellung für nur ein begrenzten Zeitraum möglich.

Da wüsste ich jetzt spontan keine belastbare Rechtsgrundlage zu.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
vacantum
Status:
Lehrling
(1096 Beiträge, 178x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Da wüsste ich jetzt spontan keine belastbare Rechtsgrundlage zu.
Warum sollte das nicht möglich sein? Ich kann als Arbeitgeber einen Arbeitnehmer immer für einen gewissen Zeitraum unwiderruflich freistellen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 90x hilfreich)

Zitat (von vacantum):
Ich kann als Arbeitgeber einen Arbeitnehmer immer für einen gewissen Zeitraum unwiderruflich freistellen.


"Immer" wäre mir neu, formal bedarf es schon einer arbeits- oder tarifvertraglichen Regel die allerdings in den meisten Arbeitsverträgen enthalten ist.







0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
iron15
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Holperik):
Sie sollten den AG anschreiben und Klarstellung bitten. Rein vorsorglich sollten Sie für den Zeitraum, in welchem Sie momentan noch nicht unwiderruflich freigestellt sind, in dem gleichen Schreiben ihre Arbeitskraft anbieten.


Wäre es nicht sinnvoller einfach nur meine Arbeitskraft für den Zeitraum in dem ich nicht freigestellt bin anzubieten?

Evtl erfolgt keine weitere Freistellung und der Urlaubsanspruch bleibt somit erhalten. Somit müsste dieser ausbezahlt werden oder?

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(520 Beiträge, 166x hilfreich)

Ob es sinnvoller ist sei dahingestellten. Möglich wäre dann natürlich, dass der AG vergisst freizustellen. Aber ob das wirklich noch Urlaub spart? Ist denn noch welcher vorhanden? Immerhin sind sie dann ja schon eine zeitlang unter Anrechnung von Urlaub freigestellt gewesen.

1x Hilfreiche Antwort

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