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Urlaub zurückgezogen

30. Juni 2006 Thema abonnieren
 Von 
Elaine1980
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Urlaub zurückgezogen

Hallo zusammen!

Mein Freund hat vor Wochen seinen Urlaub beantragt. Sein Chef hat ihm keine schriftliche Bestätigung gegeben, da er sagte, dass er dann meinen Freund nicht hierbehalten könne. Mein Freund hat aber auf einer Mitgliederversammlung angekündigt, dass er dann und dann in Urlaub fahre und der Chef es genehmigt habe. Sein Chef war anwesend, hat es mitbekommen, aber weder ja noch nein gesagt (Zeugen sind also vorhanden). Nun, zwei Tage vor dem Urlaubsantritt, zieht der Chef den Urlaub zurück, wirkliche Gründe liegen nicht vor (es handelt sich um ein Schulungsunternehmen, mein Freund ist der Netzwerktechniker und ohne ihn läuft nichts, aber der Chef hatte lange genug Zeit, sich um Ersatz zu sorgen). Zuerst meinte er, mein Freund müsse für Ersatz sorgen, dann könne er eventuell(!!) fahren. Mein Freund konnte aber so kurzfristig niemanden finden.

Was sollen wir tun? Trotzdem morgen fahren? Reise ist gebucht. Ich habe gelesen, man dürfe es nicht, man müsse vorher eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht erwirken, aber in zwei Tagen, an denen mein Freund voll arbeiten muss, ist dies nicht möglich.
Der Chef hat zwar angeboten, die Reise zu bezahlen, aber ob das stimmt, bezweifele ich, denn er trifft oft Aussagen, an die er sich nicht hält. Bswp. schuldet er meinem Freund noch zwei Monatsgehälter...!
Ich bin ratlos und hoffe, Sie können mir einen unverbindlichen Rat geben!
Viele Grüße
Elaine

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2310x hilfreich)

Wie ist in der Firma der normale/übliche Urlaubsgenehmigungsvorgang?

Ich würde an seiner Stelle den Urlaub nicht einfach eigenmächtig nehmen, denn so sicher als Genehmigung seh ich die unwidersprochene Behauptung in einer Betriebsversammlung nicht.

MfG

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8195 Beiträge, 3661x hilfreich)

Ich meine, dass bei der Ankündigung des Urlaubs durch deinen Freund, in Anwesenheit mehrer Mitarbeiter UND des Chefs, schon eine stille Zustimmung zustande gekommen ist.
Grundsätzlich kann ein genehmigter Urlaub auch wieder seitens des Betriebes zurück genommen werden, wenn betriebl. Belange die Anwesenheit des AN verlangen. Aber in dem Fall muss der Betrieb m. W. z. B. die Stornokosten für bereits gebuchte Reisen übernehmen.

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#3
 Von 
murgab123
Status:
Student
(2959 Beiträge, 647x hilfreich)

Solange der Chef den Urlaub nicht schriftlich genehmigt hat, liegt auch keine Genehmigung vor.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2310x hilfreich)

quote:
Solange der Chef den Urlaub nicht schriftlich genehmigt hat, liegt auch keine Genehmigung vor.


Nun ja, mündlich vor Zeugen würde m.E. auch reichen, wenn das dort z.B. so üblich ist und immer funktioniert hat. Dann sollte die Genehmigung aber auch deutlich als solche zu erkennen sein.

@HeHe Ich sehe die unwidersprochene Aussage auf der Betriebsversammlung noch immer nicht als Genehmigung durch den Chef.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8195 Beiträge, 3661x hilfreich)

Ich bin mir auch nicht sicher, deshalb habe ich es ja mit -meiner Meinung- eingefasst, aber lt. murgab ist eine mündliche Urlaubsgenehmigung ja scheinbar nie bindend.

Ich suche mal noch im www, vielleicht findet sich was.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8195 Beiträge, 3661x hilfreich)

Also ich kann nix finden, was eine schriftliche Genehmigung des Urlaubsantrages fordert. Aber genau das muss der Fragesteller wissen, damit er weiß, ob er die Stornokosten für seinen Urlaub ggf. auf den Betrieb abwälzen kann.

@murgab: Wo hast du die Info denn her?

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