Urlaubsanspruch/Resturlaub Kündigung innerhalb d. Probezeit (AVR/Caritas)

5. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
Honeybee2023
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Urlaubsanspruch/Resturlaub Kündigung innerhalb d. Probezeit (AVR/Caritas)

Guten Morgen,

ich habe eine Frage zu folgendem Fall: Ein Arbeitsverhältnis wurde nach 4 Mon. innerhalb der Probezeit seitens des AGs gekündigt (AVR-Vertrag, Caritas). In dieser Zeit wurde dem AN weder Urlaub gewährt (wg. Arbeitsunfähigkeit), noch nachträglich welcher ausgezahlt.

Meines Wissens nach würde sich der gesetzliche Anspruch bei vier vollen Monaten auf sieben Tage belaufen. Allerdings beinhaltet der AVR-Tarif folgende Klausel: "Der Erholungsurlaub kann erstmalig nach Ablauf von sechs Monaten seit Einstellung (Wartezeit) geltend gemacht werden.". Ferner heißt es: "Beginnt oder endet das Dienstverhältnis im Laufe des Urlaubsjahres, so beträgt der Urlaubsanspruch ein Zwölftel für jeden vollen Beschäftigungsmonat".

Bedeutet dies, dass dem AN vier Tage zustehen würden (1/12 f. jeden vollen Monat) oder erlischt der (gesetzliche) Anspruch aufgrund der sechsmonatigen Wartezeit vollständig, sodass es seine Richtigkeit hat, dass keinerlei Urlaub abgegolten wird?

Ich bedanke mich herzlichst und wünsche ein schönes Wochenende.

-- Editiert von User am 5. August 2023 07:44

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16294 Beiträge, 9227x hilfreich)

Zitat (von Honeybee2023):
oder erlischt der (gesetzliche) Anspruch aufgrund der sechsmonatigen Wartezeit vollständig, sodass es seine Richtigkeit hat, dass keinerlei Urlaub abgegolten wird?

Nein

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
Honeybee2023
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke, besteht denn demnach der volle gesetzliche Urlaubsanspruch (sieben Tage?) oder die vertraglich erwähnten 1/12 pro Monat, also vier Tage?

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#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31527 Beiträge, 5571x hilfreich)

Zitat (von Honeybee2023):
also vier Tage?
Ja, der AN war lediglich 4 Monate im Unternehmen beschäftigt.

Zitat (von Honeybee2023):
noch nachträglich welcher ausgezahlt.
Urlaubsabgeltung kann der AN fordern.
Ausschlussfristen für Ansprüche lt. TV AVR beachten.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#4
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17224 Beiträge, 6428x hilfreich)

Zitat (von Honeybee2023):
Danke, besteht denn demnach der volle gesetzliche Urlaubsanspruch (sieben Tage?) oder die vertraglich erwähnten 1/12 pro Monat, also vier Tage?

Du warst doch volle 4 Monate beschäftigt, oder?
Dann bekommst du 4/12 des Jahresurlaubs, also 6,66 Tage, aufgerundet auf 7 Tag Urlaub.
Wie du auf 4 Tage kommst, verstehe ich nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Honeybee2023
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Mir ist vorhin selbst schon aufgefallen, dass ich bei den 1/12 = 4 Tage einen Denkfehler hatte :D Das ist natürlich Quatsch.
Vier volle Monate sind richtig, sprich es bestehen doch die sieben Tage Urlaubsanspruch. Vielen Dank.
Es war mir auch am wichtigsten sicher zu gehen, dass der Anspruch überhaupt besteht und nicht durch diese "Wartezeit" lt. AVR verfällt, weil diese sechs Monate noch nicht erfüllt waren. Aber es scheint ja so zu sein, als würden dem AN diese sieben Tage dennoch zustehen.

-- Editiert von User am 5. August 2023 16:36

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#6
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16294 Beiträge, 9227x hilfreich)

Aus dem Parallel-Thread ist zu entnehmen, dass im Anschluss an die Beschäftigung ALG1 bezogen wurde. D.h. die Auszahlung des Urlaubs verringert den ALG1-Anspruch. Wenn Sie für 7 Tage Urlaubsauszahlung bekommen, müssen Sie für 7 Tage das ALG1 zurückzahlen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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