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Urlaubsberechnung - Steht Gesetzgeber über Tarifvertrag?

 Von 
guest-12320.10.2011 11:52:26
Status:
Praktikant
(782 Beiträge, 394x hilfreich)
Urlaubsberechnung - Steht Gesetzgeber über Tarifvertrag?

moin zusammen,

folgende frage von mir.

im arbeitsvertrag stehen mir 2 tage urlaub zu.
arbeitsvertrag wurde am 11.6.10 geschlossen.
folglich 6 monate x 2 tage urlaub = 12 tage
der halbe monat 1 tag, also zusammen 13 tage urlaub für den besagten zeitraum.
nun habe ich 2 tage schon genommen, also nur noch 11 tage urlaub. laut dem arbeitgeber( personal Profi) soll der halbe monat nicht mit 1 tag urlaub angerechnet werden. auf nachfragen von mir wurde nur gesagt: das hat der chef beschlossen.
ich denke, der chef kann beschließen was er will, aber das heißt noch lange nicht das es richtig und korrekt ist.

weiß jemand dazu etwas und wird das gesetzlich geregelt? eine § wäre nicht schlecht dazu.

der gesetzgeber steht über den tarifvertrag?

lg^^

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Im ewigen Gedenken."

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Tage Tarifvertrag gesetzlich Urlaub


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2506x hilfreich)

was steht wörtlich im AV zum Urlaub? War der AN vor dem 11.6. bereits bei einem anderen AG beschäftigt und wenn ja, wieviel Urlaub hatten Sie dort für dieses Jahr bereits genommen?

Besteht das Arbeitsverhältnis über den 10.12. hinaus?

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#2
 Von 
kriegsrat
Status:
Praktikant
(540 Beiträge, 172x hilfreich)

das gesetz spricht von "vollen" monaten § 5 BUrlG: Teilurlaub

gilt aber ein tarifvertrag, der "günstigere" regelungen vorsieht,
dann geht der vor........................


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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(12949 Beiträge, 5199x hilfreich)

... naja, die erste adresse zum nachlesen ist in dem fall das burlg. dort steht auch, dass u-anspruch nur für volle monate entsteht. vertraglich kann natürlich besseres vereinbart werden oder worden sein - da käme es auf den wortlaut an.

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#4
 Von 
kriegsrat
Status:
Praktikant
(540 Beiträge, 172x hilfreich)


1000kleine sachen spielt auf den anspruch des gesamten gesetzlichen mindesturlaubs von 24 werktagen an....................

wenn die wartezeit erfüllt ist (6 Mo) und ein ausscheiden in der zweiten jahreshälfte erfolgt



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#5
 Von 
guest-12320.10.2011 11:52:26
Status:
Praktikant
(782 Beiträge, 394x hilfreich)

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>Besteht das Arbeitsverhältnis über den 10.12. hinaus? <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>
ja bis zum 15.12.10 und ab dem 16.12 weiter für ein jahr durch verlängerung.

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>War der AN vor dem 11.6. bereits bei einem anderen AG beschäftigt und wenn ja, wieviel Urlaub hatten Sie dort für dieses Jahr bereits genommen? <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

davor arbeitslos, das ganze jahr von anfang an.
bisher war es immer so bei mir, halber monat = 1 tag urlaub...allerdings bei anderen arbeitgebern.

seidem ich da beschäftigt bin, bin ich minimum 6 tage auf der arbeit. 200 std sind da locker auf den zeitnachweisen. hatte letztes we das erste we von freitag 14 uhr bis montag 22 uhr. nun dieses we wieder bis heute früh nachtschicht.morgen spät.... heute lehnte ich die spätschicht ab, da 5 std schlaf und dann wieder arbeiten einfach zuviel sind. dreistigkeit ist beim einsatzort unbekannt. ich arbeite wie gesagt seit 6 monaten immer mind. 6 tage, nun hatte ich ja letztes we frei und für dieses we hieß es das ich kommen muß weil ich letztes we frei hatte. meine meinung: die spinnen! das mal am rande

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>was steht wörtlich im AV zum Urlaub? <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>









lg^^

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Im ewigen Gedenken."

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#6
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2506x hilfreich)

ist das Leiharbeit? Wenn ja welcher TV wird angewendet?

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>bisher war es immer so bei mir, halber monat = 1 tag urlaub...allerdings bei anderen arbeitgebern. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

das ist völlig wurscht, wie das andere AG handhaben.
Sie haben laut BurlG nach 6 Monaten (das wäre ab dem 11.12.2010) Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub und das sind 4Wochen.

In Ihrem AV steht es unter §14 ähnlich: Sie haben also ab dem 7.Monat hier sogar Anspruch auf 24Tage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche. Da sie anscheind 6 Tage die Woche arbeiten, müssen entsprechend mehr Urlaubstage gewährt werden.

So richtig auf den Putz hauen sollten Sie allerdings erst ab dem 15.12., wenn Sie Ihre Verlängerung in der Tasche haben.

Dann sollten Sie auch umgehen die Übertragung der nichtgewährten Urlaubsansprüche ins neue Jahr schriftlich beantragen.


<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>heute lehnte ich die spätschicht ab, da 5 std schlaf und dann wieder arbeiten einfach zuviel sind. dreistigkeit ist beim einsatzort unbekannt. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

Ruhezeit zwischen 2 Schichten muss mindestens 11h sein! siehe ArbZG.
Eigentlich achten die Leihfirmen da immer drauf, wegen der gelegentlich anstehenden Kontrollen durch die AfA. Aber da die kaum 100 Kontrolleure der AfA völlig überfordert sind mit den hunderten Leihfirmen, besteht wohl seitens der AG mittlerweile nichtmal da eine Fürsorge für die eigenen LAN.


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#7
 Von 
guest-12320.10.2011 11:52:26
Status:
Praktikant
(782 Beiträge, 394x hilfreich)

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>In Ihrem AV steht es unter §14 ähnlich: Sie haben also ab dem 7.Monat hier sogar Anspruch auf 24Tage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche. Da sie anscheind 6 Tage die Woche arbeiten, müssen entsprechend mehr Urlaubstage gewährt werden. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

im av steht geschrieben das ich eine 5 tage woche habe und verpflichtet bin auch samstags, sonntags, feiertags arbeiten soll. das aber nur bei bedarf. naja, da ich bei automobilzulieferer eingesetzt bin geht da schon die post ab und wir können garnicht soviel produzieren was wir sollten.

festgeschrieben ist wie gesagt die 5 tage woche, aber es ist immer samstag oder sonntag auch eine schicht fällig, auch sehr oft samstag UND sonntag.

ich wollte eigendlich zwischen den tagen urlaub nehmen, da wurde ich schon angehauen doch dazwischen als notbesetzung zu arbeiten mit 2-3-4 anderen kollegen. da ich da ziemlich flexibel einsetzbar bin und an allen maschienen schon gearbeitet habe, bin ich nun immer dabei bei solchen aktionen.

werde dann die übernahme mal beantragen... mündlich wurde sie schon zugesichert wenn es bis zum jahresende nicht mit dem urlaub klappt, das es bis zum märz des folgejahres genommen werden kann bzw einsatzbedingt auch darüber hinaus.

lg^^

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#8
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2506x hilfreich)

Ist das denn nun Leiharbeit? Wenn ja: bekommen Sie die vielen Stunden wenigstens ausbezahlt oder geht alles über 35h auf das Arbeitszeitkonto?

Des weiteren sollten Sie mal genau im Arbeitszeitgesetz nachlesen, wieviel Stunden gearbeitet werden dürfen! Wöchentlich im Durchschnitt von 24Wochen sind 48h zulässig (im Gesetz liest sich das 8h werktäglich, also 6x8h). Kurzzeitig sind auch max. 60h pro Woche möglich, im Durchschnitt dürfen aber die 48h nicht überschritten werden. Da habe ich bei Ihrer Schilderung erhebliche zweifel.

Der Samstag ist ein normaler Werktag, zumindest gesetzliche gesehen. Für den Sonntag muss aber zwingend ein Ausgleich innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erfolgen. Die ganze Zeit Sa und So durcharbeiten ist also verboten. Das sollten Sie auch nicht mitmachen, wenn Ihnen Ihre Gesundheit was Wert ist.

http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/


Und das ist angekommen, dass Sie für dieses Jahr nicht Anspruch auf 12 oder 13 Urlaubstage, sondern auf 24Urlaubstage haben?

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#9
 Von 
guest-12320.10.2011 11:52:26
Status:
Praktikant
(782 Beiträge, 394x hilfreich)

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>Und das ist angekommen, dass Sie für dieses Jahr nicht Anspruch auf 12 oder 13 Urlaubstage, sondern auf 24Urlaubstage haben? <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

ja, danke.

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>Ist das denn nun Leiharbeit? <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

ja

christlicher tarif

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>bekommen Sie die vielen Stunden wenigstens ausbezahlt oder geht alles über 35h auf das Arbeitszeitkonto? <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

alles wird ausbezahlt. das zeitkonto von 100std war schon nach 2 monaten voll.
auf meinen zeitnachweisen sind immer 45 std oder 52,5 std notiert. habe ich zb freitag um 14 uhr feierabend, dann kommt meistens noch samstag ne spätschicht dazu. dann biste so kaputt nach der woche das man nach 1-2 biere einschläft :)

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>Für den Sonntag muss aber zwingend ein Ausgleich innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erfolgen. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

sonntag gibt es 50% zulage.
nacht beginnt um 23 uhr (ausbeute!!)
nachtschicht von sonntag auf montag (22uhr-6uhr) wird nur mit 2 std zulage von 50% gewährt. ab mitternacht bis zum schichtende, montag 6 uhr, nur der normale stundensatz.

vor einigen jahren durfte ein leiharbeiter nur max 2 jahre an einen einsatzort eingesetzt werde und dann entweder wurde er übernommen oder mußte für ein quartal wo anders arbeiten. gilt das noch heute? da gehen die meinungen auseinander...

lg^^







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#10
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2506x hilfreich)

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>sonntag gibt es 50% zulage. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

Bei dem gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleich für die Sonntagsarbeit geht es nicht um vertraglich vereinbarte Zuschläge, sondern einen Ruheausgleich für die nichtgewährte Sonntagsruhe. Das könnte z.B. auch ein arbeitsfreiher Samstag sein. Aber Sie arbeiten ja anscheinden jeden Samstag. Das haut also nicht hin.

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>ab mitternacht bis zum schichtende, montag 6 uhr, nur der normale stundensatz. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

nach 0Uhr muss aber der Nachtschichtzuschlag gewährt werden.


<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>vor einigen jahren durfte ein leiharbeiter nur max 2 jahre an einen einsatzort eingesetzt werde und dann entweder wurde er übernommen oder mußte für ein quartal wo anders arbeiten. gilt das noch heute? da gehen die meinungen auseinander... <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

Wo gehen denn da die Meinungen auseinander? Seit Harz1 2003 bzw. endgültig seit 2004 gibt es keine Höchtüberlassungsdauer mehr. Denn Leiharbeitgebern wurden so ziemlich alle Beschränkungen (Befristung, Synchronisationsverbot, Höchstüberlassungsdauer, etc.) erlassen. Die einzig postive Gesetzesänderung für den Leiharbeiter, war die Einführung von Equal Pay. Das ganze wurde dann aber durch die Hintertür durch eiligst abgeschlossende Tarifverträge, die den Leiharbeiter wieder schlechter als den Festangestellten AN stellen dürfen ausgehebelt. Bedanken dürfen Sie sich bei den christlichen "Gewerkschaften" und auch bei den DGB-Gewerkschaften. Ebenso bei ehemaligen Arbeitsminister Clement, der danach einen hochdotierten Posten bei der grossen Leihfirma Addecco hielt. Und nein: wir leben natürlich nicht in einer Bananenrepublik.

Ergo: sie können jetzt ohne Probleme bis zum Renteneintritt an diesen Entleihbetrieb verliehen werden.


http://www.buerolina.de/Geschichte_und_Entwicklung_der_Zeitarbeit.html


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-- Editiert am 05.12.2010 18:12

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