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Urlaubsübertragung und Kündigung

 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17201 Beiträge, 7575x hilfreich)
Urlaubsübertragung und Kündigung

Ein Arbeitnehmer kündigt mit 14-tägiger Frist zum Jahresende. Er hatte dieses Jahr noch keinen Urlaub und selbst bei Beantragung würde höchstwahrscheinlich wegen des Weihnachtsgeschäfts keiner bewilligt. Wie rettet der Arbeitnehmer wenigstens das Urlaubsentgelt?
Schreibt er dem AG, er beantragt die Übertragung des Urlaubs ins kommende Jahr? Ist ja irgendwie albern, wenn er sowieso dann weg ist. Oder wie geht das?

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Jahr Anspruch Arbeitnehmer Urlaub


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1885x hilfreich)

... mit der kündigung werden doch alle offenen ansprüche geregelt. also auch urlaubsansprüche. und wenn urlaub nicht mehr genommen werden kann wegen der kündigung, ist er auszubezahlen.

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"... nach bestem Wissen :) .
"Das ganze Leben ist ein Quiz ...""

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#2
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17201 Beiträge, 7575x hilfreich)

In meiner Frage fehlte eine Information. Der Arbeitgeber hat noch nie Urlaubsentgelt gezahlt. Deshalb sieht er hier sicher keine Veranlassung, irgendetwas zum Urlaub zu regeln. Der Arbeitnehmer will aber seinen Anspruch möglichst zeitnah einfordern, deshalb die Idee, vorzugreifen.

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#3
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7946 Beiträge, 2654x hilfreich)

Wenn noch nie Urlaubsentgelt gezahlt wurde, dann besteht ja auch kein Anspruch (es sei denn tariflich ist darüber etwas vereinbart). Hier geht es ja eher um die Auszahlung für nicht genommene Urlaubstage.

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"sika0304"

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#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17201 Beiträge, 7575x hilfreich)

@sika304
Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Bezahlung des Urlaubsentgelts.

Hab dazu etwas interessantes gefunden, danach scheint mir hier die Lösung zu sein: Rechtzeitige Kündigung, so dass der Urlaub noch genommen werden könnte und gleichzeitiger Urlaubsantrag.:

http://www.stuttgart.ihk24.de/produktmarken/recht_und_fair_play/Arbeitsrecht/Rund_um_den_Urlaub.jsp
6. Urlaubsabgeltung
Urlaubsabgeltung, also die Auszahlung des Urlaubs, tritt ausnahmsweise an die Stelle der Freizeitgewährung, wenn der Urlaub nicht mehr gewährt werden kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Anspruch auf Auszahlung verfallenen Urlaubs besteht. Eine Urlaubsabgeltung ist nach § 7 Abs.4 BurlG nur zulässig, wenn der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden kann. Der Urlaubsabgeltungsanspruch entsteht erst mit Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsverhältnis. Der Urlaubsabgeltungsanspruch ist an die gleichen Voraussetzungen gebunden wie der Anspruch auf Erholungsurlaub, da er als Ersatzanspruch an die Stelle des Urlaubsanspruchs tritt. Voraussetzung für eine Abgeltung ist, dass der Arbeitnehmer den Urlaub noch nehmen könnte, wenn das Arbeitsverhältnis weiter bestünde.

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#5
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1885x hilfreich)

jetzt wird es unklar: "Der Arbeitgeber hat noch nie Urlaubsentgelt gezahlt."
was soll das heißen: hast du bezahlten urlaub bekommen oder nicht? - das ist das urlaubsentgelt.
wenn ja, gilt meine erste antwort. wenn dein AG nicht von alleine darauf kommt: einfordern.
wenn du gar nie bezahlten urlaub bekommen haben solltest, steht er dir voll und ganz zu, denn der anspruch auf urlaub kann auch einzelvertraglich nicht ausgeschlossen werden. dann wäre evtl. sogar die forderung für mehrere jahre rückwärts drin.

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"... nach bestem Wissen :) .
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#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17201 Beiträge, 7575x hilfreich)

Hallo blaubär49,
danke für deine Antworten! Der Bekannte von mir hat tatsächlich noch nie bezahlten Urlaub genommen. Er hat die Wochen immer vor- oder nachgearbeitet, die er freigenommen hat. Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gab es auch nicht. Aber daran wird sich wohl etwas ändern, die Mitarbeiter dort werden doch tatsächlich langsam sauer, immer schlechtere Arbeitsbedingungen für 7,-€ die Stunde....

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#7
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1885x hilfreich)

toll. dann mal rasch zusammenzählen, was in den letzten drei jahren zusammen gekommen ist und die forderung ausrechnen und in rechnung stellen.
dabei unterstelle ich, dass der av keine ausschlussfrist nennt und es auch keinen tv mit solcher gibt. gegen eine mehrjährige nachzahlung spricht möglicherweise, das das burlg urlaub als verfallen ansieht, der nicht bis ende märz des folgejahres genommen ist. ob die grundsätzliche verweigerung von urlaub als bezahlte freizeit seitens des AG die sachlage ändert, kann dir bzw. deinem bekannten ein fachanwalt für arbeitsrecht sagen.

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"... nach bestem Wissen :) .
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