VOM ARBEITGEBER ERPRESST

7. Juni 2015 Thema abonnieren
 Von 
koch1985
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
VOM ARBEITGEBER ERPRESST

HALLO,

ich habe mich hier angemeldet, da mir in der vergangenen Woche der Kragen geplatzt ist. Vielleicht kann mir jemand einen seriösen Tipp geben, wie ich mich verhalten sollte:
Seit 3 Jahren arbeite ich in einem Unternehmen, welches die Essensversorgung von Kitas und Schulen sicherstellt als Koch.
Dies wiederum ist ein Tochterunternehmen eines Unternehmens welches Krippen, Kitas und Schulen betreibt.
Alljährlich wird der Geburtstag des Mutterunternehmens gefeiert. Selbstverständlich sind wir, als „Essenslieferant" auch immer vor Ort, drehen Bratwürste auf dem Grill. So auch in diesem Jahr.
Ich stellte dem Geschäftsführer (1) die Frage, wie sich die Arbeitszeit dort arbeitsrechtlich verhält (Verletzung/Wegeunfall u.s.w.).
Diese Zeit dort wird auch NICHT als Arbeitszeit angerechnet, sondern als „organisierte Freizeit".
Zur Antwort bekam ich lediglich...: „Erinner Dich wie es in anderen Gastronomiebetrieben abläuft…und es besteht Anwesenheitspflicht!...da es vorab auch ein Meeting geben wird!" und „…das haben wir doch schon immer so gemacht…"
Diese Aussagen hören sich für mich an, als würde ich noch in der DDR leben und meine Chefs sind die ewig gestrigen.

Das Mutterunternehmen hat eine Mitarbeiterinteressensvertretung und ich erklärte dem Geschäftsführer (1) das ich mich diesbezüglich an diese wenden werde.
Geschäftsführer (1) ermunterte mich, mich schnellstmöglich bei Ihr zu erkundigen, die Antwort kenne er: …„organisierte Freizeit"

Keine 10 Minuten nach diesem Gespräch stand der Geschäftsführer (1) bei meinem direkten Vorgesetztem im Büro und bat Ihn, er sollte sein möglichstes tun, das ich dieses Gespräch mit der Mitarbeiterinteressensvertretung nicht führen. Vermutlich ist diese dem Arbeitnehmer nicht loyal, hat Angst Ihren Arbeitsplatz zu verlieren, und würde zu unserem (ProForma-) Geschäftsführer (2) gehen, der im Nachbarbüro sitzt.
Dieser würde ungefähr wie folgt agieren: Sämtliche Stunden (insbesondere Minusstunden aller Köche) zusammenrechnen und feststellen, dass es evtl. mehr wie 160 Stunden/monatl. sein könnten.
Dann wäre dies die Begründung einer Entlassung für mich…aus betriebswirtschaftlichen Gründen.

Mein regulärer Arbeitstag beginnt um 5:00 Uhr und endet um 13:30 Uhr!
An diesem besagtem Tag beginnt mein Arbeitstag um 5:00 Uhr endet um 13 Uhr, da ich um 14:00 Uhr bei diesem Meeting sein MUSS. Danach werde ich mich eine Schürze umbinden und den Grill anschmeißen…
Ca 19:00 Uhr endet dann mein Tag.

Vielleicht können Sie mir freundlicher Weise eine kurze Info geben….wie ich mit dieser Art der Erpressung rechtlich umgehen sollte.




3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(42990 Beiträge, 14808x hilfreich)

Zunächst einmal im StGB nachschauen, was Erpressung ist, ich meine es ist § 253 StGB .

wirdwerden

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17805 Beiträge, 8094x hilfreich)

Wenden Sie sich dringend an die Mitarbeitervertretung, das sind ja gruselige Zustände. Die MAV muß doch erfahren, wie gestört hier die Vorgesetzten agieren.
Und selbstverständlich kann Sie niemand zwingen, 14 Stunden am Stück zu arbeiten. Das sollte die MAV auch wissen, was da geplant ist.

0x Hilfreiche Antwort

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