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VWL wurden nicht gezahlt

4.5.2021 Thema abonnieren
 Von 
carry.white
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
VWL wurden nicht gezahlt

Hallo Zusammen,

ich bin mit der folgenden Situation konfrontiert:

Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber habe ich einige Jahre gearbeitet. Ich habe damals VWL (Vermögenswirksame Leistungen) in Form von Gehaltsumwandlung genutzt. Jeden Monat wurden dafür 26€ von meinem Gehalt abgezogen.

Eigentlich wollte ich die VWL in meine private Altersvorsorge einzahlen lassen. Als die Anstellung begann, wurde ich um Details zu meiner Altersvorsorge gebeten. Nachdem ich diese Informationen eingereicht hatte, gingen jedem Monat 26€ von meinem Gehalt ab, was auch auf den Lohnabrechnungen vermerkt war.

Ich habe leider erst vor ein paar Wochen nachgeprüft, ob das Geld auch bei meiner Altersvorsorge ankam. Das war leider nicht der Fall. Mir wurde auch gesagt, dass meine Altersvorsorge gar nicht VWL-fähig wäre.

Daraufhin habe ich nochmal bei meinem ehemaligen Arbeitgeber nachgefragt. Da wurde mir gesagt, dass es in der Tat einen Fehler gegeben hätte, weil mir Geld für die VWL abgezogen wurde, aber nirgends wohin ausbezahlt wurde. Man könne mir das Geld jedoch nicht erstatten, weil ich kein VWL fähiges Produkt hatte.

Nun ist es so, dass mir im Lauf der Zeit etwa 700€ abzogen wurden. Dieses Geld wurde aber faktisch vom Arbeitgeber einbehalten.

Meine Frage ist nun, was ich tun kann. Ich überlege zu einem Anwalt für Arbeitsrecht zu gehen. Doch ich habe nicht besonders viel Geld und würde mir die Erstberatungsgebühr gerne sparen, wenn die Chancen darauf, dass ich das Geld vom Arbeitgeber bekomme gering sind.

Was meint ihr? Was sollte ich tun? Würde es Sinn machen, einen Anwalt zu konsultieren?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(12808 Beiträge, 5159x hilfreich)

Erst einmal selbst schauen. Und zwar in den AV.
Wenn dort eine Ausschlussfrist vereinbart ist, kannst du nur wenige Monate zurückfordern.
Wenn nicht, gilt die gesetzliche Verjährung und die greift immerhin 3 volle Jahre rückwärts.
Dass man dir die zu Unrecht einbehaltenen Abzüge nicht würde erstatten können, halte ich für eine Ausflucht.

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#2
 Von 
carry.white
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die schnelle Antwort. Und ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Im AV finde ich keine Ausschlussfristen. Die AV endete vor etwas weniger als drei Jahren.

-- Editiert von carry.white am 04.05.2021 17:11

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#3
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7126 Beiträge, 4853x hilfreich)

Alles vor dem 1.1.2018 ist also verjährt. Über wieviele Monate reden wir also überhaupt noch?

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#4
 Von 
kalledelhaie
Status:
Praktikant
(601 Beiträge, 115x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
Alles vor dem 1.1.2018 ist also verjährt

Die Ansicht teile ich nicht. Der Beginn der Verjährung setzt die Kenntnis des Anspruchs bzw. Eine grob fahrlässige Unkenntnis voraus.

Hier konnte der AN wohl davon ausgehen, das die Zahlung auch tatsächlich geleistet wurde zumal die Personalabteilung (?) Ebenfalls der Ansicht war.

Darüber hinaus ist mit der Ankündigung das Geld in ein entsprechendes Produkt auszahlen zu wollen, die Einrede u.U. verwirkt.

Signatur:Die von mir vertretenen Meinungen sind rein private Einschätzungen und ersetzen keine professionelle
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