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Vätermonate/Urlaub - Kann mein Chef NEIN sagen?

26. Februar 2010 Thema abonnieren
 Von 
gibbert
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 11x hilfreich)
Vätermonate/Urlaub - Kann mein Chef NEIN sagen?

Hallo zusammen

Wir befinden uns in der 8.Schwangerschaftswoche bzgl. Nachwuchs. Nun stellt sich für mich im vorraus die Frage, wenn ich als Vater die Vätermonate / Elternzeit bei meinem Chef einreichen möchte, ob er mir dies verwähren kann bzw. ob ich gesetzlich darauf bestehen kann? Welche Probleme können sich ergeben?

Danke für eine Rückantwort





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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

http://www.ms.niedersachsen.de/master/C15649620_L20_D0_I674.html

Der Arbeitgeber kann nicht ablehnen, da man auf Elternzeit einen gesetzlichen Anspruch hat. Wichtig ist nur, den AG sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit darüber zu informieren.



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" Don`t feed trolls"

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#2
 Von 
gibbert
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 11x hilfreich)

Danke schon mal für die Antwort,...gilt das auch bei meiner Angestelltensituation als Arbeitnehmer bei einem externen Dienstleister (Consulting Firma) für eine andere Firma? Oder gilten hier andere Gesetze/Rechte?

Ich selbst bin bei Firma "A" angestellt, welche wiederum Dienstleistung für Firma "B" tätigt.

-- Editiert am 26.02.2010 13:48

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

Das Gesetz gilt für alle Arbeitnehmer, davon gibt es keine Ausnahmen.

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" Don`t feed trolls"

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#4
 Von 
guest-12323.07.2011 10:57:58
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo,

mich würde folgende Konstellation interessieren:

Der Chef fordert im Herbst des Vorjehres die Mitarbeiter auf alle Urlaubstage zu verplanen, sich mit dem jeweiligen Vertreter abzustimmen und den Urlaub in eine
Exceldatei einzutragen.

Ein Mitarbeiter stimmt sich ab und trägt den Urlaub ein. Er bucht eien Reise.

Der Vertreter, der damals schon weiss, dass er Vater wird, teilt im Jahr darauf mit, dass er zur gleichen Zeit Vaterschaftsurlaub nimmt. Der Chef genehmigt natürlich den Vaterschaftsurlaub, erlaubt dem anderen Mitarbeiter den intern abgestimmten Urlaub nicht.

Was kann man zu der Konstellation sagen? Problem ist, dass der Urlaubsantrag noch nicht vom Chef unterschreiben war. Hat der Mitarbeiter Pech und bleibt auf den Kosten sitzen oder konnte er sich auf die übliche Urlaubsjahresplanung verlassen?

Gruss

Dieter

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#5
 Von 
maestro1000
Status:
Lehrling
(1297 Beiträge, 727x hilfreich)

Wenn dringende betriebliche Belange vorliegen,die eine Urlaubsabsage erfordern,
muss der AG die Stornkosten übernehmen. Ist halt unternehmerisches Risiko.
Im Gegenzug erzieht der Vater die Kundschaft von morgen.

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#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

http://www.rp-online.de/beruf/ratgeber/Chef-darf-Urlaub-nicht-rueckgaengig-machen_aid_525478.html :

"An einen bereits gewährten Urlaub sind Arbeitgeber gebunden. Sie können nicht verlangen, dass der Arbeitnehmer in dem betreffenden Zeitraum arbeitet. Das gilt sogar dann, wenn der Arbeitnehmer sich nur in eine Urlaubsliste eingetragen hatte."

und die Tatsache, dass ein anderer Kollege auch nicht arbeiten kann, ist kein dringender betrieblicher Belang bei der Frage der Urlaubsgewährung. Damit sind Notfälle gemeint.

http://www.ra-kotz.de/urlaub1.htm :
"Kann der Arbeitgeber den einmal gewährten Urlaub widerrufen?:

Der Arbeitgeber kann nach Ansicht des BAG nur in Notfällen den einmal genehmigten Urlaub widerrufen. Dabei muss es sich um „Notfälle“ handeln, die keine andere Lösung zulassen."


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" Don`t feed trolls"

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#7
 Von 
maestro1000
Status:
Lehrling
(1297 Beiträge, 727x hilfreich)

Dann verbleibt ja die spannende Frage, was unter einem "Notfall" verstanden werden kann.

Bekanntlich sind Chefs ja sehr kreativ und bescheren uns den Großteil der Anfragen hier im Forum und bei den Gerichten.
Gibt es da Erfahrungswerte oder muss jeder Einzelfall von einem Richter beurteilt werden ?

-- Editiert am 27.02.2010 22:42

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#8
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

http://www.welt.de/reise/article2266410/Darf-der-Arbeitgeber-den-Urlaub-streichen.html:

" Die Auffassung des Bundesarbeitsgerichts ist eindeutig: Selbst bei frühzeitiger Urlaubsgewährung und einem sich nachträglich ergebenden Bedarf nach Urlaubsverlegung, z.B. wegen unerwarteter Auftragseingänge, allgemeiner Krankheitsausfälle oder sonstiger Engpässe, ist ein Widerruf des einmal genehmigten Urlaubs ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für den Rückruf des Arbeitnehmers aus einem bereits angetretenen Urlaub.

Eine Ausnahme kann sich bei Notfällen ergeben: Der Widerruf des erteilten Urlaubs kommt bei "Gefahr im Verzug" in Betracht, wie z. B. bei Katastrophen. Es muss sich um zwingende Situationen handeln, die keinen anderen Ausweg zulassen und bei Erteilung des Urlaubs nicht vorhersehbar waren. Nicht den Urlaubswiderruf berechtigende Situationen sind kurzfristig aufgetretene Produktionsengpässe, erhöhter Arbeitsanfall oder vorher organisierbare Vertretungsfälle."



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"Wer kämpft, kann gewinnen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren."

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