Vergütung an verpflichtender Firmenfeier

8. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
Sabel4life
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Vergütung an verpflichtender Firmenfeier

Ein Bekannter hatte seine Kündigung zum Samstag, den 15.7.2023, eingereicht und in seiner Firma fand am Freitag, den 14.7.2023, ein Wandertag statt.

Die Teilnahme am Wandertag ist für alle Mitarbeiter verpflichtend, und es ist üblich, dass die Mitarbeiter diese Zeit als Arbeitsstunden erfassen können. In seinem Fall hat der Chef jedoch eine Ausnahme gemacht und erklärt, dass der Wandertag für ihn nicht verpflichtend sei. Daher kann er seine Teilnahme nicht als Arbeitsstunden geltend machen.

Vor diesem Hintergrund habe ich zwei Fragen:

- Ist es rechtlich zulässig, dass der Arbeitgeber nur ihm mir die Teilnahme am Wandertag als nicht vergütungswürdig erklärt?
- Wenn er für den Wandertag einen Urlaubstag genommen hätte, wäre es dann aus unfallrechtlicher Sicht dennoch möglich, an dem Wandertag teilzunehmen?

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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31560 Beiträge, 5574x hilfreich)

Zitat (von Sabel4life):
und erklärt, dass der Wandertag für ihn nicht verpflichtend sei
Hm, d.h. nicht, dass er nicht mitwandern durfte. Er musste nur nicht, während die anderen mitwandern mussten.

zu 1: Er hat es ihm/dir bereits erklärt. Weiteres würde vermutlich ein Gericht zu klären haben.
zu 2: Im (beantragten und genehmigten) Urlaub und mit Erlaubnis/Zustimmung des AG? Der Urlaubstag würde zu vergüten gewesen sein, da das Beschäftigungsende am 15.7. eintrat. Nicht unüblich, dass noch vorher Urlaub genommen wird. Auch nicht unüblich, dass der scheidende AN am letzten Tag nochmal ...

Wieso unfallrechtlich? Sollte während des Wandertages auch noch ein Unfall (im Urlaub) passiert sein?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17238 Beiträge, 6430x hilfreich)

Zitat (von Sabel4life):
- Ist es rechtlich zulässig, dass der Arbeitgeber nur ihm mir die Teilnahme am Wandertag als nicht vergütungswürdig erklärt?

Die Fragestellung erscheint mir reichlich eingefärbt: Da kündigt ein AN, am letzten Tag seiner Betriebszugehörigkeit gibts einen Wandertag, der i.d.R. verpflichtend ist. AG erklärt dem scheidenden MA, dass er von der Pflicht befreit ist. - Wenn der nun trotzdem mit wandert, ist das sein Privatvergnügen, schätze ich.

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38156 Beiträge, 13931x hilfreich)

"Verpflichtende Firmenveranstaltung" bedeutet zunächst einmal, dass sich der Arbeitnehmer nicht dieser Veranstaltung entziehen kann. Wenn das Konstrukt denn wirksam ist. Dies bedeutet aber nicht zwingend im Umkehrschluss, dass der AG jeden Mitarbeiter akzeptieren muss. Woraus sollte sich das ergeben? Erst recht unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass diese Veranstaltungen ja den Zweck haben, die zukünftige Zusammenarbeit zu stärken, dem Betriebsfrieden zu dienen. Das braucht es ja nun wirklich nicht mehr.

wirdwerden

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#4
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat:
Daher kann er seine Teilnahme nicht als Arbeitsstunden geltend machen.
Sagt wer?

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#5
 Von 
Sabel4life
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Dies bedeutet aber nicht zwingend im Umkehrschluss, dass der AG jeden Mitarbeiter akzeptieren muss. Woraus sollte sich das ergeben? Erst recht unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass diese Veranstaltungen ja den Zweck haben, die zukünftige Zusammenarbeit zu stärken, dem Betriebsfrieden zu dienen. Das braucht es ja nun wirklich nicht mehr.

Wenn ein einzelner Mitarbeiter durch Chef benachteiligt wird wäre das Mobbing.
Alle Mitarbeiter dürfen Arbeitsstunden für den Wandertag buchen, nur ein einzelner Mitarbeiter darf es nicht

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#6
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17238 Beiträge, 6430x hilfreich)

Zitat (von Sabbel4life):
wäre das Mobbing

Reichlich hoch gegriffen - vor allem in den gegebenen Kontext, dass das der letzte Tag dieses AN war und der Chef ihm sagt 'du musst nicht teilnehmen' - ob da von 'Benachteiligung' zu reden ist?.
Und 'Mobbing' ist an dieser Stelle auch deswegen suspekt, weil der Begriff eine gewisse Dauer impliziert und ganz sicher nicht ein einziges Ereignis.

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#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31560 Beiträge, 5574x hilfreich)

Zitat (von Sabel4life):
Wenn ein einzelner Mitarbeiter durch Chef benachteiligt wird wäre das Mobbing.
Vorsicht. 1 Satz 1x gesagt...und vermutlich falsch verstanden---> ist kein Mobbing.

Offenbar geht es noch um 1 Tag Vergütung.
Was soll der Quatsch aus der Trickkiste ? Bei Mobbing wird iaR trotzdem Arbeitszeit mit Lohn vergütet.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#8
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17238 Beiträge, 6430x hilfreich)

Zitat (von Sabel4life):
Daher kann er seine Teilnahme nicht als Arbeitsstunden geltend machen.

... ich habe nochmals den Eingangstext gelesen und da ist mir dieser Satz aufgefallen - es ist nicht klar, wer da spricht. Der Satz davor gibt wieder, dass der Chef den MA, der gekündigt hat, von der Pflicht mitzuwandern entbunden hat. Daraus ergibt sich nix hinsichtlich der Vergütung für den Tag.
Im Übrigen kann diese Teilnahmeverpflichtung sooo rigide gar nicht sein - es wird immer Leute geben, die nicht mitwandern können, Fußkranke e.g. - für die muss es eine Lösung geben und die kann nicht heißen: Urlaub nehmen.

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#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38156 Beiträge, 13931x hilfreich)

Also, das hat mit Mobbing doch nun wirklich nicht mal ansatzweise was zu tun. Die Regelung ist, dass es für die, die teilnehmen, eben Arbeitszeit ist. Und der Fragesteller nimmt nicht teil, also keine Arbeitszeit. Was gibt es da noch zu diskutieren? Oder anders ausgedrückt: es ergibt sich doch schon alles aus dem Titel, den Du selbst gesetzt hast: Du bist nicht verpflichtet teilzunehmen, es ist für Dich keine verpflichtende Veranstaltung, also gibt es keine Rechtsgrundlage für eine Bezahlung.

wirdwerden

-- Editiert von User am 14. August 2023 16:58

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#10
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat:
Die Regelung ist, dass es für die, die teilnehmen, eben Arbeitszeit ist. Und der Fragesteller nimmt nicht teil, also keine Arbeitszeit.
Das ist ja Unsinn. Wenn der Freitag sonst ein normaler Arbeitstag ist, hat der AG entweder Arbeit anzubieten oder den MA gegen Bezahlung freizustellen.

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38156 Beiträge, 13931x hilfreich)

Sorry, ich bin vom Wandertag am Samstag ausgegangen.

wirdwerden

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#12
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47278 Beiträge, 16745x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Wenn der Freitag sonst ein normaler Arbeitstag ist, hat der AG entweder Arbeit anzubieten oder den MA gegen Bezahlung freizustellen.


Das sehe ich auch so. Der AN kann nicht verpflichtet werden, an dem Tag Urlaub zu nehmen.

Wenn der AG festlegt, dass der Wandertag für den AN nicht verpflichtend ist, dann muss der AN stattdessen in der Firma erscheinen und dort seine Arbeit erledigen.

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#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39599x hilfreich)

Zitat (von Sabel4life):
Wenn ein einzelner Mitarbeiter durch Chef benachteiligt wird wäre das Mobbing.

Völliger Unfug.
Eventuell mal mit dem Thema "Mobbing" beschäftigen ?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#14
 Von 
Sabel4life
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich möchte das Thema jetzt noch mal aufgreifen.

Wieso ist in diesem Fall nicht von einer unmittelbaren Diskriminierung auszugehen?

Diese Quelle bejaht eine unmittelbare Diskriminierung: https://www.arbeitsrecht.org/schwerbehindertenvertretung-2/untersagte-handlungen-nach-agg/#:~:text=Das%20Allgemeine%20Gleichbehandlungsgesetz%20(AGG)%20untersagt,Benachteiligung%2C%20mittelbare%20Benachteiligung%20und%20Belästigung.

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#15
 Von 
ip552003-23
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 11x hilfreich)

Zwischen dem Link und dem Fall lässt sich nun wahrlich kein sinnvoller Zusammenhang konstruieren, der deine Vermutung stützt.

Signatur:

1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31560 Beiträge, 5574x hilfreich)

Zitat (von Sabel4life):
Diese Quelle bejaht eine unmittelbare Diskriminierung:
NÖ. Diese Quelle ist ein winziger Aufsatz ohne jeden Bezug zu einem bezahlten Wandertag.
Was hat der AN denn seit dem 15.7.23 überhaupt unternommen, um diesen Tag vergütet zu bekommen?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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