Verhalten nach Kündigung - keine Freistellung

8. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
amz589513-19
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Verhalten nach Kündigung - keine Freistellung

Hallo zusammen, ich habe als Führungskraft bei meinem Unternehmen ordentlich gekündigt (6 Monate Kündigungsfrist). Daraufhin habe ich mit meinem Chef besprochen, dass ich auch früher aus dem Unternehmen aussteigen kann, wenn das denn sinnvoll für beide Seiten ist. Das zielte vor allem darauf ab, dass die Budget und Personalplanung für das kommende Jahr anstehen etc. Daraufhin wurde mir auch gesagt, dass das gehen würde. Ich wurde dann auch aus Regelmeetings bewusst ausgeladen und hatte auch keine Mitsprache mehr bei relevanten Personalentscheidungen in meinem Team. Jetzt sagt mein Chef plötzlich, dass er mich nur früher gehen lässt, wenn ich auf Gehalt verzichte, ansonsten müsse ich bleiben. Eine Freistellung kommt für ihn auf keinen Fall infrage. Meine Ansprechpartnerin in der Personalabteilung hatte mir das Vorgehen bei meiner Freistellung sogar schon schriftlich in einem Kommunikationstool geschildert. Was kann und soll ich am besten machen?
Vielen Dank für eine kurze Einschätzung.
Herzliche Grüße

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17228 Beiträge, 6428x hilfreich)

Zitat (von amz589513-19):
Eine Freistellung kommt für ihn auf keinen Fall infrage.

... und einen Anspruch auf Freistellung gibt es nicht. Dass deine 'Ansprechpartnerin' im Personalbüro das Verfahren dargestellt hat, ist rechtlich ohne Belang. Also: Däumchendrehen bis zum bitteren Ende.

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#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8401 Beiträge, 3761x hilfreich)

Schließe mich blaubär an: Vor diese Wahl gestellt, natürlich beiben! Es sei denn, du kannst auf dein Gehalt verzichten und ziehst die Freizeit vor.

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#3
 Von 
Holperik
Status:
Schüler
(467 Beiträge, 152x hilfreich)

Weiter zur Arbeit gehen, ein guten Job machen bzw. guten Abgang finden, zur Not Zeit totschlagen. Urlaub nehmen.
Jedenfalls sollten Sie alles unterlassen, was den Arbeitgeber dazu veranlassen könnte, eine Kündigung auszusprechen - denn das Prozessrisiko ist für den AG relativ gering.
Vielleicht ergibt sich aber auch noch, dass Sie wenigstens die letzten Wochen freigestellt werden, wenn auch Ihr Chef endlich erkennt, dass es sinnlos ist.
Eine weitere Möglichkeit besteht eventuell, wenn Sie bereits etwa neues in Aussicht haben, dass Sie mit ihrem Chef eine Aufhebung mit anteiliger Auszahlung des gesparten Gehalts vereinbaren, also z.B. Sie scheiden 3 Monate früher aus, dafür erhalten Sie 50% des gesparten Gehalts als Abfindung.

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#4
 Von 
amz589513-19
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Holperik):
Jedenfalls sollten Sie alles unterlassen, was den Arbeitgeber dazu veranlassen könnte, eine Kündigung auszusprechen - denn das Prozessrisiko ist für den AG relativ gering.

Wie ist das mit meiner Einbindung in Themen, die in meiner Verantwortung liegen?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31531 Beiträge, 5571x hilfreich)

Zitat (von amz589513-19):
Wie ist das mit meiner Einbindung in Themen, die in meiner Verantwortung liegen?
Nicht anders als bei anderen Themen. Wer nicht eingebunden wird, kann nur *zum Dienst* erscheinen und *da sein*.

(editiert, Aufforderung zu Straftat)

-- Editiert von Moderator am 8. November 2023 21:08

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#6
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2226 Beiträge, 346x hilfreich)

Zitat (von amz589513-19):
Wie ist das mit meiner Einbindung in Themen, die in meiner Verantwortung liegen?


Eigentlich ganz einfach...
Wenn da einer ankommt und etwas nachfragt, kann man nachweisbar damit antworten, dass man an der Fortentwicklung der Themen bisher nicht mehr weiter beteiligt wurde und man sich doch bitte an den Auslader wenden möge...

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38135 Beiträge, 13928x hilfreich)

Es ist ein normaler Vorgang, dass Mitarbeiter auf dem Absprung in gewisse Entscheidungen nicht mehr eingebunden sind. Und bei Personalentscheidungen muss der Mitarbeiter ja nicht mit dem Betroffenen auskommen, sondern jemand anders. Die Weichen werden natürlich schon in der Übergangsphase neu gestellt. Das mag für den Betroffenen schwer zu akzeptieren sein; aber er mag sich mal klar machen, dass das Unternehmen auch ein berechtigtes Interesse daran hat, dass der scheidende Mitarbeiter nicht mehr unbedingt in Kenntnis von sensiblen Details kommt.

Also, alles in grünem Bereich. Nutze die ruhige, stressfreie Zeit für was auch immer und gut ist.

wirdwerden

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#8
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17228 Beiträge, 6428x hilfreich)

.... wobei es auch einmal festzuhalten ist, dass dieses Verhalten des Chefs am Ende eine große Kränkung darstellt und möglicherweise auch eine Art 'Rache' dafür, dass da einer aus eigenem Entschluss den Laden verlässt. Bloß nicht noch durch Freistellung 'belohnen', auch wenn es vernünftig wäre.
Vor gar nicht langer Zeit hatten wir das Thema hier im Forum ganz ähnlich, wobei die AN'in bis zum Tag ihrer Kündigung der festen Überzeugung war, sogar ein hervorragendes Arbeitsverhältnis mit ihrem Chef zu haben; welch ein Irrtum ...

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39590x hilfreich)

Zitat (von amz589513-19):
Jetzt sagt mein Chef plötzlich, dass er mich nur früher gehen lässt, wenn ich auf Gehalt verzichte, ansonsten müsse ich bleiben

Wie überaus verwunderlich, das diese Firma auf "Geld gegen Leistung" besteht.



Zitat (von blaubär+):
Bloß nicht noch durch Freistellung 'belohnen', auch wenn es vernünftig wäre.

Wieso, "Kränkung" und "Rache"?
Der Chef hat die Freistellung doch gar nicht abgelehnt?
Das einzige Problem ist, das die Bedingungen (Geschenkte gibt es nicht) amz589513-19 nicht gefallen ...



Zitat (von Kalanndok):
Eigentlich ganz einfach...
Wenn da einer ankommt und etwas nachfragt, kann man nachweisbar damit antworten, dass man an der Fortentwicklung der Themen bisher nicht mehr weiter beteiligt wurde und man sich doch bitte an den Auslader wenden möge...

Volle Zustimmung.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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