Vermischung von Gehaltsanpassungen

8. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
hirschharry
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Vermischung von Gehaltsanpassungen

Guten Tag zusammen,
ich bin neu und versuche mich aufs Wesentliche zu beschränken und ich werde die Zahlen in veränderter Form darstellen.

Rahmenbedingungen:
Unbefristet beschäftigt, keine Probezeit

im Jahr 2 wurde zum Jahresende über eine Art Bewertungs- oder Feedbackgespräch der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung geäußert
Im Jahr 3 (in einem nachträglichem Gespräch) wurde diese für Jahr 3 und Jahr 5 zu jeweils 600 Euro gewährt. Diese 600 Euro sind eigentlich 1.200 Euro, jedoch auf zwei Jahre gestaffelt
also erhöht sich das Gehalt in Jahr 3 um 600 und dann in Jahr 5 um weitere 600 Euro.

Jetzt zu meiner Konfliktsituation:
Kurz, also wirklich nur ein paar Tage nach der Zusage der Gehaltserhöhungen und der entsprechenden Vereinbarungsunterzeichnung wurde das Gehalt der kompletten Belegschaft um 650 Euro erhöht. Im Rahmen dieser Erhöhung wurde Bezug auf sämtliche individuell verhandelte Gehaltserhöhung aller Mitarbeiter insofern eingegangen, dass solche verrechnet würden und eine evtl. Differenz zu den Gunsten der Arbeitnehmer ergänzt, in meinem Fall also für Jahr 3 auf 650 erhöht würde. Dann würde in meinem Fall Jahr 3+4 650 Euro zusätzlich, ab Jahr 5 dann 1.200 zusätzlich gezahlt werden.

Nun meine Frage:
ist das überhaupt rechtens bzw. darf das so gemacht werden? Schließlich habe ich ja individuell und begründet verhandelt, einen Betrag angeboten bekommen und angenommen.
Später werden alle gleichermaßen angehoben und gleichzeitig sämtliche individuelle Verhandlungen aller Mitarbeiter sollen dann keinen Bestand mehr haben.
-> Hätte ich "Anspruch" auf die verhandelten 2x 600 zuzüglich der Erhöhung (650), die der gesamten Belegschaft angekündigt wurden oder sollte ich mich einfach zufrieden geben?

Ich bin leider ein bisschen verärgert und weiß nicht weiter.
Danke schonmal im Vorfeld und viele Grüße aus dem Münsterland

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(799 Beiträge, 125x hilfreich)

Zitat (von hirschharry):
ist das überhaupt rechtens bzw. darf das so gemacht werden?
Ja, warum auch nicht. Du wolltest 600 Euro mehr und hast jetzt 650 Euro mehr.

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#2
 Von 
hirschharry
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo und vielen Dank für Deine Zeit!
Aus Deiner Antwort lässt sich ableiten, dass ich das womöglich missverständlich/unglücklich geschrieben habe.
Wie in der Überschrift erwähnt, geht es um eine Vermischung.
die individuell verhandelte Gehaltserhöhung soll teilweise durch mit der Gesamtanpassung der Belegschaft verrechnet werden. Das ist, was mich ärgert.

Hätte ich nichts gemacht, hätte ich automatisch 650 Euro bekommen
nun habe ich das Gespräch gesucht, mich drauf vorbereitet und mich über die 2x 600 Euro gefreut.
Allerdings habe ich unterm Strich "nur 550 Euro mehr" als vorher, da die 650 Euro, die alle bekommen haben, ja alle bekommen haben.

Daher meine Frage, ob es überhaupt so korrekt ist, einem Arbeitnehmer im Rahmen eines Personalgesprächs die 2x 600 Euro zuzusichern und sie nachher wieder durch eine Gesamtanpassung durch die Verrechnung etwaiger individueller Gehaltsanpassungen widerruft.

Ich hoffe, dass ich das nun etwas verständlicher beschreiben konnte.

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#3
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(799 Beiträge, 125x hilfreich)

Zitat (von hirschharry):
Daher meine Frage, ob es überhaupt so korrekt ist, einem Arbeitnehmer im Rahmen eines Personalgesprächs die 2x 600 Euro zuzusichern und sie nachher wieder durch eine Gesamtanpassung durch die Verrechnung etwaiger individueller Gehaltsanpassungen widerruft.
Ja, es bleibt dabei.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17211 Beiträge, 6426x hilfreich)

Du erwartest oder verlangst von deinem AG offenbar, dass er den Lohnabstand beibehält bzw. wieder herstellt.
Das ist aber schwerlich das, was du verhandelt hast; verhandelt hast du eine Erhöhung um einen festen Satz. Den du auch erhältst.
Dass der AG in seiner Großzügigkeit danach auf die Idee gekommen ist, allen anderen auch ... ist ein anderer Fall. Und dir geschieht kein Unrecht dadurch, dass der AG den anderen ohne Einzelverhandlungen mehr Geld gibt.

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