Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
609.079
Registrierte
Nutzer

Verpflegungsmehraufwand? Zeitarbeitsfirma .

30.8.2021 Thema abonnieren
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)
Verpflegungsmehraufwand? Zeitarbeitsfirma .

Hey an alle.

Ich bin bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt seit Mitte Juni.
Seit der ersten Lohnabrechnung fehlt mir Geld .
Was die Rückerstattung der Fahrkosten beträgt.
Zudem war ich eine Woche mit Grippe krank Zuhause.
Ich wurde teilweise Krankengeld von der Krankenkasse bezahlt und der Rest sollte die Zeitarbeitsfirma bezahlen.

Dazu kam es nicht,man sagt läppisch das müsse die KK machen....

Das Geld was noch aussteht häuft sich an.


Zu allem übel soll die angeblichen Fahrkosten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nun dieser Verpflegungsmehraufwand sein/werden.
Das war von Anfang an auf der Lohnabrechnung so deklariert und war immer zu wenig..

Das die Fahrkosten täglich mit 6,70€ erstattet werden sollen habe ich als Schriftstück zusätzlich zum Arbeitsvertrag.

Da der Disponent aber meint der Verpflegungsmehraufwand sei doch viel besser und wandelt das gerade um
Und somit ist das verpflichtende Schriftstück über die Fahrkostenerstattung hinfällig..

Der Verpflegungsmehraufwand ist doch bis 3 Monate steuerfrei begrenzt?!
Soll heißen,nach Ablauf bekomme ich weder das Fahrgeld erstattet noch den Verpflegungsmehraufwand oder?
Oder wird mir das einfach versteuert gezahlt?
Sollen 35€ die Woche sein?

Ich fühle mich richtig mies und habe auch mit dem Betrieb heute gesprochen was so abläuft mit der Zeitarbeitsfirma und ich nicht weiß wie lange das noch gut geht und ich da bin.
Die hatten natürlich Verständnis und riefen den Disponent an,der beteuerte sich zu kümmern.

Das sagt er seit der ersten Lohnabrechnung.
Es werden mittlerweile ein paar hundert Euro geschuldet.

Kennt jemand diesen Verpflegungsmehraufwand und dessen Bestimmungen?



Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14432 Beiträge, 5606x hilfreich)

Ich kann nicht behaupten, dass ich alles verstanden hätte.
Aber Mal für den Anfang:

Krankheit: In den ersten 4 Wochen einer Beschäftigung führt Krankheit nicht zur Entgeltfortzahlung, aber es gibt Geld von der KK.
Fahrtkosten: Ein Disponent kann einen Arbeitsvertrag nicht einseitig ändern.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Die ersten 3 Tage hat die KK gezahlt und die restlichen 2 sollen der Arbeitgeber zahlen,so in dem Schreiben der KK.
Als ich dann bei der Zeitarbeitsfirma anrief hieß es das sei korrekt.
Heute 1,5 Monate später weiß man davon nichts mehr und ignoriert das.
Eine schriftliche Auflistung der zu schuldenen Beträge gibt es bereits,auch ohne Erfolg...

Und der Verpflegungsmehraufwand war von Anfang an auf der Lohnabrechnung so deklariert.
Nichts von Fahrkostenerstattung.
Als es im 2 Monat dann wieder nur ein Bruchteil der Kosten erstattet wurden habe ich bestimmender nachgefragt.

Dann diese wirre Aussage es sei doch besser das über den Verpflegungsmehraufwand zu machen,das sei irgendwann so abgewandelt worden laut seiner Aussage,das dem nicht so ist lässt sich ja belegen .
Das es was schriftliches gibt das die Fahrkarten täglich 5x die Woche erstattet werden,hat er wohl vergessen.
Und auch so sagt er das die Beträge korrekt seien,ich rechne ihm dann vor das da zb 60€ fehlen etc.Und dann kommt nur "ja du hast Recht,ich kümmere mich!" Danach hört man nichts mehr..
Er tut immer so als wäre ob er das zum ersten Mal höre.
Ich bin nur noch genervt.

Dem Betrieb hab ich das schon gesagt,wie es aktuell im Hintergrund abläuft.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23375 Beiträge, 4593x hilfreich)

Was für ein Chaos in deinen Schilderungen. :sad:

1. AG zahlen in den ersten 4 Wochen ---nicht--- bei AU. Deine Grippe war also noch 2 Tage nach den ersten 4 Wochen.
2. ZAF rechnen iaR zur Monatsmitte ab. Für dich gibt es vermutlich bisher 2 Abrechnungen. 15.7. und 15.8.
3. AG korrigieren Fehler nicht zwischendurch, sondern in der nächsten Abrechnung, hier zu Mitte Sept.
4. Der AG hat die extra-Vereinbarung zur Fahrtkostenerstattung nicht berücksichtigt.

Zitat (von Mausi2323):
Es werden mittlerweile ein paar hundert Euro geschuldet.
Es dürften dir ca. 200,- +2 Tage Lohn fehlen. Die korrigierte Abrechnung sollte Mitte September vorliegen.
Der Entleih-Betrieb hat nichts mit deinem Arbeitsvertrag oder den Fehlern des Disponenten zu tun.

Zitat (von Mausi2323):
Da der Disponent aber meint der Verpflegungsmehraufwand sei doch viel besser und wandelt das gerade um
Und somit ist das verpflichtende Schriftstück über die Fahrkostenerstattung hinfällig..
Hinfällig/ersetzt aber nur, wenn du diese Änderung des Vertrages auch akzeptierst und auf die selbe Summe kommst.
Zitat (von Mausi2323):
Kennt jemand diesen Verpflegungsmehraufwand und dessen Bestimmungen?
Ja, den gibts eigentlich für *Dienstreisende/Außendienstler*. Nach § 3 Nr, 13,16, EStG.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die ausführliche Antwort.

Wenn aber der Disponent jegliche Klärung abspeist und im nächsten Gespräch wieder von nichts weiß.Gehe ich davon aus das es nicht gütlich endet.

Man wird eigentlich was diese Thematik betrifft ignoriert.
Für andere Belangen wird man sofort kontaktiert.

Richtig ,die 4 Wochen waren gerade um.
Deshalb auch der Zuspruch zu der Zahlung von der Teamleitung der ZAF.

Ich habe das nicht akzeptiert oder sonstiges.
Er hat das so erwähnt meinte das wäre ja sogar mehr Geld
Es gibt ja aber die 3 Monats Klausel bei diesem Verpflegungsmehraufwand.
Ich gehe folglich davon aus das diese Zahlung in September eh eingestellt oder versteuert wird.

Die Fahrkostenerstattung war ursprünglich Steuerfrei bzw der Verpflegungsmehraufwand aber jedoch nichtmal annähernd das was ich in Vorkasse bezahlt habe.

Das Schreiben wo eindeutig drauf steht was ich täglich steuerfrei zurück bekomme hat somit ja keine Wirkung gehabt.

Und dem entleihbetrieb habe ich es nur gesagt weil sich das ganze schon so lange zieht und keine Lösung in Sicht ist.
Und ich die nicht vor vollendete Tatsachen stellen wollte.
Man merkt mir meinen Unmut ja auch an.

Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll.

Sowas hab ich echt noch nie erlebt,ich laufe quasi hinter allem hinterher ..

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23375 Beiträge, 4593x hilfreich)

Zitat (von Mausi2323):
Die Fahrkostenerstattung war ursprünglich Steuerfrei
Ich denke, der AG hat sie gar nicht berücksichtigt, also vergessen... Dein Ticket hin+zurück kostet tgl 6,70. ODER?
(Eigentlich) ist es dein Bier, wie du zur Arbeit kommst. Dass die ZAF dir die Fahrtkostenerstattung in den AV geschrieben hat, ist ja was Besonderes. WARUM hat man das gemacht?

Lange Zeit? :augenroll: Du bist dort seit 2,5 Monaten. Also bitte.

Zitat (von Mausi2323):
Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll.
Man kann seinen AG kurz und sachlich schriftlich informieren, dass die 1. Abrechnung den vertraglichen Vereinbarungen widerspricht. Dass man die Berücksichtigung/Korrektur zur nächsten Abrechnung fordert. Ist in der 2. Abrechnung immer noch der Fehler, dann teilt man das ebenso kurz schriftlich mit.
Was soll denn das Gel*** mit dem Disponenten und was der als besser erklärt oder oder was früher alles bei dir war?
Zitat (von Mausi2323):
Es gibt ja aber die 3 Monats Klausel bei diesem Verpflegungsmehraufwand.
Was meinst du und WO steht die Klausel?
Machst DU denn Außendiensttätigkeiten, für die es Verpfl-Mehraufwand lt. Gesetz gäbe?
Oder verleiht der AG dich alle 3Monate neu?

tgl. 6,70 steuerfrei
oder
tgl. 14,- steuerfrei für max. 3 Monate bei diesem Entleiher.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14432 Beiträge, 5606x hilfreich)

Der Disponent wird auch einen Vorgesetzten haben.
Ich verstehe nicht, wieso du dich mit dem Disponenten balgst, statt dich an die Lohnstelle und/Vorgesetzte zu wenden.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Mausi2323
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

@anami

Das mit dem Fahrgeld war so geregelt worden damit das mit dem Lohn passt.
Der Entleihbetrieb hatte nicht wirklich Steigerung was das Gehalt betrifft
War für mich somit OK.
Es steht nicht im Vertrag sondern ist von ihm ein Schreiben unterschrieben was bei Vertragsunterzeichnung zusätzlich dazu gegeben wurde.

Und ja für mich sind das schon nervenaufreibende Monate, vor allem wenn man auf das Geld angewiesen ist....
Niemand hat Lust seinem Geld hinterher zu laufen.
Fakt ist nichts was besprochen oder geschrieben wurde trifft zu,außer der Stundenlohn an sich.

Der Verpflegungsmehraufwand betrifft mich ja nicht deswegen der Gedanke daß er versucht da komplett von Zahlungen raus zu kommen.
Die 3 Monats Klausel kann man überall nachlesen.
Diese sind danach nicht mehr steuerfrei?

Und nochmal!!!!
Die Fahrkarten kosten tgl 6,70€ die ich nur teilweise zurück bekam.
Das hat von Anfang nicht geklappt.
Obwohl es dieses Schreiben gibt.
Ich bleibe auf den Kosten sitzen.



Hätte ich das vorher gewusst hätte ich nicht unterschrieben.

@blaubär diese redet genauso.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14432 Beiträge, 5606x hilfreich)

... nun - dann bleibt dir wohl nur, deine Forderungen übersichtlich zu erfassen und vor dem Arbeitsgericht einzuklagen.
Das kostet dich praktisch nix und bei der Antragstellung hilft ein Rechtspfleger.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100098 Beiträge, 37024x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
dann bleibt dir wohl nur, deine Forderungen übersichtlich zu erfassen und vor dem Arbeitsgericht einzuklagen.

Ich würde es anders machen.
1. Forderungen übersichtlich und strukturiert erfassen, jeweils mit Verweisen auf die betreffende gesetzliche bzw. vertragliche Regelung
2. Diese dem Arbeitgeber, Lohnabteilung (und nicht dem Disponenten) in gerichtsfester Form zu kommen lassen
3. Nach Fristablauf vor Gericht klagen



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 229.249 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
94.505 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen