Versetzung oder Kündigung

10. Mai 2018 Thema abonnieren
 Von 
Tactical123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Versetzung oder Kündigung

Hallo,

man stelle sich vor, die Firma "Unfair GmbH" hat einen Kunden verloren und hat Personalüberschuss. Diese möchte 4 Mitarbeiter loswerden.
Dazu werden Abfindungen bei 0,25 angeboten in Form eines Aufhebungsvertrag mit Kündigungsfrist und eine Kündigung (steht nichts mit Abfindung drin) für´s Arbeitsamt Thema Sperre ALG-1. Nach verstreichen der Kündigungsschutzklagen-Frist wird der Aufhebungsvertrag in Akte P landen.
Ein Mitarbeiter (in Folge MA-A) stimmte dem zunächst zu und hat eine Kopie von den Verträgen erhalten um schon mal prüfen zu lassen. MA-A hat dies nun abgelehnt und wird jetzt wie die anderen versetzt. Die anderen haben bereits eine Änderungserweiterung erhalten (nach eigenem Wunsch versetzen lassen...)
MA-A hätte nun einen Arbeitsweg von knapp 200 km einfache Strecke oder würde Umzugsgeld bekommen. Da MA-A Teilzeit (1400€ netto Steuerkl. I) ist, 1 leibliches Kind, eine Lebenspartnerin (keine Ehe) mit 2 nichtleibl. weiteren Kindern hat und wovon ein Kind 80% behindert (Authist), in einer Wohngruppe untergebracht ist und nur an Wochenenden und Ferien zur Familie des MA-A kommt geht, kann er unmöglich dahinziehen. Zudem würde er weniger verdienen, da der Arbeitsort in einem anderen Bundesland ist.

Was sollte MA-A am besten machen? Arbeit annehmen und hoffen dass sein defektes Auto hält? Denn die Versetzungsklausel steht im Vertrag

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38183 Beiträge, 13944x hilfreich)

Wird denn die Niederlassung total geschlossen? Hat eine Sozialauswahl stattgefunden? Wenn man sich für den Aufhebungsvertrag entscheidet, wieso soll der erst nach Ablauf der Kündigungsfrist ausgehändigt werden, was ist das denn? Gibt es Niederlassungen, die näher am bisherigen Standort sind? Existiert ein Betriebsrat?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Tactical123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ne es sollen nur die paar gehen. BR gibt es... aber naja....
Die Kündigung ist eigentlich nur für´s Abeitsamt. Wenn MA-A klagt, zeigen sie den Aufhebungsvertrag. Wenn nicht bekommt er die Abfindung.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17251 Beiträge, 6433x hilfreich)

/// Was sollte MA-A am besten machen?
Eine Rechtsfrage ist das gewiss keine. Und du denkst wirklich, dass mit den paar Angaben jemand wissen kann, 'was MA-A am besten machen sollte'. Mit Freunden und Familie beraten und dann beschließen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Tactical123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

nun ja, ist es Vertragsbruch wenn man nicht antritt?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38183 Beiträge, 13944x hilfreich)

So geht das doch gar nicht. Und ist auch widersprüchlich. Wenn man einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet, dann ist die Klage doch eh hinfällig. Und die Sperrfrist mit der Arbeitsagentur, dass klärt man vorher vor Ort mit dem Entwurf des Aufhebungsvertrages. Klar, man kann eine Prämie vom Verzicht eines Kündigungsverfahrens abhängig machen. Das ist dann aber kein Aufhebungsvertrag. Und ich weiss immer noch nicht, ob hier eine Sozialauswahl erforderlich gewesen wäre. Mal eine ganz grobe Info: sie ist nicht erforderlich, wenn wir eine Komplettschliessung einer Abteilung/eines Standortes haben, da müsste bei Dir wahrscheinlich mal ein Fachmann drüber schauen, der alle Infos von Dir bekommt. Eben Firmenstruktur, Personalstruktur u.s.w.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Tactical123
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

eine sozialauswahl fand wohl statt. Es wurde eine Liste gezeigt wo nur die 4 drauf standen. Die Filiale schliesst nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4233 Beiträge, 2417x hilfreich)

Ich habe den Sachverhalt noch nicht ganz verstanden, ehrlich gesagt. Hat der Mitarbeiter bereits eine "Versetzungsklausel" in seinem Arbeitsvertrag der nicht? Wenn ja, wie sieht die denn aus?


Zur Sozialauswahl: Der Ma-A hat jedenfalls ein Kind und offenbar ansonsten keine weiteren Verpflichtungen am Arbeitsort: eine nicht angetraute Lebensgefährtin zählt nicht bei der Sozialauswahl und deren Kinder sowieso nicht. Wenn die Sozialauswahl bereits abgeschlossen ist, kann man das auch nicht mehr ändern, ansonsten wäre eine rechtzeitige Eheschließung vielleicht (je nach Kriterien bei der Auswahl und Chancen, "hochzurutschen") ratsam gewesen.



0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 2997x hilfreich)

Zitat (von Tactical123):
Denn die Versetzungsklausel steht im Vertrag


Damit sollte der Drops aus Sicht des Arbeitgebers gelutsch sein.

Alles andere unterliegt rein der Entscheidung des AN. Er muss entscheiden was für ihn wichtig ist.

Berry

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38183 Beiträge, 13944x hilfreich)

Er wiss nicht mal, ob eine Sozialauswahl stattgefunden hat. Also gar nichts, obwohl für die Sozialauswahl doch einige Formulare auszufüllen waren. Er weiss offensichtlich nicht, ob es einen verbindlichen Tarifvertrag gibt und dieser auch für so Fälle Regelungen enthält. Wie soll man da helfen?

Wir können nicht das Nichtwissen der Fragesteller ersetzen. Wir können nur basierend auf den Fakten Einschätzungen abgeben. Die Fakten muss der Betroffene schon selbst liefern.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1745 Beiträge, 618x hilfreich)

Abgesehen davon sind sowohl die Versetzung als auch die Kündigung mitbestimmungspflichtig, d.h. der Betriebsrat ist vorher anzuhören. Wie hat der sich denn aufgestellt?

Signatur:

Meine persönliche Meinung

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.077 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.224 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen