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Verteilung Überstunden

13.10.2021 Thema abonnieren
 Von 
Gunter50
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)
Verteilung Überstunden

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe eine Frage mit der ich etwas überfragt bin.

Ich habe eine 4 Tage Woche und meine Kollegin eine 5 Tage Woche.
Wenn sie im Urlaub ist arbeite ich 5 Tage,den einen Tag als Vertretung.

Bisher haben wir es immer so geregelt,dass ich den einen Tag komplett am Stück dann woanders frei genommen habe...da es zwar Überstunden sind,aber nicht die klassischen,sondern weil ich sie ja vertrete und wir deshalb meinen regulären freien Tag einfach auf eine andere Woche verschoben haben.

Nun ist es so,dass mein Chef nach über einem Jahr der Meinung ist,dass geht so nicht mehr,ich soll den Tag Stückchenweise,also immer mal zwei Stunden eher gehen,abbummeln.

Das sind aufs Jahr hoch gerechnet 45 Stunden! Bzw 6 Tage.

Logischerweise gefällt mir das überhaupt nicht...da es ja keine Stunden sind,weil ich Mal länger geblieben bin und irgendwelche arbeiten noch erledigen musste.
Sondern ich musste auf meinen freien Tag verzichten,weil die Kollegin im Urlaub ist.
Als ich anfing wurde gesagt "dann nimmste den freien Tag einfach wann anders"...das hat auch über ein Jahr geklappt.
Leider aber nicht vertraglich fest gelegt.
Deshalb kann ich mich darauf nicht berufen.

Ich weiß nicht was ihn jetzt geritten hat...anscheinend macht die Kollegin ständig Überstunden wenn ich nicht da bin,weil sie einfach mit ihrer arbeit nicht fertig wird oder die unnötigen Sachen nicht auf den nächsten Tag verschiebt.(ist leider resistent dagegen es einzusehen,dass man mal pünktlich Feierabend machen kann...Chef schiebt ihr aber keinen Riegel vor und auf die Kollegen hört sie nicht)
Sie darf aber ihre restlichen Überstunden komplett am Stück abbummeln!
Nur ich nicht mehr.

Ich hätte ja kein Problem damit,wenn er mir den freien Tag extra dann irgendwo einteilt...aber das ich ihn nur noch so Häppchenweise abstottern soll gefällt mir garnicht.
Besonders mit der Aussicht nächstes Jahr 6 regulär und vertraglich festgelegte freie Tage nicht nehmen zu können,sondern dafür nur mal 1-2 Stunden eher gehen können.

Jemand einen Tipp was ich tun kann?
Die Situation frustriert mich schon sehr.

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14411 Beiträge, 5598x hilfreich)

Ich gehe Mal einen Schritt zurück:
- Wenn du regulär eine 4-Tagewoche hast und deine Kollegin eine 5-Tagewoche, verstehe ich erst einmal nicht, wieso deine Vertretung beinhaltet, dass du auf 5 Tage gehst.
Am 5. Tag müsste jemand anderes die Vertretung machen, will mir scheinen.
- Was wäre denn, wenn du die Vertretung zu den neuen Bedingungen ablehnst?

Was deine Kollegin darf, was der Chef ihr durchgehen lässt ... , ist nicht dein Thema.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Gunter50
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Hmm...gute Frage.
Gibt keine Alternative an Vertretung,daher wird vorausgesetzt das ich den Tag übernehme.

Könnte ich das denn einfach ablehnen?Sollte er jetzt der Meinung sein,dass ich nur noch so abbummeln darf.

Klar,wie es bei ihr läuft ist ihr Ding und ist mir eigentlich auch egal.
Für mich ist es auch okay wenn sie ganze Tage frei macht..nur das ich jetzt der Depp im Spiel bin nervt natürlich.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99946 Beiträge, 36994x hilfreich)

Zitat (von Gunter50):
Leider aber nicht vertraglich fest gelegt.

Aber sicher ist es das.



Zitat (von Gunter50):
Deshalb kann ich mich darauf nicht berufen.

Doch, kann man.



Zitat (von Gunter50):
wir deshalb meinen regulären freien Tag

Man hat keinen freien Tag.



Zitat (von blaubär+):
Wenn du regulär eine 4-Tagewoche hast und deine Kollegin eine 5-Tagewoche, verstehe ich erst einmal nicht, wieso deine Vertretung beinhaltet, dass du auf 5 Tage gehst.

Weil man es so vertraglich vereinbart hat.



Zitat (von blaubär+):
Was wäre denn, wenn du die Vertretung zu den neuen Bedingungen ablehnst?

Richtig.
Man erklärt, das man die Mitteilung des Chefs als Kündigung der vertraglichen Vertretungsvereinbarung ansieht und das man ab sofort in Zukunft nur noch die vertraglich vereinbarten 4 Tage zu Verfügung steht und keine 5 Tage mehr.
Muss der Herr Chef das dann halt anders organisieren ... oder sich überlegen ob das nicht doch nur ein "Vorachlag" war und keine Kündigung der Vertretungsvereinbarung ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Gunter50
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Aber sicher ist es das.


Ach ja?Wie genau?Als damit ich das als Argument nehmen kann.
Zitat (von Harry van Sell):
Man hat keinen freien Tag.


Naja,aber wenn eine 4 Tage woche vertraglich geregelt ist und wir eine 5 Tage Woche haben,habe ich doch einen regulären freien Tag (auch laut seinen Aussagen).


Zitat (von Harry van Sell):
Weil man es so vertraglich vereinbart hat.


Das ist tatsächlich nicht vertraglich vereinbart...das wurde anfangs nur mündlich mit einer kollegin besprochen,mehr nicht.


Also sagt ihr beide,ich kann das auch ablehnen,wenn es zu Konditionen ist,die mir nicht gefallen?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99946 Beiträge, 36994x hilfreich)

Zitat (von Gunter50):
Naja,aber wenn eine 4 Tage woche vertraglich geregelt ist und wir eine 5 Tage Woche haben,habe ich doch einen regulären freien Tag

Nö, wenn man eine 4 Tage Woche vertraglich vereinbart ist bei einer 5 Tage Woche, dann hat man eine 4 Tage Woche ohne freien Tag. Das man Am 5. Tag nicht dort arbeitet macht da keinen "freien Tag" draus



Zitat (von Gunter50):
Das ist tatsächlich nicht vertraglich vereinbart...das wurde anfangs nur mündlich mit einer kollegin besprochen,mehr nicht.

Bedeutet das
Zitat (von Gunter50):
Bisher haben wir es immer so geregelt,

waren nicht "Chef und ich"?

Dann ist des mit der vertraglichen Vereinbarung nicht so einfach.
Hat der Chef denn nachweislich davon gewusst? Dann könnte man von einer konkludenten vertraglichen Vereinbarung sprechen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Gunter50
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Hmm...also es ist so,als ich angefangen habe gab es noch einen anderen chef.
Die kollegin damals hatte aber alles geregelt,mit der war das so abgesprochen und der chef wusste bescheid.

Irgendwann kam der neue chef und wir sind der selben Regelung treu geblieben.
Er hatte nie was dagegen gesagt...wurde kurz darüber aufgeklärt und gut war für bihn.
Bis heute hat er auch nie was dagegen gesagt,obwohl ich sie dieses jahr ja auch mehrmals vertreten habe.
Daher verstehe ich diesen Sinneswandel nicht.


Zitat (von Harry van Sell):
Nö, wenn man eine 4 Tage Woche vertraglich vereinbart ist bei einer 5 Tage Woche, dann hat man eine 4 Tage Woche ohne freien Tag. Das man Am 5. Tag nicht dort arbeitet macht da keinen "freien Tag" draus


Das verstehe ich nicht ganz,sorry *g*
Bedeutet,es gibt keinen regulären freien Tag,aber ich muss eben nur 4 Tage antanzen, fertig.ja?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99946 Beiträge, 36994x hilfreich)

Zitat (von Gunter50):
Bedeutet,es gibt keinen regulären freien Tag,aber ich muss eben nur 4 Tage antanzen, fertig.ja?

Hast es doch prima verstanden



Zitat (von Gunter50):
wurde kurz darüber aufgeklärt und gut war für bihn.

Das nennt man dann wohl "konkludenter Vertrag"


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Gunter50
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das nennt man dann wohl "konkludenter Vertrag"


Das heißt genau?


Die eine Kollegin ist ja jetzt der Meinung ich übertreibe und man ist mir ja damals mit dem 4 Tage Vertrag entgegen gekommen,dann kann ich jetzt auch etwas kollegialer sein :???:
Wo ich mir denke,hätte es keinen 4 Tages Vertrag gegeben, hätte ich nicht dort angefangen..wieso muss ich da jemanden entgegen kommen und mich dafür revanchieren?

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14411 Beiträge, 5598x hilfreich)

'Konkludent' heißt stillschweigende Zustimmung oder Übereinkunft.
Tut aber so viel auch nicht viel zur Sache.
Dein Punkt ist doch der: Es gab eine Abmachung und nun eine Änderung - Das gibt dir die Anlass / Möglichkeit, Einwände geltend zu machen, und sei es, dass die alte Regelung gut funktioniert hat und dir sehr zupass gekommen ist.
Und wenn eine Regelung ins Rutschen gerät - wieso sollen die anderen fraglos weitergehen. Etwa die Sache mit den 4 und 5 Tagen. Ist ja auch bloß alles Praxis 'auf Zuruf', aus Kollegialität usw.
Die Kunst wird eher darin bestehen, den eigenen Standpunkt und die eigenen Wünsche vorzubringen und doch einen wirklichen Streit tunlichst nicht aufbrechen zu lassen.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Gunter50
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Oh ja,da hast du vollkommen recht!

Niemand möchte Streit mit dem Chef,aber auch nicht alles akzeptieren.
Unschön auch,wenn man jetzt zu hören bekommt, dass man dieses abbummeln doch aus Kollegialität machen soll...man hilft ja gern,aber ja auch nicht "umsonst" bzw mit schlechten Konditionen.
Hat nichts mit unkollegial zu tun.

Da liegt dann wohl jetzt die Kunst darin den Mittelweg zu finden,womit alle Zufrieden sind.

Danke euch auf jeden Fall!

0x Hilfreiche Antwort

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