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Vom freiwilligen Praktikanten zum Werkstudenten?

Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
Stephanie Uhlig
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Vom freiwilligen Praktikanten zum Werkstudenten?

Hallo,

ich habe eine Frage zu Praktikums- und Werkstudentenverträgen.
Ich mache gerade ein mehrmonatiges freiwilliges Praktikum und habe auch einen entsprechenden befristeten Praktikantenvertrag. Bald fangen die Semesterferien an und ich wollte gern in einen Werkstudentenvertrag wechseln (da verdient man weitaus mehr). Mein Arbeitgeber meinte aber, das funktioniert nicht und hat mir eine Verlängerung des Praktikantenvertrages angeboten.
Kann mir jemand helfen und erklären, wo das Problem liegt? Ich glaube es hat was mit der Befristung zu tun, also daß man keinen befristesten Vertrag mehr bekommen darf, wenn man schonmal befristet eingestellt war.
Aber es kann doch nicht sein, dass ich wegen dem Praktikum keinen Werkstudentenvertrag mehr bekommen kann, oder? Von meiner Abteilung ist es durchaus gewollt, dass ich beispielsweise im neuen Semester dann 20 h die Woche weiterarbeite. Das ist ja dann im Prinzip gar nicht möglich, oder?
Ich hoffe, jemand blickt da durch und kann mir einen Tip geben!
Viele Grüße,
Stephanie

-- Editiert von Stephanie Uhlig am 09.01.2006 11:08:11

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Arbeitgeber befristet Praktikum Vertrag


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2140x hilfreich)

Hallo Stephanie

Nö, mit befristetem Vertrag hat das nichts zu tun, wenn der anschließende Vertrag unbefristet ist, dann ist das egal ob vorher befristet wurde. Vermutlich wollen die ihren billigen Praktikanten behalten.

MfG

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#2
 Von 
Stephanie Uhlig
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist aber echt blöd. Wo gibts denn heute noch unbefristete Arbeitsverträge? (zumindest in meinem Unternehmen äußerst selten)
Von nem Werkstudentenvertrag, der unbefristet ist, hab ich auch noch nix gehört. Im Prinzip habe ich mir die Chance auf eine Werkstudentenstelle und einen evtl. Berufseinstieg in dem Unternehmen mit dem freiwilligen Praktikum verbaut. :-(

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16701 Beiträge, 7304x hilfreich)

Ich schließe mich venotis an, warum sollte Ihr Chef eine studentische Kraft bezahlen, wenn es die Arbeitsleistung auch für billiger im Praktikum gibt? Rechtlich gesehen gibt es m.E. keine Gründe, warum Sie nicht nach einem Praktikum als Student da arbeiten. Und der Vertrag wäre ja naturgemäß befristet, studentisch ist man ja nur für die Zeit des Studiums.

Sie sollten mal weniger uns als vielmehr ihren Chef fragen, warum das denn seiner Meinung nach nicht geht.

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#4
 Von 
raymanzarek
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
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#5
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1213x hilfreich)

Was soll denn das, ururalte Beiträge auszugraben,nur um einen Link daran zu hängen und (vielleicht) ein paar Zeilen Text zu sparen??

:bang:

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(26248 Beiträge, 11278x hilfreich)

M.E. gibt es nur 2 Sorten von legalen Praktika:

1. das Schnupperpraktikum über einen kurzen Zeitraum, in welchem man austestet, ob die Ausbildung/der Job passt. In dieser Zeit hat man keine festen Arbeitszeiten, muss keine volle Arbeitnehmerleistung erbringen. Man kann es jederzeit abbrechen.

2. das Praktikum als integrierter Bestandteil einer Ausbildung/eines Schulbesuchs/eines Studiums.

Alles andere ist letztlich Schwarzarbeit, Lohndumping. Das muss man wissen. Beides ist strafbar, wobei man die diesen Fällen die Strafbarkeit des Arbeitnehmers vernachlässigen kann (machen wohl auch die Staatsanwaltschaften so, soweit ich das überblicke), aber der Arbeitgeber ist natürlich dran. Inkl. Nachzahlung von Sozialabgaben, evtl. Nachzahlung von Lohn/Gehalt.

Ich als Vertreter eines Arbeitgebers bin natürlich mehr auf Arbeitgeberseite. Aber, was da gemacht wird, das ist doch modernes Sklaventum, außerdem arbeitsrechtlich und sozialrechtlich überhaupt nicht zu vertreten. Abgesehen von der Strafbarkeit.

wirdwerden

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