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WG / UG

16.9.2004 Thema abonnieren Zum Thema: Firma Zahlung
 Von 
Pumalein
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 154x hilfreich)
WG / UG

Also wie ist es denn nun rechtlich,

angenommen eine Firma hat zwar im Arbeitsvertrag bei allen Arbeitnehmern drinstehen, daß WG / UG freiwillig gezahlt werden aber nachdem es 3 Jahre lang passiert ist, gilt es als Betriebsübung und muß gezahlt werden.

So, jetzt wurde im Sommer den Mitarbeitern mitgeteilt, daß man aufgrundd er schlechten Wirtschaftslage kein UG zahlen kann und dies evtl. mit dem WG nachholt.

Was ist denn nun, wenn im November dieses Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld nun überhaupt nicht gezahlt wird, weil die wirtschaftliche Lage nicht wirklich besser geworden ist ?

"Darf" der AG das überhaupt einfach so oder muß er dann den Mitarbeitern irgendwie belegen, daß es tatsächlich nicht geht ?

Und wenn man (intern) sicher ist, daß es der Firma garnicht SO schlecht gehen kann, weil gewisse Gehälter nach wie enorm hoch sind ?

Wenn teure Neueinstellungen vorgenommen wurden ?

P.

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Firma Zahlung


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Purzelbär
Status:
Lehrling
(1604 Beiträge, 185x hilfreich)

Hallo Puma,

nichts für ungut.... aber sei froh, dass ihr bislang überhaupt Weihnachts- und Urlaubsgeld erhalten habt... Was war das gleich noch :-))

Das mit der Betriebsübung ist mit Vorsicht zu genießen, in den Verträgen steht ja, die Sonderzahlungen würden freiwillig bezahlt.

Wenn das Unternehmen sich die Mühe macht, euch diesen Fakt mitzuteilen, mit der Option, die Zahlung ggf. nachzuholen, ist das doch sehr entgegenkommend.
Ob an anderer Stelle zu hohe Gehälter (?) gezahlt werden, ist auch nicht relevant. Um hier Gehalts-Kürzungen durchzusetzen, müsste der AG Änderungskündigungen erstellen, welch ein Verwaltungsaufwand für das Unternehmen und wie riskant ist das (?)... klar, dass da zunächst einmal an den Sonderzahlungen gespart wird. Wenn es dem Erhalt des Arbeitsplatzes dient, zieht man als Mitarbeiter auch gerne mit, oder?

Ich denke nicht, dass sich hieraus ein Rechtsanspruch ableiten lässt - und überhaupt... wolltet ihr diesen etwaigen Anspruch denn tatsächlich gerichtlich durchsetzen?

LG nefertari1968

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#2
 Von 
Pumalein
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 154x hilfreich)

Öhm, da hab ich mich wohl unklar ausgedrückt, ich sitze hier quasi an der Quelle und weiß, wie es hier aussieht, will heißen, ich kenne die Zahlen.

Fakt wird sein, daß eben meine Kollegen auf die Barrikaden gehen werden und daß da eben auch einige bei sind, die den Gang zum Anwalt nicht scheuen.

Ich will lediglich wissen, wie man da überhaupt mit umgeht.

P.

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#3
 Von 
Purzelbär
Status:
Lehrling
(1604 Beiträge, 185x hilfreich)

Hallo Pumalein,

aha... lass mich raten: Personalabteilung? Controlling? Debitoren-Buchhaltung? Gehobene Position???

Dann weißt du doch, wie man "da" überhaupt mit umgeht, stimmts?

Liebe Grüße
nefertari1968

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#4
 Von 
Purzelbär
Status:
Lehrling
(1604 Beiträge, 185x hilfreich)

PS. An deiner Stelle würde ich mich da ohnehin sehr bedeckt halten, gerade dann, wenn du über Insiderwissen verfügst...

Du bist zur Verschwiegenheit verpflichtet! Von Datenschutz rede ich lieber nicht... Und nur mal nebenbei: nein, dein Arbeitgeber muss nicht belegen, dass er Urlaubs- und Weihnachtsgeld aus wirtschaftlichen Gründen zunächst nicht, oder überhaupt nicht bezahlen kann oder wird...

Teure Neueinstellungen werden vielleicht als letzte Konsequenz vorgenommen, um die Betriebseinnahmen steigern zu können. Das wirft dann allerdings die Frage auf, warum die bislang bestehende Belegschaft, eben genau das nicht bewirken konnte... oh oh....

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#5
 Von 
Pumalein
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 154x hilfreich)

Naja "oh oh" ist in dem falle nicht zu sagen, da mit der Neueinstellung ein völlg neuer Bereich abgedeckt wird, der bislang schlichtweg nciht bekleidet wurde, der Betrieb ist eben zu komplex, um hier ins Detail zu gehen.

Daß ich zur Verschwiegenheit verpflichtet bin, ist selbszredend, ich wollte lediglich wissen, was auf mich zukommt, wenn meine Kollegen zum Anwalt rennen.

P.

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#6
 Von 
MarionH
Status:
Schüler
(366 Beiträge, 91x hilfreich)

Hallo Pumalein,

wenn du in der Personalabteilung sitzt, wirst du erst einmal vermutlich den Ärger abbekommen - also dickes Fell wachsen lassen!

Wenn der AG tatsächlich die versprochene Zahlung nicht leistet, wird die Belegschaft sehr verärgert sein. Ich vermute, dass ihr keinen Betriebsrat habt (denn dann müsste so eine Aussetzung der Zahlung mit ihm besprochen werden) und daher muss sich der AG nur vor seinen Mitarbeitern wegen der Nichtzahlung rechtfertigen.

Wenn die Mitarbeiter klagen, wirst du Post vom Arbeitsgericht bekommen. Leg diese dann deinem Chef vor, der die Entscheidung getroffen hat und warte ab, wie er reagiert.

Gruß
Marion

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#7
 Von 
Purzelbär
Status:
Lehrling
(1604 Beiträge, 185x hilfreich)

Hallo Pumalein,

das du wissen willst, was auf dich zukommt, wenn deine Kollegen/innen zum Anwalt gehen, wie du zuletzt schreibst, geht aus deiner Ursprungsfrage nicht hervor.

_________________________________

Hallo Marion,

das "unsere Wildkatze" :) in der Personalabteilung tätig sein könnte, war doch lediglich eine Vermutung von mir - diese blieb doch bis dato unbeantwortet...

Pumalein schrieb doch lediglich, dass er an der "Quelle sitzt" und fragte Eingangs, ob sich der Arbeitgeber gegenüber der Belegschaft u.a. wegen der teuren Neueinstellungen im Zusammenhang mit den ausbleibenden Sonderzahlungen rechtfertigen müsste...

Irgendwie ist das hier total untergegangen....

Liebe Grüße euch beiden

nefertari1968

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