Weihnachtsgeld/Gratifikation/13. Gehalt

25. Dezember 2013 Thema abonnieren
 Von 
sKy89
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Weihnachtsgeld/Gratifikation/13. Gehalt

Hallo liebe Gemeinde,

ich stehe vor einem Problem und bin auch sehr enttäuscht von meinem Arbeitgeber.
Ich habe ein Problem mit dem "Weihnachtsgeld".

Ich bin in dem Betrieb seit 4 Jahren als abteilungsverantwortlicher Mitarbeiter beschäftigt.
Anfangs war ich normal sozialversicherungspflichtig angestellt, anschließend habe ich ein Studim begonnen und dabei meine Stelle als studentische Aushilfskraft weitergeführt.
Im ersten Arbeitsvertrag wurde das Weihnachtsgeld/Gratifikation expliziet erwähnt und auf die freiwilligkeit hingewiesen. Im Studentischen Arbeitsvertrag wurde darauf überhaupt nicht eingegangen.

Es gab bisher mindestens drei Jahre lang ein Weihnachtsgeld, welches jedoch als "Sonstige Sonderzahlung" gekennzeichnet war. In der Budgetplanung meiner Abteilung wurde immer vom "13. Gehalt" gesprochen und entsprechend geplant.

Nun habe ich mein Studium soweit beendet und beginne im Januar mein Praxissemester, wodurch ich dort nicht mehr weiter beschäftigt sein kann. Gekündigt habe ich es nicht schriftlich, da es ja laut Aussage des Geschäftsführers durch den Beginn des Praxissemesters eh ausläuft.

Nun habe ich zum November keine SOnderzahlung erhalten. (Alle restlichen Mitarbeiter schon). Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass dies so richtig ist, da ich nicht zum 31.3. des folgejahres (2014) mehr beschäftigt bin. Dies war mir etwas neu, aber wohl schon immer so im Betrieb.
Schriftlich habe ich darüber nichts, dass dies so gehandhabt wird. Jedoch sagte mir der GF im November er würde sich was einfallen lassen. Jetzt sagte er mir vor kurzem, dass ich das gezahlte Weihnachtsgeld nun behalten dürfte. Ich fragte darauf, wann ich es dann bekommen würde. Da ich es ja noch nicht hatte sagte er mir nun, dass ich es dann doch nicht mehr bekommen würde, weil es nicht möglich sei.

Nun meine Frage: Ist es so korrekt, dass weihnachtsgeld/Gratifikation etc auszulassen? Oder habe ich anspruch auf dieses.
Beim letzten Gespräch sagte er mir, dass es so korrekt sei und ich auch keinen anspruch habe sodass einklagen auch nichts bringen würde.

Ist dem so korrekt oder macht es Sinn einen Anwalt aufzusuchen und dort etwas in die Wege zu leiten?

Es gibt keinen tarifvertrag jedoch wird seit kurzem an den TvÖD angelehnt. Aber auch hier habe ich keine Zusatzvereinbarung erhalten, dass mein Vertrag daran angelehnt oder auf diesen geändert wird.

"Streitwert" lege bei 1000€ brutto. (Also die Höhe des Weihnachtsgeldes).

Viele Grüße


PS: Ich habe eine Rechtsschutzversicherung, jedoch glaube ich, dass dort das Arbeitsrecht nicht mit drin ist.


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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1259x hilfreich)

/// Ich habe eine Rechtsschutzversicherung, jedoch glaube ich, dass dort das Arbeitsrecht nicht mit drin ist.

... also Police raussuchen und nachlesen.

Wenn bei euch der TVöD gilt, gilt der auch für Sonderzahlungen. Der TVöD kennt nur eine Stichtagsregelung: Wer am Datum X in Lohn und Brot ist, bekommt sie.
Der TVöD sollte im Betrieb aufliegen; wenn nicht, findest du die Bestimmung auch im Internet:
http://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/vka-ost/jahressonderzahlung.html

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#2
 Von 
guest-12327.12.2013 13:12:34
Status:
Schüler
(369 Beiträge, 241x hilfreich)

Statts eines Anwalts, gehe doch einfach auf das Arbeitsgericht und klage das Weihnachtsgeld direkt ein. Kann man auch als Laie. Verlierst du, kostet das ein paar Euro Gerichtsgebühren, mehr nicht.

Da es immer erst einen "Gütetermin" gibt, bei dem der Richter die Sach und Rechtslage erläutert.... kannst du das auch ohne Anwalt.

Anwalt zahlt man eh selber, also würde deinen Gewinn der Anwalt fressen

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"30 Jahre ohne Fernsehen überlebt - jetzt zahle ich doch"

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#3
 Von 
sKy89
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

So ich habe mal nachgeschaut:

Ich habe eine Privat- und Verkehrsrechtschutz ohne Arbeitsrecht. Somit wird wohl mein Fall nicht abgedeckt sein oder?

Gezahlt wurde das Weihnachtsgeld an alle anderen Mitarbeiter die zu diesem Stichtag 1.7.2013 sowie 31.3.2014 beschäftigt sind bzw sein sollen.

Woher stammt diese Aussage mit der Rückzahlung, oder vielmehr ist diese so zulässig?
Der TöVD sieht ja solch eine Rückzahlungsklausel nicht vor, auch ich habe weder im damals normalen Arbeitsvertrag noch im Studentischen irgendeine Info bzgl. dieser Klausel finden können. Auch wird im vertrag nicht auf weitere Betriebsvereinbarungen hingewiesen.

Wie im oberen Link ja erwähnt sieht der TöVD sowas nicht vor. Zum Zeitpunkt meines Vertrages gab es die Anlehnung an den TöVD nicht.

Wie läuft das mti dem Arbeitsgericht? Habe online einen Rechner für die "erste Instanz" gefunden, dort wird aber erwähnt, dass dies ca. 200€ kosten soll plus anwaltskosten von ca. 200€, die unabhängig vom ausgang fällig sind? o.O

Es geht halt um 1000€, die für mich als Student viel Geld sind, vor allem da ich nun in ein gerin bezahltes Praktikum gehe und auch eine Wohnung vor Ort beim Praktikum finanzieren muss.

Viele Grüße

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#4
 Von 
guest-12327.12.2013 13:12:34
Status:
Schüler
(369 Beiträge, 241x hilfreich)

http://www.rechtsanwaltsgebuehren.de/Berechnen/ArbRStreit.html

wird mehr :-( evtl. vergleicht ihr euch auf die 1/2. Dann bekommst du 500 und der Anwalt 400 davon....

Du braucht für die Klage und den Gütetermin keinen Anwalt. Nimm den Arbeitsvertrag und geht zum Arbeitsgericht, die helfen dir auch.

Oder nimm nen Anwalt und teile evtl.. Den Anwalt vorher fragen was er kostet. Sobald du zur Tür reingehst ist die Kohle futsch.

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"30 Jahre ohne Fernsehen überlebt - jetzt zahle ich doch"

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