Welche Konsequenzen?

28. Mai 2011 Thema abonnieren
 Von 
Elfensee
Status:
Schüler
(155 Beiträge, 78x hilfreich)
Welche Konsequenzen?

Hallo, folgendes Problem liegt vor: eine Arbeitskollegin die in einem Fitnessclub Mitglied ist hat kein bock jetzt beim schönen Wetter/Sommerzeit (nächsten 3-4 Monate) ins Fitnesscenter zu gehen! Diese betreffende Person möchte in dieser Zeit keine Beiträge zahlen, dies funktioniert z.b. nur wenn diese einen Nachweisen erbringt,dass sie sich in dem zeitraum in einem Seminar befindet. Aber in wahrheit befindet sich die Kollegin nicht auf Seminar und schon garnicht 3-4 Monate am Stück! Die Kollegin, die von sich glaubt besonders schlau zu sein, wickelt folenden Vorgang ab:
Auf einem Briefpapier ( mit dem Logo der Firma/ des Arbeitgebes) formuliert sie Eigenmächtig ein Schreiben in dem sie bestätigt 3-4 Monate auf Seminar zu sein. Dieses Schreiben lässt sie sich von einem Gutglâubigen 2 Mitarbeiter(Azubis) abzeichnen + Firmenstempel. Weder sie noch die Azubis sind berechtigt solche Schreiben aufzusetzen und schon garnicht wenn der Inhalt des Schreibens nicht der wahrheit entspricht.

Denn Azubis ist jetzt klar dass es falsch war sich von der langjährigen Mitarbeiterin überreden haben lassen! Wie sollen sich die Azubis am besten jetzt verhalten(schreiben ans Fitnessclub ist noch nicht raus!)

Welche Konsequenzen kann es für die jeweiligen Beteiligten Personen geben, wenn die ganze Geschichte auffliegen soll?



Danke
Gruss
Elfensee

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
kriegsrat
Status:
Praktikant
(540 Beiträge, 175x hilfreich)

das trifft so ziemlich genau die tatbestände des § 267 StGB ,
der versuch wäre ebenfalls schon strafbar
beihilfe zur urkundenfälschung § 27 StGB dito

folgen könnten sein : Strafanzeige

arbeitsrechtlich fristlose Kündigung, wenn man Glück hat, auch bloß Abmahnung, hängt davon ab, wie der AG so drauf ist

ich würde erstmal mit der langjährigen mitarbeiterin sprechen und verlangen, daß sie das schreiben sofort vernichtet,
bevor das ganze weitere kreise sieht
ist das schreiben nämlich mal raus, ist es zu spät
(dann ist es in den rechtsverkehr gelangt)




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-- Editiert am 28.05.2011 09:30

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#2
 Von 
Elfensee
Status:
Schüler
(155 Beiträge, 78x hilfreich)

Danke, aber auch wenn das Schreiben zurückgehalten wird, sind die Azubis verpflichtet diese Tatbestände dem Arbeitgeber zu melden?



Wie würde die Situation ausschauen, wenn die Mitarbeiterin die Azubis nur gefragt hätte das Schreiben mit zu unterschreiben (azubis lehnen es ab zu unterschreiben, haben aber Kenntniss davon, dass die Mitarbeiterin was falsches tut)? Würden sich die Azubis auch Strafbar machen, alleine nur davon zu wissen, wenn die das nicht dem Arbeitgeber melden?



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#3
 Von 
kriegsrat
Status:
Praktikant
(540 Beiträge, 175x hilfreich)

lediglich "mitwisserschaft" wäre in dem fall nicht strafbar

meldung an den AG ist so eine sache
wenn das schreiben vernichtet wird, ist es wohl am besten,
das deckmäntelchen des schweigens über die sache zu stülpen

wie der AG reagiert, wenn nun die azubis sich mit dem ausdruck tiefster reue an ihn wenden und die sachlage mitteilen, weiß man nicht

aufgrund der arbeitsvertraglichen treuepflichten wäre ein AN durchaus verpflichtet, von straftaten dem AG zu berichten, von denen er kenntnis erlangt, wenn dadurch dem AG ein schaden entstehen könnte

da er in diesem fall aber selbst daran beteiligt ist, wären die folgen bezüglich einer unterlassenen mitteilung im verhältnis zu den folgen der beteiligung an der tat wohl zu vernachlässigen

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#4
 Von 
Elfensee
Status:
Schüler
(155 Beiträge, 78x hilfreich)

Danke, streng genommen müsste man diese Angestellte auf der Stelle feuern schon alleine dafür, dass sie aus egoismus die zukunft der azubis auf's Spiel setzt und das nur um 150-200 Euro insgesamt zu sparen......

Ein verstoss gegen die "arbeitvertragliche" Treuepflichten(sprich Azubi melden den Vorgang nicht, aus angst gegenüber der Angestellten) kann unter Umständen auch eine Kündigung für die Azubis bedeuten, falls der Betrugsversuch durch die Angestellte doch noch ans Tageslicht kommt?

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#5
 Von 
kriegsrat
Status:
Praktikant
(540 Beiträge, 175x hilfreich)


nochmal :

wenn das ganze aufkommt, haben die azubis ein größeres problem damit, daß sie an der sache beteiligt waren, als daß sie nichts gemeldet haben

ob der AG nun sagt, wenn sie mir bescheid gegeben hätten, wäre das ganze nicht so schlimm, wäre möglich, aber nicht zu garantieren

vielleicht schmeisst er gleich alle zusammen raus, wenn er davon erfährt
vielleicht ist er froh, daß ihr ihm bescheid gebt und er lässt bei euch fünfe gerade sein
vielleicht erfährt er auch nie davon

weiß man nicht im voraus

grundsätzlich fährt man aber mit der ehrlichen schiene im leben besser als mit der hoffnung, es käme nichts heraus

auch das gehört zum erwachsenwerden : verantwortung für das eigene handeln zu übernehmen und eigene fehler wiedergutmachen bzw. einzugestehen, auch wenn es zu konsequenzen führen würde



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#6
 Von 
mehrfälltmirnichtein
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 7x hilfreich)

"auch das gehört zum erwachsenwerden : verantwortung für das eigene handeln zu übernehmen und eigene fehler wiedergutmachen bzw. einzugestehen, auch wenn es zu konsequenzen führen würde"

meine Meinung (als ehemaliger Chef eines kleinen Schlosserbetriebes mit 3-4 vertrauenswürdigenMitarbeitern) ist:

wenn dieser Brief vollständig verschwinden kann, also auch keine Kopie exestiert oder irgendein anderer Nachweis für die Existenz dieses Breifes exestiert, dann weg damit, Erfahrung macht klug und gut.

Nur das blose Vorhaben aber nicht Umsetzen (und einsehen dass das Quatsch war) einer Straftat, sollte keine juristische Konsequenz nach sich ziehen, vor allem wenn man bedenkt um welchen Streitwert es hier geht.

Prinzip hin oder her, als Azubi ist man (meistens) noch jung und da gehört sowas dazu.

Ist der Brief aber unterwegs oder droht er in den "rechtsverkehr" zu gelangen, sollten die Azubis sofort zum Chef und die Sache aufklären, folgt darauf die Kündigung wäre dieser Cheffin auch nicht mehr zu helfen, für die Azubis käme dann beim Verschweigen, neben der Kündigung dann auch eine mögliche Strafanzeige zu, wenn die Sache rauskommt.

Wieso muß eigendlich eine "Mitarbeiterin" in einem Fitnessclup seine Cheffin veräpfeln um Mitgliedsgebühren zu sparen...? Das müsste sich doch problemlos klären lassen, da scheinen mir die Verhältnisse seltsam zu sein.

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