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Wie lange darf nachts gearbeitet werden?

22.7.2021 Thema abonnieren
 Von 
RrKOrtmann
Status:
Praktikant
(980 Beiträge, 580x hilfreich)
Wie lange darf nachts gearbeitet werden?

Wie lange dürfen Nachtarbeitnehmer ( = Nachtarbeit in Wechselschicht oder an mehr als 48 Tage im Jahr ) nachts arbeiten?

§ 3 Arbeitszeitgesetz:
"Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten."

§ 6 Arbeitszeitgesetz:
"Die werktägliche Arbeitszeit der Nachtarbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn ... innerhalb von einem Kalendermonat oder innerhalb von vier Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden."

Tarifliche Regelung:
"Die tägliche Arbeitszeit der Nachtarbeitnehmerinnen bzw. Nachtarbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von vier Wochen im Durchschnitt acht Stunden täglich nicht überschritten werden. Durch Dienstvereinbarung kann geregelt werden, dass die tägliche Arbeitszeit auf bis zu zwölf Stunden verlängert wird, wenn innerhalb von vier Wochen im Durchschnitt acht Stunden täglich nicht überschritten werden.

S. soll ab Montag, dem 1. des Monats, 20:00 ein 10-stündiger ( bzw. bei entsprechender Dienstvereinbarung ) ein 12-stündiger Dienst angeordnet werden.

Wieviele weitere 10-Stunden-Dienste ( bzw. 12-h-Dienste ) sind im Rahmen des Gesetzes, des Tarifs bzw. der Dienstvereinbarung rechnerisch höchstens möglich bis zu welchem Datum?

Gesetzlich:
Kalendermonat mit 31 Tagen = (maximal) 27 Werktage. bei durchschnittlich 8h/Werktag maximale Monatsarbeitszeit = 27*8 = 216 Stunden. 216 Stunden = 21 Tage * 10h/Tag + 6h
Es kann also gesetzlich zulässig sein, S ab dem Monatsersten Nachtarbeit von 10h Dauer anzuordnen jeweils von Montag bis Freitag, sowie am 29. und am 30. nur 6h.

Welche Grenzen ziehen der Tarif und der Dienstvertrag?

RK

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Philosoph
(13164 Beiträge, 5249x hilfreich)

Ich verstehe nicht, was du erwartest. Hier erwartest. (Es klingt nach einer komplexeren Hausaufgabe).
Die gesetzlichen Regeln hast du ja ausgeführt.
Die Konsequenzen für die Praxis wären in eine Modellrechnung im Zeitverlauf über- und auszuführen, am besten wohl via Tabellenkalkulation, weil sich dort die Parameter leicht anpassen lassen.
Also Hand- und Kopfarbeit. (Wobei ich das Modell verschlanken würde um die Option der 12-Stunden-BV.)

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