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Wie viel Gehalt bei Beschäftigungsverbot nach Krankengeldbezug?

4. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
Davidav
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Wie viel Gehalt bei Beschäftigungsverbot nach Krankengeldbezug?

Hallo zusammen, weiß jemand, ob Krankengeld zum Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen zählt, wenn folglich ein Beschäftigungsverbot aufgrund von Schwangerschaft ausgesprochen wird?

Wenn ein Beschäftigungsverbot aufgrund von Schwangerschaft ausgesprochen wird, so muss ja der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen gezahlt werden. Wenn man zuvor normal gearbeitet hat, ist es ja selbsterklärend.

Aber was ist, wenn man zuvor mehrere Monate krankgeschrieben war? Wird der Durchschnittsverdienst dann anhand der letzten 13 Wochen Krankengeld berechnet oder anhand des Verdienstes, den man vor dem Krankengeldbezug bezogen hat?

Beispielsweise, wenn man während der Arbeitsunfähigkeit schwanger wird und die Krankschreibung ausläuft, sodass man wieder arbeiten müsste, jedoch ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen bekommt. Oder wenn man nach der Arbeitsunfähigkeit 1 Woche gearbeitet hat. 1 Woche nach AU und 12 Wochen vor AU? Oder tatsächlich die letzten 13 Wochen?

https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/regelmaessiges-arbeitsentgelt-was-zaehlt-dazu-sozialversicherung_idesk_PI42323_HI5381938.html

Wenn ich mir diesen Beitrag durchlese, würde ich persönlich sagen, dass der Durchschnittsverdienst am Krankengeld der letzten 13 Wochen zu berechnen wäre. Denn Sozialversicherungsbeiträge werden gezahlt und das Krankengeld erhält man regelmäßig. Krankengeld selbst wird ja auch als Entgeltersatzleistung gezahlt.

Vielen Dank schonmal.

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Holperik
Status:
Schüler
(152 Beiträge, 51x hilfreich)

Grundsätzlich gilt, dass es für die Höhe des erzielten Einkommens im Referenzzeitraum nicht darauf ankommt, welche Entgeltbestandteile tatsächlich abgerechnet bzw. gezahlt wurden, sondern welche in diesem Zeitraum hätten abgerechnet werden müssen. Daraus folgt, dass nur Kalendermonate relevant sind, in denen abzurechnendes Arbeitsentgelt erzielt wurde. Monate, in denen der Arbeitnehmer durchgängig Krankengeld erhalten hat, oder wegen Elternzeit oder unbezahlten Sonderurlaubs keine Arbeitsleistung erbracht hat, bleiben außer Betracht (BAG, Urteil v. 19.5.2021, 5 AZR 378/20). Hier werden dann die Vormonate betrachtet.

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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

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